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Helvetia erreicht Schuldsprüche mit Freiheitsstrafen gegen Versicherungsbetrüger

Der strafrechtliche Prozess um den millionenschweren Versicherungsbetrug von ehemals selbständigen Versicherungsmaklern hat heute mit drei Schuldsprüchen gegen die Angeklagten geendet. Zur Anzeige wurde der Fall 2009 von der Helvetia Versicherung gebracht, der im Zuge ihrer üblichen Vertragsüberprüfung Ungereimtheiten aufgefallen waren. Die Hauptangeklagte wurden wegen gewerbsmäßig schweren Betrugs zu viereinhalb Jahren unbedingter Haft, der Nebenangeklagte zu drei Jahren Haft (ein Jahr davon unbedingt) verurteilt. Weiters wurde Helvetia ein Schadenersatz von über 4,2 Mio. Euro zugesprochen. Die Angeklagten meldeten Rechtsmittel an, das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig. Gegen den Vermittler des Geschäftes, und die in die Abwicklung des Pyramidensystems involvierten Firmen GLG und GTG hat Helvetia bereits ein zivilrechtliches Verfahren geführt und vollinhaltlich gewonnen.
21.07.2014

Der 2009 von Helvetia bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebrachte Versicherungsbetrug des Versicherungsvermittlers sowie den Verantwortlichen der Firmen Gold Lion Group (GLG) und Gold Tiger Group (GTG),  wurde
heute mit drei Schuldsprüchen wegen gewerbsmäßig schwerem Betrug im Wiener Straflandesgericht beendet. Helvetia zeigt sich ob des Ausgangs zufrieden. Burkhard Gantenbein, CEO der Helvetia Versicherung: „Ich halte unsere Anzeige und die Schuldsprüche für ein wichtiges Zeichen, dass in unserer Branche ‚Glücksritter‘ und Betrüger nichts verloren haben. Wir müssen den schwarzen Schafen unter den Maklern entschieden entgegentreten. Unsere seriösen Geschäftsmodelle und Kundenangebote dürfen nicht durch kriminelle Pyramidenspiele unterwandert werden.“

Der Versicherungsvermittler sowie die Firmen Gold Lion Group (GLG) und Gold Tiger Group (GTG) haben in einer Art Pyramidenspiel zwischen 2008 und 2009 fondsgebundene Lebensversicherungen vertrieben. Insgesamt vier selbständige Versicherungsmakler und eine Vielzahl von Subvermittlern waren darin involviert und ergaunerten Provisionen für rund 1.200 Verträge.

Das System hinter dem Pyramidenspiel

Bei Abschluss einer Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 30 Jahren wurde dem Kunden vom Makler versprochen, er müsse nur die erste Monatsprämie bezahlen und fünf weitere potenzielle Kunden nennen, während dafür alle weiteren Prämien vom Makler selbst übernommen werden. Nach fünf Jahren (Ablauf der Stornofrist) könne der Kunde die Versicherung kündigen und erhalte dafür den Rückkaufswert der Lebensversicherung in Höhe von meist über 20.000 Euro. In Wirklichkeit wollten die angeblichen Kunden weder eine Lebensversicherung abschließen, noch konnten sie sich selbstständig die vereinbarten Prämien leisten. Der Versicherung gegenüber wurde jedoch vorgetäuscht, dass es sich um zahlungsfähige und –willige Kunden handeln würde. Das betrügerische System sah jedoch vor, dass der Kunde tatsächlich auch nur die erste Prämie bezahlt. Die weiteren Prämien wurden von den Gesellschaften GLG und GTG übernommen, die hinter den Maklern standen und Bezieher der Provisionen für die Abschlüsse der Lebensversicherungen waren. Die Prämien der Versicherungen wurden somit beinahe ausschließlich aus Provisionen finanziert, die von der Helvetia für den Abschluss weiterer Versicherungen gewährt wurden. Helvetia zahlte sohin mit einem Teil ihrer Provisionen die eigenen Prämien, während der restliche Teil der Provisionen von den angeklagten Maklern in einer Schweizer Gesellschaft veranlagt wurde. Selbst ohne diesen Kapitalabfluss wäre dieses System zum Scheitern verurteilt, weil es einer stetig wachsenden Zahl an neuen Versicherungsverträgen bedarf, um mit den neu entstehenden Provisionen, die bereits bestehenden Prämienverpflichtungen begleichen zu können.


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