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Rechtsschutz-​Tipp #8: Hotel­buchung storniert – Wer zahlt?

Das Ehepaar P. wollte einen Kurzurlaub in Florenz verbringen. Leider aber musste die Buchung – kaum bezahlt – gleichentags wieder storniert werden. Muss man in einem solchen Fall die Hotelkosten trotzdem bezahlen? Die Experten von Coop Rechtsschutz wissen Rat.

18. September 2014, Text: David Iselin, Foto: Rob Smith

Helvetia bietet Reiseversicherungen gegen Hotelstornierungen.
Für das Ehepaar P. blieb Florenz ein unerfüllter Traum.

Kaum hatte Silvio P. das Buch «Inferno» von Dan Brown zur Seite gelegt, war es für ihn beschlossene Sache: Er wollte die Schauplätze der spannenden Geschichte vor Ort ansehen. Ohne lange zu überlegen, buchte er via Internet für sich und seine Frau einen Kurzurlaub in Florenz. Die Übernachtung im Mittelklassehotel kostete 329 Euro. Silvio P. beglich diesen Betrag gleichentags direkt mit seiner Kreditkarte.

Erst nach der Buchung und Bezahlung des Hotels telefonierte er mit seiner Frau. Sie arbeitet als Teilzeitangestellte in einem industriellen Betrieb. Die anfängliche Freude von Frau P. verflog rasch: Am besagten Tag hatte sie einen Arbeitseinsatz, den sie nicht verschieben, geschweige denn absagen konnte. Die Reise nach Florenz liess sich also nicht realisieren. Herr P. stornierte die Hotelbuchung noch am selben Tag. Vom Hotel erhielt er aber postwendend die Antwort, dass das Storno so kurzfristig nicht akzeptiert würde und der Betrag zu 100 Prozent belastet werde.

Silvio P. wollte diesen Bescheid so nicht akzeptieren und kontaktierte die Experten von Coop Rechtsschutz. Leider konnten ihm die Juristen keinen besseren Bescheid geben. Nur wenn die Vertragsbedingungen spezielle Rücktrittsregelungen vorsehen, kann eine Hotelbuchung kostenlos storniert werden. Es kommt also grundsätzlich auf den jeweiligen, individuellen Beherbergungsvertrag an. Bei Familie P. sah der Vertrag keine besonderen Regelungen vor.

Mit etwas Glück müssen Herr und Frau P. die Übernachtung aber dennoch nicht bezahlen. Dies wäre dann der Fall wenn das Hotelzimmer für die gebuchte Nacht anderweitig vergeben werden könnte. Das Hotel ist jedoch nicht verpflichtet, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um das Zimmer neu anzubieten. Dies umso mehr, als der Betrag bereits zum Zeitpunkt der Buchung bezahlt wurde – unabhängig davon, ob die Gäste die geplante Reise tatsächlich antreten und im Haus übernachten. Sofern die Betroffenen vorgängig eine Reise- bzw. Annullationskostenversicherung abgeschlossen haben, kann als letzte Möglichkeit geprüft werden, ob diese für die Kosten aufkommt.

Autor David Iselin

Der Autor

David Iselin ist seit 2007 bei der Coop Rechtsschutz im Rechtsdienst tätig. Er verfügt über den Bachelor of Science in Business Law und arbeitet als juristischer Sachbearbeiter am Hauptsitz in Aarau. Zu seinen Spezialgebieten gehören das Vertrags- und Strassenverkehrsrecht.

In der Serie «Alles, was Recht ist!» bloggen die Juristen von Coop Rechtsschutz über aktuelle Fälle und geben nützliche Tipps rund um Rechtsfragen im Alltag. Helvetia arbeitet seit rund zwanzig Jahren mit Coop Rechtsschutz als eigenständige Partnerin zusammen.

www.cooprecht.ch

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