Cookie Disclaimer

Helvetia verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service bieten, sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz und über Cookies

  • Mich interessieren
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Leider haben wir keine passenden Einträge gefunden.
    Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular










Expertentipps
Privatkunden

Vorsorge für Familien: Was sich mit Kindern ändert

Damit das Familienglück nicht von plötzlichen Geldsorgen getrübt wird, sollten werdende Eltern ihre berufliche Vorsorge nicht vergessen. Helvetia-Experte Reto Kleiner erläutert, worauf es bei der Gründung einer Familie ankommt, um im Falle von Invalidität oder Tod und im Alter nicht vor finanziellen Problemen zu stehen.

11. Juni 2015, Text: Philipp Schüpbach, Foto: stm / photocase

Ein kleiner Junge sitzt auf den Schultern seines Vaters.
Viele wünschen es sich: Das Familienglück geniessen, ohne sich um die finanzielle Zukunft sorgen zu müssen.

Frischgebackene Eltern entscheiden sich immer häufiger dafür, dass einer oder beide Partner in einer Teilzeitanstellung weiterarbeiten. Welche Auswirkungen hat dies auf ihre berufliche Vorsorge?

Diejenige Person, welche das Arbeitspensum reduziert, vermindert damit auch ihre Vorsorgeleistungen. Wird sie infolge einer Krankheit oder eines Unfalls invalid oder stirbt, fallen die Leistungen der Pensionskasse geringer aus, weil der versicherte Lohn nicht mehr dem vorigen Level entspricht. Davon ist auch das Altersguthaben betroffen; man hat nicht mehr Anspruch auf eine Pension in der gleichen Höhe wie zuvor.

Wie kann verhindert werden, dass aus dieser Situation eine Unterdeckung in der beruflichen Vorsorge entsteht?

Verhindert werden kann dies nicht, jedoch gibt es Möglichkeiten, das entstandene Loch durch eine alternative Lösung zu stopfen. Wer noch Einkaufspotenzial in die Pensionskasse hat, kann dies nutzen, um die Lücke beim Altersguthaben zu decken. Solche Einkäufe sind eine interessante Option, weil sie vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können.

Alternativ bietet sich die Säule 3a an, um für das Alter zu sparen und sich zugleich gegen die Risiken Erwerbsunfähigkeit und Tod abzusichern. Dies kann zum Beispiel mit einer steuerprivilegierten Fondspolice wie dem Helvetia Performanceplan gemacht werden. Eine weitere Möglichkeit wäre der Helvetia Garantieplan, welcher ebenfalls in weltweite Märkte investiert, aber einen Kapitalschutz beinhaltet.

Wie sieht die Situation aus, wenn sich ein Partner vollständig aus dem Erwerbsleben zurückzieht, um sich um die Kinder zu kümmern?

Dann hat die Person sowohl im Falle von Invalidität oder Tod wie auch im Alter nur noch Anspruch auf Leistungen aus der 1. Säule – also der IV beziehungsweise AHV. Einzig ein allfälliges Freizügigkeitskapital aus der 2. Säule, welches zum Zeitpunkt des Rückzuges aus dem Erwerbsleben hinterlegt wurde, kann zusätzlich zu den Leistungen der 1. Säule bezogen werden.

Worauf sollte bei einem Wiedereintritt in die Berufstätigkeit geachtet werden?

Wichtig ist, dass ein allfälliges Freizügigkeitskapital wieder in die neue Pensionskasse eingebracht wird. Ausserdem sollte man auf allfällige Überversicherungen achten und diese wo möglich anpassen, beispielsweise bei Erwerbsunfähigkeitsrenten oder dem Unfalleinschluss in der Krankenversicherung. Mit etwas Augenmerk können die bezahlten Prämien optimal investiert werden.

Was müssen Alleinerziehende unbedingt berücksichtigen, um ihren Versicherungsschutz zu sichern und Alterskapital aufbauen zu können?

Tendenziell ist bei dieser Personengruppe das Budget sehr knapp. Da gilt es, eine detaillierte Sparplanung zu machen: In welchem Zeitraum, durch welche Anlageform und mit wie viel Investitionsvolumen will und kann ich meine Vorsorge aufbauen? Dabei muss man nicht nur das Alterssparen im Auge behalten, sondern auch die Risiken Invalidität und Tod.

Werdende Mütter machen sich auch Gedanken über den Einfluss des Mutterschaftsurlaubs auf ihre berufliche Vorsorge. Wie ist diese während der Babypause geregelt?

Ist eine werdende Mutter zum Zeitpunkt der Geburt Arbeitnehmerin, so erhält sie via Erwerbsersatzordnung (EO) beziehungsweise Mutterschaftsentschädigung (MSE) einen Lohnersatz. Sie bleibt während dieser Zeit in der beruflichen Vorsorge versichert und hat entsprechend auch Anspruch auf Leistungen der Pensionskasse.

Was gilt es zusätzlich Wichtiges zu beachten bezüglich der zweiten Säule, wenn man Kinder bekommt?

Die 1. und die 2. Säule sehen Leistungen für Kinder vor. Wird ein Elternteil invalid, erhalten sie Kinderrenten, im Todesfall Waisenrenten. Die Leistungen sind deshalb besser, wenn man Kinder hat. Unter Umständen können dadurch sogar andere Versicherungspolicen wegen Überdeckung reduziert oder annulliert werden. Die Kinder selbst sind gegen Invalidität jedoch sehr schlecht versichert. Eltern wie auch die Vorsorgeberater müssen sich deshalb unbedingt diesem Thema annehmen. Mit einer monatlichen Investition von ca. 60 Franken kann man das Risiko sinnvoll abdecken.

Ich empfehle bei Familiengründung immer, eine seriöse Analyse durch eine Fachperson machen zu lassen. Eine solche Beratung – am besten mit Grafiken unterlegt – ist ein gutes Fundament, um vernünftige und nachhaltige Entscheide fällen zu können. Bei Helvetia wendet man sich am besten an eine General- oder Hauptagentur in der Nähe.

Reto Kleiner

Reto Kleiner

Reto Kleiner ist Leiter Key Account Management für den Bereich Private Vorsorge. Er arbeitet am Hauptsitz der Helvetia Schweiz in Basel.

Diese Seite weiterempfehlen
Bitte überprüfen Sie Ihre Verbindung

Weitere Stories