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Reportagen

Helvetia versichert Stadionumbau in Lens

Seit 10. Juni läuft die Fußball Europameisterschaft und Europa blickt gebannt nach Frankreich - unter anderem in die kleine nordfranzösische Stadt Lens. Dass allerdings das Stadion Bollaert-Delelis überhaupt Spiele austragen darf, ist auch ein Verdienst von Helvetia.

8. Juli 2016, Text: Jan Söntgerath

Die Spiele der Fußball EM in Frankreich werden in 10 verschiedenen Stadien ausgetragen, 4 Spiele davon fanden bereits im Stadion Bollaert-Delelis in Lens statt. Was wohl die wenigsten wissen: Auch Helvetia hat ihre «Beine» im Spiel. Um überhaupt als Austragungsstätte für die Europameisterschaft zugelassen zu werden, musste das 1932 erbaute Stadion nämlich zunächst komplett renoviert werden. Die öffentliche Ausschreibung für die gesamte Bauversicherung gewann damals Nationale Suisse und übernahm das Risiko mit einer Versicherungssumme von 62 Millionen Euro zu 100 Prozent.

Zu Besuch beim Stahlkoloss

«Helvetia hat sich mittlerweile in Frankreich einen guten Namen im Bereich der Technischen Versicherungen gemacht», erzählt der leitende Underwriter Christian Alt, der die Baustelle persönlich besichtigte. Es sei für den französischen Versicherungsmarkt eher ungewöhnlich, dass die Underwriter und Schadenexperten die Baustellen besuchen. Dass sie dank ihrer Ingenieurausbildung auf Augenhöhe mit den Projektverantwortlichen diskutieren konnten, wurde aber sehr geschätzt. Die Bauarbeiten dauerten von Anfang 2014 bis Ende 2015 und kosteten rund 70 Millionen Euro. Heute bietet das Stadion mit seinen 38'223 Sitzplätzen – mehr Menschen, als die Stadt Lens Einwohner hat – allen Zuschauern einen überdachten Sitzplatz. Das Dach bildet eine riesige Stahlkonstruktion von 20'000 Quadratmetern, getragen von vier 74 Meter hohen Masten. Allein die Dachträger entlang der Längsseite des Spielfelds wiegen annähernd so viel wie eine TGV-Lokomotive. «Das sind gewaltige Grössenverhältnisse», erinnert sich Christian Alt an seinen eindrücklichen Besuch vor Ort.

Der Geist von Helvetia

Im Hinblick auf die EM wurde die Stadion-Infrastruktur auch an die Anforderungen des Verbands bezüglich Sicherheit, Verpflegung, Sanitäre Einrichtungen und VIP-Lounges angepasst. Neben dem Spiel zwischen der Schweiz und Albanien fanden im Stade Bollaert-Delelis auch die Begegnungen England gegen Wales, Tschechien gegen die Türkei und Kroatien gegen Portugal statt. Ohne Helvetia hätte es also in Lens während der EM keine Zweikämpfe, keine Tore und keinen Fanjubel gegeben. Und vielleicht hat im Rahmen des Turniers auch der zukünftige Europameister bereits ein Spiel in diesem Stadion bestritten.

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