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Nach Absolvierung der Kunstgewerbeschule in Wien etablierte sich Franz von Matsch in der Zeitepoche des Historismus im Malermilieu. Vielseitigkeit, Talent fürs Dekorative und solide Beherrschung des Handwerks prädestinierten ihn für vielfältige künstlerische Aufgaben.

Der Erbauer der Ankeruhr:
Prof. Franz von Matsch (1861–1942)

Mit seinen einstigen Akademiekollegen, den Brüdern Gustav und Ernst Klimt, arbeitete er lange Jahre in einer Ateliergemeinschaft zusammen. Matsch war am Höhepunkt seines Schaffens ein vielgefragter Porträtist. Er malte des Weiteren nicht nur Gemälde bis hin zu Deckenbildern, sondern beschäftigte sich auch mit Bildhauerei und mit Architekturentwürfen.

Die Dekaden um die Jahrhundertwende wurden für den produktiven Franz von Matsch eine Periode besonderen Erfolges. Ansehnliche Arbeiten für das Kaiserhaus sowie viele Werke für Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens führten zu Ruhm und Ehre. Er avancierte zum Hofmaler und 1893 erfolgte die Ernennung zum Professor an der Kunstgewerbeschule - zu jener Zeit für einen 32-Jährigen eine beachtliche Karriere.

Die Anerkennung für etliche öffentliche Aufträge sowie die Zufriedenheit bei Hof mit seinen Arbeiten brachten dem erfolgsgewohnten Matsch neben Wohlstand und zahlreichen Ordensverleihungen im Jahre 1912 die Erhebung in den Adelsstand. Nach dem Ersten Weltkrieg geriet seine Person immer mehr in den Schatten seiner Künstlerkollegen. Im Alter von 81 Jahren starb Prof. Franz von Matsch 1942 in seiner Heimatstadt Wien.

Von Matsch selbst war kein Neuerer, er war stark vom Historismus geprägt, wenngleich Einflüsse der Secession (die 1897 von Gustav Klimt und anderen Künstlern gegründete Künstlervereinigung wurde in Wien ein Synonym für Jugendstil) gedämpft Eingang in sein Wirken fanden. Obwohl in der Spätära des Jugendstils entstanden, ist die 1914 zusammen mit dem Gebäudekomplex fertig gestellte Ankeruhr als ein Gesamtkunstwerk zu betrachten. Damit hat sich der heute in der Öffentlichkeit fast vergessene Franz von Matsch einen namhaften Platz in der Kunstgeschichte Wiens geschaffen.

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