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Gemietetes Wohnmobil – die nötigen Versicherungen

Ein spontaner Zwischenstopp, eine Routenänderung, und immer alles dabei: Das macht für die meisten den Reiz von Campingferien aus. Wer kein eigenes Wohnmobil besitzt, hat heute viele Möglichkeiten, diese Freiheit mit einem Mietfahrzeug zu erleben. Was beim Mieten eines Campers zu beachten ist und wie die persönlichen Sachen versichert sind, finden Sie in unseren Tipps.

6. Juli 2021, Text: Hansjörg Ryser, Sandra Biraghi, Foto: iStock

Mann steht neben einem Wohnmobil.
Campingluft schnuppern und Mieten statt Kaufen: Mit diesen Tipps sind Sie mit dem gemieteten Wohnmobil auch für den Schadenfall gut gewappnet.

Wer beschliesst, ein Wohnmobil zu mieten, bekommt in der Regel ausführliche Informationen über die Mietbedingungen, die auch die Versicherung miteinschliessen. Lesen Sie diese genau und befolgen Sie im Schadenfall die Anweisungen aus den Bedingungen. Das gemietete Wohnmobil ist bei Beschädigung und Diebstahl in der Regel durch den Vermieter versichert. Auch der Diebstahl von Zubehör wie Autoradio oder Navi sind gedeckt.

Selbstbehalte und Prämienkosten können teuer werden

Verursachen Sie einen Zusammenstoss, kommt die obligatorische Haftpflichtversicherung des Motorfahrzeugs des Vermieters für die Schäden an Dritten auf. Die Schäden am eigenen Fahrzeug werden über die Vollkasko-Versicherung, sofern vorhanden, gedeckt. Beachten Sie aber, dass Ihnen im Schadenfall Selbstbehalt und Prämienkosten für den Bonusverlust in Rechnung gestellt werden. Das kann rasch ein paar Tausend Franken ausmachen. Darum sollten Sie in Ihrer Privathaftpflichtversicherung neben dem Zusatz «Grobfahrlässigkeitsverzicht» auch einen Zusatz für «Führen fremder Fahrzeuge» haben, welche für diese Kosten aufkommt.

Einbruch ins Wohnmobil

Einbrecher und Diebe machen leider auch vor Ferienhungrigen nicht Halt. Wird das gemietete Wohnmobil aufgebrochen und werden Sachen gestohlen, gilt dies nicht als Einbruch, der über die Hausratversicherung gedeckt ist. Denn diese kommt nur für Schäden auf, wenn bei Ihnen zu Hause eingebrochen wird, oder wenn Sie mit Gewalt oder Gewaltandrohung ausgeraubt werden. Beim Einbruch in den Camper handelt es sich um einen «Diebstahl auswärts», der mit dem entsprechenden Zusatz versichert sein muss.

Fürs Gepäck – aber nicht für Bargeld oder Kreditkarten

Auch das übrige Reisegepäck und wertvollere Gegenstände wie Kameras, Handys und Laptops und gar E-Bikes sind in der Regel weltweit über den Zusatz «Diebstahl auswärts» in der Hausratversicherung mitversichert. Achten Sie vor der Abreise darauf, dass die Diebstahlsumme ausreichend hoch ist, insbesondere, wenn Sie beim Campen mehr dabeihaben als auf einer anderen Reise. Bei E-Bikes mit gelben Nummernschildern, also mit Tretunterstützung bis 45 km/h, brauchen Sie einen speziellen Zusatz zur Hausratversicherung oder allenfalls eine Teilkasko-Versicherung.

Wichtig zu wissen: Nicht versichert ist der einfache Diebstahl von Geldwerten wie Bargeld oder Kreditkarten. Entwendete Kreditkarten sollten Sie sofort sperren lassen. Erst von da an haftet die Kreditkartenfirma für allfälligen Missbrauch.

Im Schadenfall sofort reagieren

Bei einem Schadenereignis sollten Sie umgehend reagieren: Informieren Sie bei einem Zwischenfall mit dem Fahrzeug Ihre Vermieterin oder Ihren Vermieter gemäss den Mietbedingungen. Bei einem Diebstahl sollten Sie sogleich Anzeige erstatten und die Versicherung informieren. Liegt ein versichertes Ereignis vor, wird die Versicherung die Wiederbeschaffung eines gleichwertigen Ersatzes bezahlen, abzüglich des Selbstbehaltes.

Schützen Sie, was Ihnen wichtig ist.

Die Hausratversicherung versichert Ihre beweglichen Gegenstände in den eigenen vier Wänden zum Neuwert. Zusatzdeckungen erweitern diesen Schutz. So ist Ihr Hab und Gut auch bei Reisen mit dem Wohnmobil gedeckt.