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Die häufigsten Rechtsirrtümer rund ums Radfahren

Radfahrer dürfen immer gegen die Einbahn fahren, haben am Zebrastreifen Vorrang gegenüber dem Auto und dürfen Kopfhörer aufhaben wenn sie in die Pedale treten. Nein, nicht ganz - wir haben die wichtigsten Irrtümer rund ums Radfahren für Sie zusammengefasst.

31. Juli 2018, Text: Ursula Czerny, Quelle: ÖAMTC; Fotos: istock

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Bei weitem nicht alle Vorschriften für Radfahrer sind auch im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer - dies gilt insbesondere für Verhaltensbestimmungen und Vorrangregeln auf allen Radfahranlagen. Das sind die größten Missverständnisse rund ums Radfahren: 

Irrtum #1: Radfahrer dürfen immer gegen die Einbahn fahren.

Das ist so nicht richtig, denn Radfahren gegen die „Hauptrichtung“ in Einbahnstraßen ist nur dann erlaubt, wenn eine Zusatztafel die Radfahrer von der Einbahnregelung explizit ausnimmt. Die Zusatztafeln finden sich am Anfang und Ende der Einbahn. Spezielle Bodenmarkierungen sind jedoch nicht zwingend erforderlich.

Irrtum #2: Radfahrer haben am Zebrasteifen Vorrang gegenüber einem Auto.

Da Radfahrer den Schutzweg "radelnd" gar nicht benützen dürfen (Verwaltungsstrafe!) stimmt das nicht. Um als Fußgänger zu gelten, muss das Rad geschoben werden. Auf dem Rad fahrend hat der Radler demnach keinen Vorrang, wie er ihn etwa auf einer Radfahrerüberfahrt hätte. 

Irrtum #3: Beim Radfahren ist das Telefonieren erlaubt.

Prinzipiell ja, aber so wie beim Autofahren nur mit einer Freisprecheinrichtung. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, Mailen, WhatsApp schreiben und Radfahren ist ebenso verboten. Ein Verstoß kommt teuer – es droht eine Strafe zwischen EUR 50,- und EUR 72,-.

Irrtum #4: Radfahrer die gegen eine sich öffnende Autotüre prallen, trifft ein Mitverschulden.

Grundsätzlich trifft den Türöffnenden das (überwiegende) Verschulden, da man dafür Sorge tragen muss, die Türen eines Fahrzeuges so lange nicht zu öffnen, als dadurch andere Straßenbenützer gefährdet oder behindert werden können. Den Radfahrer kann eventuell ein (geringes) Mitverschulden treffen, wenn er grundlos zu weitrechts fährt.

Irrtum #5: Mehrzweckstreifen dürfen von Pkw nicht befahren werden.

Pkw dürfen sehr wohl Mehrzweckstreifen nutzen, wenn die übrige Fahrbahn für den Fahrzeugverkehr zu schmal ist, etwa bei zu geringem Seitenabstand zum Gegenverkehr. Autos haben aber „Nachrang“. Radfahrer müssen auf jeden Fall vorhandene Radfahrstreifen und Mehrzweckstreifen benützen!

Irrtum #6: Radwege und Radfahrstreifen dürfen stets in beiden Richtungen benützt werden.

Das ist prinzipiell richtig, aber nicht wenn:

  • Richtungspfeile die Fahrtrichtung bestimmen
  • Ein Radfahrstreifen darf nur in jener Fahrtrichtung befahren werden, in die der angrenzende Fahrstreifen befahren werden darf. (Ausnahme: Einbahnstraße)
  • In einer Einbahnstraße darf der Radfahrstreifen, falls er sich links befindet, nicht in Einbahnrichtung befahren werden (Rechtsfahrgebot!)

Irrtum #7: Das Radfahren mit Kopfhörern ist erlaubt.

Es gibt keine Rechtsvorschrift, die das Musikhören über Kopfhörer beim Radfahren explizit verbietet. Hört man über Kopfhörer jedoch so laut Musik, dass man seine Umgebung akustisch nicht mehr wahrnehmen kann bzw. die Wahrnehmung beeinträchtigt ist, ist die in der Straßenverkehrsordnung geforderte Verfassung zur Lenkung eines Fahrzeuges eventuell nicht mehr gegeben. Im Falle eines Unfalls könnte unter Umständen ein Mitverschulden angelastet werden bzw. könnte es zu Strafen kommen.

Irrtum #8: Eine Stirnlampe ersetzt die Vorderlampe.

Definitiv nicht! Nach der Fahrradverordnung muss der vordere Scheinwerfer fest mit dem Fahrrad verbunden sein und ruhendes (nicht blinkendes!) Licht ausstrahlen. Eine Stirnlampe ist also keine Alternative.

Irrtum #9: Mit dem Rad darf man ohne Gefahr für den Führerschein vom Heurigen nach Hause fahren.

Das gilt nur bedingt! Auch Radfahrer unterliegen den Alkohol-Bestimmungen der StVO (Verwaltungsstrafe zwischen 800,- und 5.900,- EUR). Für Radfahrer gilt mit 0,8 Promille jedoch ein großzügigerer Grenzwert als für Autofahrer. Ein Alkotest darf nicht verweigert werden. Der Führerschein (sofern mit!) darf bei Alkoholisierung nicht abgenommen werden. Eine "Sofortabnahme" wäre nur dann möglich, wenn hinreichende Gründe zur Annahme bestehen, der Radfahrer werde in seinem Zustand ein Kfz in Betrieb nehmen.

Irrtum #10: Das Fahrrad kann an jedem Laternenmast angekettet werden.

Fahrräder sind so aufzustellen, dass sie nicht umfallen oder den Verkehr behindern können. Auf dem Gehsteig ist das Abstellen von Fahrrädern nur dann zulässig, wenn dieser mehr als 2,5 m breit ist. Dies gilt allerdings nicht im Bereich von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, außer es sind dort Fahrradständer aufgestellt.

Alle 15 Irrtümer die der Autofahrclub ÖAMTC zusammengefasst hat, finden Sie >> hier.

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