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Wissens­check: Seit wann besteht Gurtpflicht in Österreich?

Gurtpflicht besteht in Österreich für alle InsassInnen eines KFZ-FahrerInnen, BeifahrerInnen sowie auch für alle Personen, die sich auf der Rückbank befinden. Doch seit wann eigentlich?

10. November 2017, Text: Ursula Czerny, Fotos: istock

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Für die Einhaltung der Gurtplicht ist jede Person ab 14 Jahren selbstverantwortlich. Die Fahrerin/den Fahrer trifft keine rechtliche Verantwortung, wenn sich die Mitfahrenden nicht anschnallen. Auch eine Schwangerschaft stellt keine Ausnahme von der Gurtpflicht dar. Doch seit wann besteht eigentlich die Gurtpflicht in Österreich?

Einführung der allgemeinen Gurtpflicht in Österreich vor über 40 Jahren

Genau genommen seit dem 15. Juli 1976. Strafen gab es zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht. Erst ab 1. Juli 1984 ist Nichtangurten in Österreich auch mit einer Organstrafverfügung geahndet worden. Damals betrug die Mindeststrafe 100 Schilling (rund 7 Euro).
Heute sind es 35 Euro, die fällig werden, sollte man bei einer Fahrt ohne angelegten Gurt erwischt werden. Und wer die entsprechende Sicherung eines mitfahrenden Kindes unterlässt (mit Gurt und passendem Kindersitz), riskiert neben der Sicherheit ein Bußgeld ab 70 Euro sowie einen Eintrag ins Führerschein-Vormerksystem. Der theoretische Strafrahmen reicht bis 5.000 Euro.

Die Gurtpflicht und ihre Ausnahmen

Ist ein Gurt am eingenommenen Sitzplatz vorhanden, ist die Verwendung des Sicherheitsgurtes für alle Fahrzeuginsassen verpflichtend. Ein paar Ausnahmen davon gibt es dennoch:

  • Die Gurtpflicht gilt nicht für Fahrer, die einparken oder sehr langsam rückwärts fahren, für Taxifahrer mit Fahrgästen, sowie Businsassen im Linienverkehr und für Fahrer von Einsatzfahrzeugen, die im Einsatz sind.
  • Gerichtlich festgestellt wurde außerdem noch die Ausnahme von der Gurtpflicht bei „Unmöglichkeit des bestimmungsgemäßen Gebrauches des Sicherheitsgurtes wegen der Körpergröße oder schwerster körperlicher Beeinträchtigung des Benützers.“ Das gilt also z.B. für Fahrer, die schwer herzkrank sind oder z.B. frische Operationsnarben im Bereich des Gurtverlaufes haben. 
  • Das bedeutet somit auch: Ein Sonnenbrand, eine Schwangerschaft oder auch ein Schlüsselbeinbruch reichen nicht als Grund aus, um keinen Gurt zu verwenden, da es sich dabei um keine „besonders schwere körperliche Beeinträchtigungen“ handelt. Eine vollständige Auflistung derartiger Ausnahmen ist allerdings nicht möglich, da im Fall des Falles die Gerichte individuell abwägen und entscheiden.

Wer trägt die Verantwortung für Kinder und andere Fahrgäste?

Grundsätzlich gilt: Jeder Fahrzeuginsasse ist selbst dafür verantwortlich, den Gurt zu verwenden. Natürlich gibt es aber auch hier Ausnahmen:

  • Für Kinder bis 14 Jahren gilt: Der Fahrer ist für deren ordnungsgemäße Sicherung im Fahrzeug verantwortlich. Das bedeutet nicht nur, dafür zu sorgen, dass der Gurt angelegt wird, sondern dass die Sicherung entsprechend der Größe des Kindes erfolgt.
  • Ab 135 cm kann dafür der verbaute Erwachsenengurt im Auto verwendet werden, sofern er sich der Körpergröße entsprechend einstellen lässt.
  • Unter 135 cm muss aber in jedem Fall ein passender Kindersitz verwendet werden, um die fehlende Körpergröße auszugleichen.

Statistiken zeigen: höhere Überlebenschance mit Sicherheitsgurt

Während man sich den gesetzlichen Vorschriften widersetzen kann, ist das bei den physikalischen Gegebenheiten anders, was die Statistiken des Kuratoriums für Verkehrssicherheit untermauern: Die Überlebenschance ist bei einem Unfall mit angelegtem Sicherheitsgurt ca. 8-mal höher als ohne Gurt.

Dennoch sind heute noch immer circa neun Prozent der LenkerInnen ungesichert im Pkw unterwegs sowie rund ein Drittel der tödlich verunglückten Pkw-InsassInnen nicht angegurtet. Daher nicht vergessen: Als Autofahrer trägt man eine große Verantwortung. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle Mitfahrerinnen. Denn ein Autounfall oder Schadenfall betrifft meist auch die Personen, die sich im betreffenden Auto befinden. Unsere Insassenunfallversicherung bietet umfassende Sicherheit für alle MitfahrerInnen.

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