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COVID-19

Eine Dienstleistung, die Leben rettet

ERV, die spezialisierte Reiseversicherung von Helvetia, blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden so viele Schadenfälle wie nie zuvor abgewickelt. Der Fall von Guy Luisier, einem Mönch aus dem Wallis, war ganz besonders. Seine Repatriierung aus dem Kongo geschah zu einer Zeit, als der Flugverkehr praktisch stillstand.

4. Oktober 2020, Text: Helvetia, Foto: Helvetia

Bild: Guy Luisier hält Kind auf dem Arm
Guy Luisier und seine Geschichte über ein aussergewöhnliches Leben, eine gefährliche Krankheit und die Liebe zu Afrika.

Wieder zu Hause in der Abtei St. Maurice im Wallis erzählt Guy Luisier seine Geschichte. Seine Rückkehr aus dem Kongo passierte unfreiwillig – es ging um Leben oder Tod. Dank dem mehrtägigen Einsatz der Mitarbeitenden von Medicall, der Notrufzentrale der Europäischen Reiseversicherung ERV, und dem Vermögenszentrum VZ ist Guy Luisier wieder wohlauf.

Wie das Abenteuer im Kongo begann

Das Kloster St. Maurice im Wallis ist bereits 1500 Jahre alt, war aber schon immer offen für universelle Anliegen. So auch als 2010 ein Priester aus der Provinz Kasai im Kongo das Kloster kontaktierte. Die Aufgabe: eine Gemeinschaft zu gründen, ganz nach dem Modell in St. Maurice. Die Schwierigkeit: Die Priester aus dem Kongo beim Aufbau der Gemeinschaft sich selber zu überlassen. Sie brauchten Unterstützung aus St. Maurice. Zu Beginn zwar etwas zögerlich entschied sich Guy Luisier aber dennoch, mit in den Kongo zu reisen. Was anfangs für sechs Monate angedacht war, verlängerte sich auf unbestimmte Zeit. Guy Luisier erinnert sich: «Dieser Moment im März 2012, als ich zum ersten Mal auf dem verlassenen Hügel nahe der Stadt Kananga stand. Wer einmal diesen Sonnenuntergang erlebt hat, wird immer wieder hierher zurückkehren.» Im Kongo half er beim Anbau von Nahrungsmitteln, bei der Eröffnung eines Kindergartens, bei der Übernahme einer Primarschule und beim Einrichten eines Sanitätszentrums. Heute lebt er jeweils sechs bis acht Monate im Kongo und vier bis sechs Monate in der Schweiz.

Ein verhängnisvoller Insektenbiss

Während der Regenzeit im Kongo sind Insekten stark verbreitet. Die Gefahr von Insektenbissen ist dabei keinesfalls zu unterschätzen. Das musste Guy Luisier am eigenen Leib erfahren. Die eigentlich unkomplizierte Behandlung seines Insektenbisses führte zu Komplikationen. Anstelle einer speziellen, antiseptischen Nadel benutzte der Sanitär ein anderes «Instrument». Nach ein paar Tagen entzündete sich die Wunde schmerzhaft. Daraufhin wurden ihm Antibiotika verabreicht. Diese halfen jedoch nicht, im Gegenteil: Guy Luisier verlor die Sicht auf dem linken Auge. In diesem Moment war klar, zur weiteren Behandlung musste er zurück in die Schweiz. Doch bevor die Rega-Maschine vom Flughafen Kinshasa Richtung Schweiz abheben konnte, erlebte Guy Luisier ein Abenteuer, das er mittlerweile als «Odyssee mit rückblickend durchaus amüsanten Momenten» betrachtet.

«Es beeindruckte mich, wie ERV und das VZ gemeinsam mit Medicall trotz schwierigster Bedingungen die Repatriierung ermöglicht haben.»
Guy Luisier

Eine Odyssee mit glimpflichem Ausgang

Im Spital Saint-Georges in Kananga begann das Abenteuer. Trotz Corona war das Zimmer von Guy Luisier immer voll mit Besuchern, die ihm Essen brachten und ihn unterhielten. Danach folgte der Transport an den Flughafen in Kananga in einem Krankenwagen, der gemeingefährlich durch einen Markt brauste. Durch das Tempo und die holprigen Strassen knallte die Hintertür auf und wie im Film musste eine Schwester ihn während fünf Kilometern auf die Bahre drücken während ein Bruder versuchte, die Türe zuzuhalten. Ein kenianisches Flugzeug flog ihn dann nach Kinshasa, wo die Ärzte im Spital immerhin eine Verschlimmerung seines lebensbedrohlichen Zustandes und die Gefahr einer Amputation seines Fusses (Sepsis) verhinderten. Guy Luisier erzählt: «Als mich nach fünf Tagen eine Schweizer Ärztin am Flughafen von Kinshasa in Empfang nahm und mir ein Schweizer Mineralwasser anbot, wurde mir bewusst, welches Glück ich habe». Im Spital in Renens wurde dann sein Fuss operiert, im Blindenspital von Lausanne sein Auge.

Rückkehr in den Kongo

Nach zwei Spitalwochen durfte Guy Luisier wieder nach Hause in die Abtei St. Maurice. Seine Sehnsucht nach dem Kongo liess aber nicht nach und so ist er im Oktober 2020 wieder in den Kongo zurückgekehrt und dies «ganz beruhigt, weil ich weiss, dass ich mich jederzeit auf ERV und Medicall verlassen kann. Ich freue mich auf Afrika, auf meine Brüder und Schwestern.»