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Tipps

Wie versichert man seinen Körper?

Heidi Klum versichert ihre Beine, Rocklegende Bruce Springsteen seine Stimme. James Bond Daniel Craig gleich seinen ganzen Körper. Und gerüchteweise soll Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger sogar sein bestes Stück versichert haben. Verrückt? Mitnichten: Versichern kann man fast alles – die Frage ist nur, bei wem und zu welcher Prämie.

11. Juni 2015, Text: Katrin Meier, Helvetia Schweiz, Fotos: shutterstock.com

2015-05-starversicherung

Angefangen hat alles mit einem Pin-up-Girl. 40er-Jahre, zweiter Weltkrieg: Zigtausende Soldaten haben in ihrem Spind ein freizügiges Bild von Betty Grable. Das Supermodel ist zu dieser Zeit die höchstbezahlte Schauspielerin der Welt. Grund genug für ihr Studio 20th Century Fox, die Beine ihres Stars für eine Million Dollar versichern zu lassen. So wurde das Pin-up-Girl aus dem Spind zum «Girl with the Million Dollar Legs».

Wo der Parfümeur seine Nase versichert

Ein Spezialist für solch außergewöhnliche Policen ist Lloyd's. Der weltweit größte Prominenten-Versicherer hat seinen Sitz in London. Körperteile zu versichern, gehört dort zum Alltag. Weinsachverständige lassen ihre Zungen versichern, Parfümeure ihre Nasen, Fussballer ihre Knie – und Schauspielerinnen ihre Brüste. Wie das geht? Ähnlich wie bei einem Gebäudegutachten: Die Grundlage bildet die Einschätzung eines Arztes über den Körperteil. Dann muss geklärt werden, wie der Schaden bemessen wird, was gedeckt ist und was nicht. Daraus wird schließlich eine Prämie kalkuliert, abgeleitet von allgemeinen Unfalldeckungen. Dass die Prämien für außergewöhnliche Versicherungen auch mal außergewöhnlich hoch ausfallen können, erstaunt wohl kaum.

Die Helvetia versichert keine Brüste

Der Schweizer Versicherungsmarkt ist vergleichsweise konventionell. Bei der Helvetia jedenfalls sind Körperversicherungen kein Thema. «Wir schätzen den Bedarf dafür im Schweizer Markt als zu gering ein», sagt Nino Calarco, Teamleiter Produktmanagement Privatkundenversicherung. «Keiner meiner Kollegen hatte bisher jemals eine solche Anfrage.» Kai-Peer Diener, Leiter Marktleistungen Private Vorsorge, erklärt: «Bei der Helvetia haben wir schlicht keine Grundlagen dafür, das Risiko für eine Körperversicherung abzuschätzen. Es ist ein Nischenprodukt, um das sich Spezialisten wie Lloyds kümmern. Wir würden im Fall einer Anfrage den Kunden deshalb weiterverweisen.» Oder man bietet dem Kunden eine Erwerbsunfähigkeitsrente an. Diese Versicherung schützt den Versicherten vor den finanziellen Folgen einer Erwerbsunfähigkeit. Zum Beispiel, wenn sich ein professioneller Tänzer das Bein bricht und deshalb seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann.

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