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  • Stürmische Zeiten

    03.08.2021
    Hitzewellen, Starkregen, Hagel und Orkane – selten haben wir so viele extreme Wetterphänomene wie in diesem Jahr erlebt. Was diese mitunter anrichten können, sehen wir tagtäglich in den Abendnachrichten. Doch wie können wir uns am besten auf mögliche Unwetterschäden vorbereiten?
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Stürmische Zeiten

03.08.2021
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Hitzewellen, Starkregen, Hagel und Orkane – selten haben wir so viele extreme Wetterphänomene wie in diesem Jahr erlebt. Was diese mitunter anrichten können, sehen wir tagtäglich in den Abendnachrichten. Doch wie können wir uns am besten auf mögliche Unwetterschäden vorbereiten?

Kommt ein Sturm auf, ziehen wir uns gerne in unsere schützenden vier Wände zurück. In Sicherheit ausharren bis sich das Wetter gebessert hat, lautet der Plan. Währenddessen stellen draussen jedoch herumfliegende Dachziegel und lose Gegenstände eine Gefahr dar: Je nach Windstärke können auch umstürzende Bäume zum Problem werden. Der Sturm, so die Definition von Winden mit Geschwindigkeiten ab 75 km/h, gehört zu den versicherten Elementarereignissen.

Gut gerüstet vor dem Sturm

Ein Wetteralarm auf dem Mobiltelefon warnt vor starkem Wind und Sturm. Um Schäden und Unfälle zu vermeiden, sollten Sie bei der Ankündigung eines Unwetters einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. Mit dieser Checkliste machen Sie Haus und Garten auch in letzter Minute noch sturm- und wetterfest.

Haus vor Wasser-, Hagel- und Sturmschäden schützen

  • Fenster und Türen schliessen
  • Sonnenstoren einziehen, Fensterstoren hochziehen
  • Latten, Bretter und lose montierte Gegenstände an der Fassade absichern oder demontieren
  • Fahrzeuge in der Garage abstellen
  • Fenster- und Türöffnungen abdichten
  • Entwässerungspumpe für Überschwemmungen im Gebäudeinneren parat halten
  • Elektrische Geräte vom Stromnetz nehmen
  • Strom im Keller abschalten (Kurzschlussgefahr bei möglicher Überschwemmung)

Garten vor Schäden schützen

  • Lose Gegenstände, Gartenmöbel oder schwere Pflanzenkübel festbinden, mit Gewichten beschweren oder mit einer Schutzplane abdecken
  • Topfpflanzen, Spiel- und Gartengeräte sowie Deko-Elemente im Haus verstauen
  • Bäume und Sträucher anbinden
  • Trampoline abbauen

Richtiges Verhalten während des Unwetters

Bei starkem Unwetter können Menschen leicht durch Bäume, herabfallende Dachziegel oder umherfliegende Gegenstände verletzt werden. Darum ist es – neben unserem Hab und Gut – auch für uns wichtig, während des Sturms geschützt zu sein. Folgende Sicherheitsregeln sollten daher beachtet werden:

  • Wenn möglich zeitnah ins Haus begeben und dieses nicht verlassen
  • Falls das Haus von hohen Bäumen umgeben ist: Dachgeschoss sowie Fensterflächen meiden
  • Gerüste, hohe Bäume sowie Strommasten meiden
  • Von Parks, Wäldern, Seen und Flüssen fernhalten
  • Mit Aufräumarbeiten erst nach dem Sturm beginnen

Massnahmen nach dem Unwetter

In regelmässigen Abständen – in jedem Fall aber nach einem starken Unwetter – sollten Sie Haus und Garten auf Sturmschäden überprüfen, um Mängel vorzubeugen. Dach und Fassade sind hierbei am stärksten betroffen. Daher sollte das Dach von einem Dachdecker kontrolliert und fehlende Dachziegel ersetzt werden. Die Befestigung von Solaranlage und Satellitenschüssel sollte überprüft werden, ebenso wie die Stabilität von Vordächern und Vorbauten. Die Befestigungen von Storen und Fensterläden sollten kontrolliert sowie spröde Materialien ausgetauscht werden. Beschädigte Verkleidungen und Befestigungen an der Fassade sollten durch Fachpersonen ersetzt werden.

Ausserhalb Ihres Hauses sollte der Baumbestand überprüft und Bäume und Äste zurückgeschnitten oder im Gefahrenfall entfernt werden. Abwasseranlagen sollten ebenso regelmässig gewartet werden. Dazu muss das Laub aus den Regenrinnen entfernt und Rückstauklappen und Abwasserpumpen kontrolliert werden. Mit diesen Massnahmen sind Sie für das nächste Unwetter optimal vorbereitet.

Hausratversicherung

Kommt es dennoch zu einem Schaden, deckt die Hausratversicherung Elementarschäden am Hausrat ab. Zum Hausrat zählen alle beweglichen, persönlichen Gegenstände und auch Haustiere. Der Hausrat ist an dem Ort versichert, der bei Versicherungsabschluss angegeben wurde und in der Police aufgeführt ist. Die einzelnen Gegenstände können sich im Haus, im Gartenhaus auf demselben Areal oder in der Garage befinden.

Gut zu wissen: Auch ausserhalb des versicherten Standorts besteht Versicherungsschutz. Stellt jemand beispielsweise sein Fahrrad am Bahnhof ab und wird dieses bei einem Unwetter beschädigt, deckt die Hausratversicherung den entstandenen Schaden.

Zusatz für die Gebäudeumgebung

Die Gebäudeumgebung (zum Beispiel Pflanzen, Swimming-Pools oder ein Gartenhaus auf dem gleichen Areal) kann über einen Zusatz in den Hausrat eingeschlossen werden. Wichtig zu wissen ist, dass der Inhalt des Gartenhäuschens mit dem Hausrat versichert ist. Das Gartenhäuschen selber aber muss in die Zusatzversicherung «Gebäudeumgebung» mitaufgenommen werden. Falls es sich auf einem anderen Areal befindet, muss eine separate Versicherung dafür abgeschlossen werden.

Schäden am Gebäude

Die Kantone Genf, Tessin, Appenzell Innerrhoden und Wallis sind die einzigen vier Kantone, in denen die Gebäudeversicherung nicht obligatorisch ist. In den Kantonen Uri, Schwyz und Obwalden ist die Gebäudeversicherung vorgeschrieben, wird jedoch nicht über die kantonale Gebäudeversicherung, sondern über Privatversicherungen abgeschlossen. Kommt es also zu einem Schaden am Gebäude selbst, springt in den meisten Kantonen die kantonale Gebäudeversicherung in die Bresche. In der Fachsprache nennt sich die Deckung «Elementarschäden infolge von Naturereignissen». Darunter fallen auch Sturmschäden. Die Elementarschadenversicherung übernimmt die Kosten der Schäden. Wichtig für die Besitzer ist es, dass das Gebäude regelmässig geschätzt wird, damit keine Unterversicherung besteht.