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Tipps

Gefahren im Winter: Glatteis, Schneedruck und gefrorene Leitungen

Die einen freuen sich schon ab Herbst auf den ersten Winterspaziergang, für die anderen kann die kalte Jahreszeit nicht schnell genug vorbei sein. Oft möchte man bei Eis, Schnee und Kälte im Winter gar nicht mehr vor die Tür gehen und lieber im sicheren und warmen zuhause bleiben. Doch birgt die kalte Jahreszeit wirklich so viele Gefahren? Wir verraten, welche Risiken für Gesundheit und Eigentum im Winter Hochsaison haben und wie man sich davor schützen kann.

26. Jänner 2021, Text: Ursula Czerny; Fotos: istock

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Schneedruckschäden an Gebäuden

Fällt in kurzer Zeit eine große Menge Neuschnee oder wird der Schnee durch Windverfrachtungen an einem Ort aufgetürmt, lastet enormes Gewicht auf den Dächern oder hangseitigen Gebäudeteilen. Der sogenannte Schneedruck kann zu einer Gefahr für Menschen, Gebäude und Sachwerte werden. Das Gewicht der weißen Pracht unterscheidet sich dabei stark durch die Beschaffenheit des Schnees. Je feuchter die Schneelast wird, desto größer ist die Belastung. Dachkonstruktionen können beispielsweise eingedrückt werden oder das Dach kann sich verformen, im schlimmsten Fall kann es zu einem Totaleinsturz des Daches kommen.

Es ist daher wichtig, die Dächer zeitnah von der Last des Schnees zu befreien. Dies sollte von Professionalisten vorgenommen werden und ist daher mit Kosten verbunden. Bei der Helvetia ganz privat Eigenheimversicherung sind Sie gut aufgehoben, denn im Deckungspaket exklusiv werden im Rahmen der "Schadenverhütungskosten bei Schneedruckschäden die Kosten für die unbedingt notwendige Beseitigung von Schneemassen von Dächern einmal pro Kalenderjahr bis EUR 500,- übernommen.

Winterzeit ist Unfallzeit

Ob ein Sturz auf glatten Straßen oder ein Unfall beim Wintersport - die kalte Jahreszeit birgt ein großes Unfallpotenzial. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit passieren 75 Prozent aller Unfälle in der Freizeit. Bei Freizeitunfällen greift die gesetzliche Unfallversicherung jedoch nicht. In diesen Fällen kommt die gesetzliche Krankenkasse nur für ein Mindestmaß an Behandlungen auf. Spezialbehandlungen und Folgekosten wie beispielsweise notwendige Umbaumaßnahmen aufgrund von körperlichen Einschränkungen oder fehlendes Einkommen, weil der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, sind in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht gedeckt. Eine private Unfallversicherung ist daher unerlässlich.

Ein Beispiel:
Der Snowboardfahrer Robert M. kollidiert auf der Piste mit einem anderen Wintersportler und beide Unfallteilnehmer verletzen sich schwer. Unglücklicherweise tragen beide durch die Kollision bleibende Schäden davon. Zusätzlich behauptet der Unfallgegner, die Kollision sei die Schuld von Robert und klagt auf Schmerzensgeld. Robert hat Glück im Unglück. Helvetia Ganz Privat leistet nicht nur durch die Unfallversicherung seine Bergungs- und Invaliditätskosten, sondern seine Rechtsschutzversicherung erspart ihm Anwaltskosten vor Gericht. Obwohl Robert seine Schuld eingestehen muss, werden durch die Sport- und Privathaftpflichtversicherung Schmerzensgeld und ein notwendiger Zahnersatz an den Unfallgegner geleistet.

Jeder Millimeter zählt

Von 1. November bis 15. April gilt in Österreich die Winterreifenpflicht bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen. Und das aus gutem Grund, denn bereits bei niedrigen Plus-Graden verhärten sich die Gummimischungen bei den Sommerreifen. Das bedeutet, dass die Haftung, welche gegeben sein muss, stark beeinträchtigt wird. Winterreifen hingegen bleiben weich und haben aufgrund des speziellen Lamellenprofils eine gute Haftung bei niedrigen Temperaturen - selbst auf Schnee und Eis. Winterreifen sind daher eindeutig die richtige und sichere Wahl für den Winter, denn sie sorgen für zuverlässigen Grip auf der Fahrbahn und kurze Bremswege.

Kommt es trotz korrekter Bereifung zu einem Unfall auf vereisten Straßen, springt Ihre KFZ-Kaskoversicherung ein. Sollten Sie jedoch die vorgeschriebene Winterreifenpflicht missachten und werden bei winterlichen Fahrverhältnissen mit Ihrem KFZ in einen Verkehrsunfall verwickelt, dann kann die Versicherung Leistungen aus dem Kaskoschutz verweigern. Sie sehen, der Umstieg auf Winterreifen zahlt sich also in jedem Fall aus - für Ihre Sicherheit, aber auch für Ihre Geldbörse.

Die 72-Stunden-Regel

Für Bewohner eines Einfamilienhauses gilt die so genannte "72-Stunden-Regel", die in den Vertragsbedingungen diverser Haushalts- oder Eigenheimversicherungen enthalten ist. Diese besagt: Ist das Haus länger als drei Tage unbewohnt, muss der Hauptwasserhahn abgedreht werden. Dies ist besonders im Winter wichtig zu beachten, denn bei Minusgraden können Wasserleitungen einfrieren oder andere Kälteschäden entstehen. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Leitungen zum Platzen bringen. Wenn aus dem geplatzten Rohr Wasser in die Wohnung fließt und der Schaden tagelang unbemerkt bleibt, können die Folgen katastrophal sein. Mehr dazu in einem Video aus der Reihe "FaktenCheck" von Anwältin Therese Frank.

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