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Tipps

Dunkelheit zieht Diebe an - Tipps zum Einbruchsschutz

Wenn die Tage kĂŒrzer werden, haben Einbrecher Hochsaison. Im Schutz der DĂ€mmerung verschaffen sie sich Zutritt zu HĂ€usern und Wohnungen. Wir verraten, wie man sich vor ungebetenen GĂ€sten schĂŒtzen kann.

06. Oktober 2020, Text: Ursula Czerny; Foto: istock

Die Einbruchsaison beginnt, denn durch die verfrĂŒhte DĂ€mmerung in den Monaten Oktober bis MĂ€rz schlagen TĂ€ter zwischen 16 und 21 Uhr besonders hĂ€ufig zu. Aufgrund der frĂŒhen Dunkelheit wird in HĂ€usern und Wohnungen oftmals bereits ab 16 Uhr das Licht angeschaltet. Einbrecher erkennen daran, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Außerdem werden Diebe in der Finsternis schlechter von Nachbarn oder Passanten entdeckt. Doch jeder kann etwas dagegen tun, um die Einbruchsgefahr zu minimieren.

Beliebte Einbruchsobjekte

Die betroffenen Wohnungen und WohnhĂ€user sind meist gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden und ermöglichen den TĂ€tern eine rasche Flucht. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren GrundstĂŒcken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen besonders im Fokus. Die TĂ€ter versuchen zumeist durch das AufzwĂ€ngen von TerrassentĂŒren und gartenseitig gelegenen Fenstern, TĂŒren oder KellerzugĂ€ngen in das Wohnobjekt einzudringen.

Fenster und TerrassentĂŒren als Gefahrenquelle

Die HĂ€lfte der Einbrecher gelangt ĂŒber ein Fenster in das Objekt, 27 Prozent ĂŒber die Terrassen- bzw. BalkontĂŒr und 10 Prozent ĂŒber ein Kellerfenster oder einen Kellerschacht. Nur 37 Prozent verschaffen sich ĂŒber die EingangstĂŒre Zutritt zum Ein- oder Mehrfamilienhaus. Dies hat mehrere GrĂŒnde: HaustĂŒren sind meist so positioniert, dass sie von Nachbarn und VorĂŒbergehenden gut eingesehen werden können. Terrassen hingegen sind so ausgerichtet, dass die von der Straße aus nicht zu erkennen sind. Zudem bieten Sichtschutzanlagen, Hecken, BĂ€ume und StrĂ€ucher gute Versteckmöglichkeiten, so dass Einbrechern viel Zeit fĂŒr ihr unerkanntes Handeln bleibt. Wer sich vor Einbrechern schĂŒtzen möchte, sollte daher keine allzu dichte Umpflanzung der Terrasse vornehmen.

Weitere beliebte Ziele von Einbrechern sind Fenster und FenstertĂŒren im unteren Geschoss. Sie werden nur selten eingeschlagen, weil das klirrende Glas Aufmerksamkeit erregen könnte. Vielmehr wird versucht, mit Hilfe von Hebelwerkzeugen die Rahmen vollstĂ€ndig zu öffnen. Besonders einfach gelingt dies bei gekippten Fenstern. Schließen Sie daher auch bei kurzer Abwesenheit immer die Fenster.
Zudem sollten alle Steighilfen, wie beispielsweise MĂŒlltonnen, Gartenmöbel oder gar Leitern, die das Eindringen in höhere Stockwerke erleichtern, in einer Garage oder einem Gartenhaus eingeschlossen sein.

Was kann ich selbst tun?

Eigenschutz und gute Nachbarschaft sind eine gute Kombination. Halten Sie die Augen offen und achten Sie auf unbekannte Personen, denn Einbrecher spĂ€hen hĂ€ufig bereits tagsĂŒber aus, wo sie am Abend einsteigen wollen. Sie beobachten die Gepflogenheiten der Hausbesitzer und kundschaften aus, wo sich der Einbruch lohnt. Bitten Sie eine Vertrauensperson, bei Ihrer Abwesenheit nach dem Rechten zu sehen und den Postkasten zu entleeren.


Wer keine Gardinen oder anderweitige Fensterverkleidungen besitzt und seine Wertsachen offen in der Wohnung liegen lĂ€sst, motiviert Langfinger geradezu, sich zu bedienen. Bei lĂ€ngerer Abwesenheit lohnt es sich, alle Wertsachen ganz aus dem Haus zu nehmen und an einem sicheren Ort zu verwahren wie beispielsweise in einem Bankschließfach.


Achten Sie auf QualitĂ€t bei der Wahl von Fenstern, TĂŒren und Schlössern und verschließen Sie alle Fenster sorgfĂ€ltig. Knapp 44 Prozent aller misslungenen Einbruchsversuche scheitern an mechanischen Sicherungseinrichtungen. Denn je lĂ€nger ein TĂ€ter braucht um einzudringen, desto schneller gibt er auf. Nach Angaben der Polizei geben Diebe meist nach drei Minuten auf, wenn sich in dieser Zeit Fenster und TĂŒren nicht öffnen lassen.

Tipps zum Schutz vor Einbrechern

  • Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig. Zusammenhalt schreckt TĂ€ter ab!
  • Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie BriefkĂ€sten und beseitigen Sie Werbematerial.
  • Licht in der Wohnung oder ein laufender Fernseher bzw. Radio verscheuchen Einbrecher.
  • Fenster, Terrassen- und BalkontĂŒren schließen. Gekippte Fenster wirken geradezu einladend fĂŒr Einbrecher.
  • Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem TĂ€ter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
  • RĂ€umen Sie weg, was Einbrecher leicht nĂŒtzen können.
  • Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren.
  • Außenbeleuchtungen am GrundstĂŒck nehmen dem Einbrecher die Möglichkeit, ungesehen um das Haus zu schleichen. Leitern, Werkzeuge und andere Hilfsmittel sollten unbedingt weggeschlossen werden.
  • Sichern Sie TerrassentĂŒren und Fenster und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.
  • AußentĂŒren und Fenster sollten stets geschlossen sein, wenn die Wohnung oder das Haus leer ist. Auch das Gartentor gehört abgeschlossen. Ein Schild "Warnung vor dem Hund" am Gartentor kann potenzielle TĂ€ter abschrecken.
  • GrĂ¶ĂŸere GeldbetrĂ€ge, Schmuck und andere Wertsachen sind wahre Einladungen fĂŒr jeden Einbrecher. Besser aufgehoben sind diese in einem Bankschließfach oder in einem befestigten Tresor mit Zahlenkombinationsschloss.
  • Arbeiten Sie in der Nachbarschaft im Team! Einbrecher hassen aufmerksame Blicke aus den anliegenden GrundstĂŒcken. Achten Sie auf verdĂ€chtige GerĂ€usche, Personen und Fahrzeuge. Marke, Farbe und Kennzeichen von Autos notieren, die verdĂ€chtig erscheinen.

Auf frischer Tat ertappt – so Verhalten Sie sich, wenn der Einbrecher noch im Haus ist

  • Erwecken Sie den Eindruck, dass Sie nicht alleine sind. Rufen sie beispielsweise: „Peter! Hörst du das?“.
  • Drehen Sie das Licht auf.
  • Ermöglichen Sie dem TĂ€ter die Flucht, stellen Sie sich ihm nicht in den Weg
  • Vermeiden Sie jede Konfrontation, sonst könnte die Situation eskalieren
  • Merken Sie sich möglichst viele Details zur Person des TĂ€ters.
  • Rufen Sie sofort die Polizei unter 133 an und geben Sie bekannt, wie viele TĂ€ter Sie gesehen haben und in welche Richtung sie geflĂŒchtet sind. Halten Sie telefonische Verbindung mit der Polizei.
  • Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung und warten Sie auf der Straße auf die Polizei.

Schutz fĂŒr Ihr Zuhause

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