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Rechtsschutz-​Tipp #4: Fluggepäck verloren – was nun?

Ferien sind zum Erholen da. Damit ist aber schlagartig Schluss, wenn das Gepäckband am Zielflughafen die Koffer nicht rausrückt. Was nun? Die Experten von Coop Rechtsschutz geben Tipps zum entspannten Ferienstart.

15. April 2014, Text: Ioannis Martinis

Verlorener Koffer auf Gepäckband am Flughafen

Weihnachten in La Palma geniessen, entspannen und einfach mal nichts tun – so hat sich das Ehepaar S. seine Ferien vorgestellt. Der Flug nach Santa Cruz war angenehm, und schnell war auch das Förderband für die Gepäckausgabe gefunden. Ein Koffer nach dem anderen schunkelte am Ehepaar S. vorbei – nur ihre Gepäckstücke nicht.

Da standen die beiden nun einzig mit den Kleidern, die sie fürs Reisen angezogen hatten, und ein bisschen Handgepäck. Duschgel und Shampoo, Medikamente, Kontaktlinsen, Taucherbrille, Badehose und überhaupt die ganzen restlichen Kleider und Schuhe waren unauffindbar.

Gepäck flog zurück in die Schweiz

Was danach folgte, war eine Odyssee: Gepäckverlust anmelden, Formulare ausfüllen, Telefonate mit verschiedenen Behörden, dem Flughafen, der Airline, in die Schweiz und mit dem Reisebüro. Fazit war, dass die Gepäcksstücke zwar den Weg nach La Palma gefunden hatten, von dort aber aus unerfindlichen Gründen wieder zurück in die Schweiz geflogen wurden. Unsere Versicherten mussten schliesslich alles Notwendige – plus einen Koffer für den Rückflug – am Ferienort neu einkaufen.

Entschädigung geltend machen

Wie sieht die Rechtslage aus? Grundsätzlich muss am Zielort der Lost & Found-Schalter aufgesucht werden. Dort kann der Verlust des Gepäcks angemeldet werden. Nur mit Vorlage eines von Lost & Found ausgestellten Formulars ist es überhaupt möglich, später eine Entschädigung geltend zu machen. Die Entschädigung muss direkt bei der entsprechenden Fluggesellschaft angemeldet werden. Für besondere Auslagen müssen Zahlungsquittungen vorgelegt werden können.

Coop Rechtsschutz hat vorerst versucht, mit der Fluggesellschaft eine Einigung zu finden. Ziel war, den entstandenen Schaden erstattet zu bekommen. Dazu haben unsere Versicherten eine Liste aller neu eingekauften Utensilien zusammengestellt und die Quittungen beigelegt. Zudem wurde ein pauschaler Unkostenbeitrag für Umtriebe und Telefonkosten dazugerechnet.

Warten, warten, warten …

Leider kann sich die Bearbeitung solcher Fälle sehr lange hinziehen – unter Umständen über mehrere Monate. Die Antwort der Fluggesellschaft liess genau dies vermuten. Coop Rechtsschutz hat deshalb einen Auskauf in Erwägung gezogen, also den Schaden beglichen, anstatt ihn bei der Gegenpartei einzufordern. Die Versicherten waren sofort damit einverstanden. Sie hatten genug von dieser ganzen Geschichte und wollten das Ganze einfach nur noch abschliessen.

Autor Ioannis Martinis

Der Autor

Ioannis Martinis ist seit 2009 bei der Coop Rechtsschutz im Rechtsdienst tätig. Er arbeitet als Jurist am Hauptsitz der Coop Rechtsschutz AG in Aarau. Zu seinen Spezialgebieten gehören das Internet- und Immaterialgüterrecht.

In der Serie «Alles, was Recht ist!» bloggen die Juristen von Coop Rechtsschutz über aktuelle Fälle und geben nützliche Tipps rund um Rechtsfragen im Alltag. Die Helvetia arbeitet seit rund zwanzig Jahren mit Coop Rechtsschutz als eigenständige Partnerin zusammen.

www.cooprecht.ch

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