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Rechts­schutz-​Tipp #9: Scheiben freikratzen – reicht ein Guckloch?

Es ist ein bekanntes Problem im Winter: Man ist spät dran, muss dann erst das Auto freikratzen – das nervt. Viel schneller geht es, wenn man nur ein Guckloch auf der Frontscheibe freikratzt. Dachte sich jedenfalls Urs B. – und kassierte prompt eine Busse. Ist er wirklich im Unrecht? Die Experten von Coop Rechtsschutz klären auf.

10. Dezember 2014, Text: Christine Wernli, Foto: iStock

Jemand kratzt mit Eiskratzer eine Autoscheibe frei.
Die Scheiben nicht sauber von Schnee und Eis zu befreien kann teuer werden!

«Ich fand es einfach nur mühsam! Ich war eh zeitlich etwas zu spät dran und fühlte mich gestresst. Dann auch noch alle Fensterschreiben meines Autos vom Eis zu befreien, war mir einfach zu viel», erzählt Urs B. am Telefon. «Deshalb habe ich einfach ein paar Gucklöcher freigekratzt. Das hätte doch wirklich ausgereicht!» Die Polizei, die ihn kurz später kontrollierte, war aber anderer Meinung: Urs B. kassierte eine Busse und einen Führerscheinentzug.

Und tatsächlich, hier ist die Rechtslage klar: Wer nur ein paar Gucklöcher freikratzt und losfährt, handelt grobfahrlässig. Die Sicht ist eingeschränkt; unser Versicherungsnehmer hat sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Es handelt sich dabei um eine mittelschwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. A SVG (Strassenverkehrsgesetz), wobei der Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen werden muss. Daneben wird er auch mit einer Busse bestraft.

Immerhin konnten wir unserem Versicherten aufgrund der Versicherungsbedingungen die Verfahrenskosten zurückerstatten, die mit dem Fall zusammenhängen. Und wir konnten ihn beraten und dafür sensibilisieren, sein Fahrzeug künftig erst in absolut fahrtauglichen Zustand in den Verkehr zu bringen. Das heisst für Eis und Schnee im Winter:

  • Alle Scheiben und Rückspiegel müssen schnee- und eisfrei sein.
  • Auch die Scheinwerfer, Rücklichter und Blinker müssen gereinigt sein.
  • Selbst auf dem Autodach und auf der Motorhaube darf kein Schnee mehr liegen.
Autorin Christine Wernli

Die Autorin

Christine Wernli ist Juristin und seit 2010 Leiterin des Front Teams. Sie arbeitet am Hauptsitz der Coop Rechtsschutz AG in Aarau.

In der Serie «Alles, was Recht ist!» bloggen die Juristen von Coop Rechtsschutz über aktuelle Fälle und geben nützliche Tipps rund um Rechtsfragen im Alltag. Die Helvetia arbeitet seit rund zwanzig Jahren mit Coop Rechtsschutz als eigenständige Partnerin zusammen.

www.cooprecht.ch

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