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Reportagen

Helvetia Türkei: Die Juweliere vom Bosporus

Erdal Hadatoglu und Erhan Ergünes repräsentieren Helvetia in Istanbul. Im Portrait erzählen die beiden über ihren Arbeitsalltag, die türkische Mentalität und wie sie echtes Gold von Kitsch unterscheiden.

10. November 2016, Text: Jan Söntgerath, Fotos: zVg

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Starkes Duo am Bosporus: Erhan Ergünes (l.) und Erdal Hadatoglu repräsentieren Helvetia in Istanbul.

Erdal Hadatoglu baute für die damalige Nationale Suisse ab Februar 2011 als Head of Marine Turkey in der pulsierenden Metropole am Bosporus ein «Liaison Office» auf. «Istanbul ist einer der wichtigsten Handelsplätze Europas und bietet daher riesiges Potenzial für einen spezialisierten Transportversicherer», sagt Hadatoglu. Schnell zeigte sich, dass der türkische Markt auch für den Bereich Engineering sehr attraktiv ist. Und so teilt er sich seit September 2013 sein Büro mit Erhan Ergünes. Die beiden lernten sich bei einem Treffen lokaler Versicherer kennen und Hadatoglu konnte ihn schnell für den Job als Head of Engineering begeistern. «Mich reizte vor allem die Möglichkeit, etwas Neues aufzubauen und der direkte Kontakt mit lokalen und internationalen Kunden», erzählt Ergünes.

Nicht zu dick auftragen

Die tägliche Arbeit der beiden besteht primär darin, Kontakte herzustellen und Beziehungen zu pflegen. Die Risikoeinschätzung, die Vertragserstellung und die Schadenabwicklung laufen über den Hauptsitz in Basel. Bei der Kundenakquise laufe vieles über Mund-zu-Mund-Propaganda, erzählen die beiden. Statussymbole könnten dabei durchaus eine Rolle spielen, sagt Hadatoglu aus Erfahrung. «Wir müssen zeigen, dass Helvetia finanziell gesund ist, das schafft Vertrauen.» Dazu gehört auch ein schönes Büro mit Sicht auf den Bosporus und ein Geschäftsessen in gepflegter Atmosphäre. Aber, betont er, trotzdem stehe Helvetia in der Türkei für schweizerische Bescheidenheit und hohe Qualität. Nicht zu dick auftragen sei die Devise, meint er lachend.

Rentabilität kommt vor Prestige

Bei der Auswahl der Kunden gehen beide sehr selektiv vor. Ihr Ziel sei es, trotz des kompetitiven Umfelds, nur die besten Risiken zu versichern. Die beiden arbeiten nach dem Vorsatz: Wir nehmen keine Aufträge an, nur weil sie prestigeträchtig sind, sondern die Rentabilität muss stimmen. Nichtsdestotrotz finden sich auch prestigeträchtige Aufträge in ihrem Portfolio. So ist Helvetia beispielsweise Mitversicherer beim milliardenschweren Bau des neuen Istanbuler Flughafens – dereinst mit einer Kapazität von 150 Millionen Passagieren pro Jahr einer der grössten Europas.

Juweliergeschäft statt Basar

Erdal Hadatoglu und Erhan Ergünes sind stolz, schweizerische Tugenden wie Vertrauen und Zuverlässigkeit in der Türkei zu repräsentieren. Die Türken hätten eine viel lockerere Mentalität. Mit türkischen Verhandlungspartnern sei es ein wenig wie auf dem Basar: «Was man bekommt kann qualitativ erstklassig sein – oder auch nicht». Ihre Dienstleistungen als Schweizer Traditionsversicherer vergleicht Hadatoglu dagegen mit einem Juweliergeschäft: «Bei uns ist wirklich alles Gold, was glänzt».

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