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Welche Versicherung zahlt bei Vandalismus?

Was tun, wenn jemand die Hauswand mit Graffiti verschandelt? Oder wenn Fussballfans auf dem Weg zum Stadion den Vorgarten demolieren? Pius Valier, Kommandant Stadtpolizei St. Gallen, und Romano Simeon, Ressortleiter Sach Schaden bei Helvetia, geben Auskunft über Tendenzen und Massnahmen.

8. Februar 2013, Text: Olivia Valier, Fotos: iStockphoto

Ein Spezialist entfernt Graffitis vom Boden.
Kunst oder Sachbeschädigung? Wer die Sprayereien auf seinem Privatgrund nicht mag, sollte Anzeige erstatten.

Graffiti: sofort Anzeige erstatten

Heute stellt sich diese Frage nicht mehr. Wenn eine Sprayerei vom Geschädigten angezeigt wird, geht die Polizei dem Fall nach. «Leider ist die Chance, dass ein Täter gefasst wird, relativ gering», sagt Pius Valier, Kommandant der Stadtpolizei St. Gallen. «Wir raten den Betroffenen trotzdem, Anzeige zu erstatten, da die Fälle manchmal aufgrund wiederkehrender Merkmale aufgedeckt werden können.» Ertappt die Polizei den Vandalen in Flagranti, kann er sofort identifiziert werden. Falls nicht, ist sie auf eine Anzeige angewiesen, um reagieren zu können. Die Polizei rät aber in jedem Fall, den Schaden möglichst schnell zu beseitigen, um keine weiteren Verunreinigungen zu provozieren.

Alkohol, Lärm und Littering

Derzeit stellen aber nicht Sprayereien die grössten Herausforderungen dar. «Uns beschäftigen vor allem Probleme wie Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen, das Verhalten alkoholisierter Jugendlicher und damit zusammenhängende Sachbeschädigung oder Lärmbelästigung und Littering», erklärt Pius Valier. Stark von Vandalismus betroffen seien öffentliche Verkehrsmittel, in denen Sitze aufgeschlitzt und besprayt oder Fenster zerkratzt werden. Die Taten entstünden oft aus einer Gruppendynamik heraus: «Die meisten Mitglieder solcher Szenen sind Mitläufer und fühlen sich in der Anonymität der Gruppe geborgen und stark», weiss Pius Valier. Der Schlüssel zum Erfolg sei deshalb die Deanonymisierung: «Wenn ein Einzelner aus der Gruppe genommen wird, ist er plötzlich verloren.» Für diese Methode setzt die Polizei wir gezielt Jugendpolizisten oder im Fussball Szenenkenner ein, welche die Gruppe und deren Mitglieder kennen.

Wer haftet bei Sachschäden?

Schon fast regelmässig finden Demonstrationen und Veranstaltungen statt, bei denen es zu Sachbeschädigungen kommt. Die Bewilligungsbehörde kann die Veranstalter zwar mit strikten Auflagen belegen, verbieten kann sie Veranstaltungen jedoch kaum. Kommt es dann zu Sachbeschädigungen, haften weder Behörde noch Veranstalter. Kann die Täterschaft nicht ermittelt werden, muss der Geschädigte den Schaden selber tragen; es sei denn, er hat einen entsprechenden Versicherungsschutz eingekauft.

Eigentum gegen Vandalismus schützen

Helvetia bietet seit einiger Zeit Versicherungsprodukte mit sogenannten all-risks-Bausteinen an. «Damit kann man sein Eigentum gegen eine bescheidene Mehrprämie auch gegen Vandalismus und böswillige Beschädigungen schützen», erklärt Romano Simeon, Ressortleiter Sach Schaden bei Helvetia. «Selbstverständlich regressieren wir auch auf die Täterschaft, wenn diese von der Polizei ermittelt werden kann.»

Fahndung und erzieherische Massnahmen

Im Umfeld von Sportveranstaltungen ist derzeit das Problem des Vandalismus und Hooliganismus stark ausgeprägt. In St. Gallen werden Delinquenten mit festen oder mobilen Videokameras beobachtet und identifiziert. Hier kommt das sogenannte «Schnellverfahren» zum Zug. Polizeikommandant Pius Valier erklärt: «Der Staatsanwalt hat in diesen Fällen 48 Stunden Zeit, eine Person festzuhalten und den Fall zu bearbeiten. Auch aus erzieherischen Gründen versucht man nach Möglichkeit, die 48 Stunden auszuschöpfen.»

Kommt nun die Privathaftpflichtversicherung eines gefassten Randalierers für die Reparaturkosten von eingeschlagenen Scheiben oder demolierten Autos auf? Romano Simeon stellt klar: «Absichtlich verursachte Beschädigungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Täter müssen für die von ihnen angerichteten Schäden selber aufkommen. Gewalt und Vandalismus werden von uns verurteilt, nicht unterstützt.»

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