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Kollision mit Wild­tieren: Wie kann man vor­beugen?

Schnell ist es passiert: Noch ehe man es realisiert, rennt das Reh vor die Kühlerhaube. Was tun bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren? Helvetia-Experte Peter Plachel weiss Rat.

25. März 2015, Interview: Philipp Schüpbach, Foto: iStock

Ein Wildtier läuft unerwartet über die Strasse und schnell ist ein Unfall geschehen.
Wildtiere, die unvermittelt die Strasse überqueren, führen immer wieder zu Unfällen.

Im Strassenverkehr sind Kollisionen mit Wildtieren keine Seltenheit. Jährlich werden in der Schweiz rund 20'000 solcher Unfälle gemeldet. Welche Möglichkeiten gibt es, sich gegen Schäden aus Wildunfällen zu versichern?

Mit dem Abschluss einer Kaskoversicherung können Sachschäden am Fahrzeug bei Kollisionen mit Tieren ‒ ob Haus- oder Wildtier ‒ versichert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Teilkaskoversicherung nur für Schäden aufkommt, wenn tatsächlich ein Zusammenstoss mit einem Tier stattfindet. Schäden am Fahrzeug, die durch blosse Ausweichmanöver entstehen, sind dagegen über die Teilkaskoversicherung nicht gedeckt. Solche Schadenfälle können nur über den Abschluss einer Vollkaskoversicherung abgedeckt werden.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Versicherung im Schadenfall bezahlt?

Bei einer Kollision mit einem Wildtier muss der Lenker dafür sorgen, dass die zuständigen Organe, das heisst die Polizei oder der Wildhüter, über das Ereignis ein Protokoll aufnehmen. Unterlässt er dies, ist der Schadenfall nur gedeckt, wenn eine Vollkaskoversicherung besteht.

Wie kann man als Automobilist Unfälle mit Wildtieren am besten vermeiden?

Viele Unfälle lassen sich durch erhöhte Vorsicht auf besonders gefährdeten Strecken vermeiden, beispielsweise entlang von Waldrändern. Wer bremsbereit ist, die Strassenränder im Auge behält und langsam fährt, reduziert die Gefahr bereits deutlich. Immer lassen sich Kollisionen aber nicht verhindern. Auch wer korrekt fährt und schnell reagiert, kann betroffen sein von einem Zusammenstoss.

Ein Wildunfall kann folglich jedem passieren. Wie soll man sich im Falle einer Kollision verhalten?

Zunächst muss das Fahrzeug angehalten und der Warnblinker eingeschaltet werden. Dann soll der Lenker die Unfallstelle mit einem Pannendreieck sichern, damit Folgeunfälle verhindert werden können. Anschliessend ist über die Telefonnummer 117 die Polizei zu benachrichtigen. Diese bietet die Fachleute auf. Schliesslich muss der betroffene Autofahrer an der Unfallstelle auf die Polizei, den Wildhüter, Jäger oder Tierarzt warten.

Was sollte man in einer solchen Situation keinesfalls tun?

Auf keinen Fall sollte man sich dem Wildtier nähern. Wichtig ist, nicht selber zu versuchen, einem verletzten Tier zu helfen. Die Anwesenheit eines Menschen bedeutet für das Tier grossen Stress und verängstigt es noch mehr.

Riskiert man mit einer Meldung an die Behörden eine Busse?

Nein, sofern die Kollision trotz korrekten Fahrens nicht zu vermeiden war, riskiert man keine Busse infolge der Meldung. Im Gegenteil: Der Fahrer ist verpflichtet, die zuständigen Behörden unverzüglich über einen Wildunfall zu informieren. Unterlässt er dies, macht er sich strafbar und kann gebüsst werden. Wichtig ist, dass die Meldung so schnell wie möglich erfolgt und nicht erst Stunden oder Tage später. Ein verletztes Tier verendet ansonsten qualvoll. Erfolgt die Meldung an die Polizei zu spät, muss man deshalb mit einer Busse rechnen.

Welche Unterschiede gibt es zu Verkehrsunfällen mit Haustieren?

Grundsätzlich gibt es bezüglich Versicherungsdeckung und Verhalten im Kollisionsfall keine Unterschiede zwischen Wild- und Haustieren. Einzig die Meldung an die Behörden kann bei einem Unfall mit einem Haustier weggelassen werden. Voraussetzung ist, dass der Besitzer des Tieres unmittelbar anwesend ist oder informiert wird und dieser das Tier betreuen kann. Als Besitzer eines Haustiers gibt es mit der Helvetia Tierversicherung ausserdem die Möglichkeit, sein Tier gegen Verkehrsunfälle und andere Gefahren zu versichern.

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