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Reportagen

Schröder gibt Jamaika-Koalition wenig Kredit

Mit dem deutschen Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder macht ein weiterer hochkarätiger Gast der Veranstaltung TheTalk@TheStudio seine Aufwartung. Präzise und pointiert äußerte er sich zu Europa, seinen umstrittenen Mandaten in der Energiebranche und zur Schweiz.

10. November 2017, Text: Hansjörg Ryser, Fotos: Thomas Lüthi, Video: Ringier

Er ist auch mit 73 Jahren voller Leidenschaft − für die Politik ebenso wie für seine wirtschaftlichen Engagements und im Privaten. Im Nu hat der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder das Publikum an TheTalk@TheStudio in seinen Bann gezogen. Gepaart mit glasklaren Analysen und charmantem Humor bot er den Gästen von Ringier und Helvetia einen unverstellten Blick in die deutsche Politik, das Verhältnis Europas zu Russland oder den Erfolg von Hannover 96, den von ihm präsidierten Überraschungsclub im deutschen Fussball. «Dieser ist deshalb so erfolgreich, weil ich der Mannschaft gedroht habe, selber mitzuspielen, wenn sie nicht vollen Einsatz zeigen würden», scherzte Schröder im Gespräch mit Moderatorin Christine Maier.

Mehr Hilfe vor Ort

Vollen Einsatz zeigt Schröder für seine wirtschaftlichen Engagements bei den Gasleitungsprojekten Nord Stream und beim russischen Energiekonzern Rosneft. Diese Mandate nehme er letztlich im Interesse einer sicheren Gasversorgung Europas – auch der Schweiz – wahr, stellte der SPD-Politiker klar. Europa müsse darauf achten, dass sich Russland nicht weiter abwende und nach China ausrichte. Es gebe noch genug Herausforderungen, als dass sich die EU ein Auseinanderdriften leisten könne. In der Sicherheitspolitik etwa müsse viel mehr Hilfe vor Ort geleistet werden, um die Flüchtlingsbewegung zu bremsen. Dazu sei man auf Mächte wie Russland, China aber auch die Türkei angewiesen.

Schon 2018 Neuwahlen in Deutschland

Auch in Deutschland wird es noch gewaltige Investitionen brauchen, um die bereits zugewanderten Flüchtlinge auszubilden und zu integrieren, ohne dabei die Bildung und Infrastruktur der eigenen Bevölkerung weiter zu vernachlässigen. Ob die neue Regierung das schaffe, bezweifelt Angela Merkels Vorgänger allerdings. «Schon im nächsten Jahr könnte die Koalition aus CDU/CSU, Grüne und FdP wieder auseinanderbrechen, was Neuwahlen zur Folge hätte», erwartet Schröder.

Wirtschaftlicher Druck der USA

Die Schweiz sei durch diese Entwicklungen in Europa zurzeit nicht so sehr in Bedrängnis. Der Druck der USA, die mit ihrer Steuer- und Energiepolitik auch gegenüber der EU vor allem wirtschaftliche Interessen verfolge, sei da wesentlich stärker. Doch selbst die urdemokratische Tradition könne letztlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schweiz Gesetze und Bestimmungen aus der EU übernehmen müsse, ohne mitbestimmen zu können.

Entwicklung in Europa prägt Helvetia

Diese Einschätzung teilt auch Helvetia CEO Philipp Gmür. Einerseits sei Helvetia mit ihren Geschäftstätigkeiten in den europäischen Ländermärkten von den Entwicklungen in Europa geprägt, andererseits werde letztlich die Regulierung der EU in der Schweiz nachvollzogen.

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TheTalk@TheStudio

Mit dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte ein weiterer illustrer Gast die Gesprächsreihe «TheTalk@TheStudio» von Helvetia und Ringier. Auf Einladung von Gastgeber Marc Walder, CEO Ringier, und Dr. Philipp Gmür, CEO Helvetia, wohnen jeweils rund 70 Gäste im Ringier Pressehaus einem Gespräch von Moderatorin Christine Maier mit einem hochkarätigen Gast aus Politik und Wirtschaft bei.

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