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Rechtsschutz-​Tipp #14: Sehschwäche nach Arbeitsunfall – wer zahlt?

Das Auge bei einem Arbeitsunfall verätzt, doch die Unfallversicherung verweigert die Bezahlung? Ein Fall für die Juristen von Coop Rechtsschutz.

15. Oktober 2015, Text: Markus Ganzke, Foto: iStock

Mann hält Brille zum Test vor sein Gesicht.
Darf die Unfallversicherung nach einem Arbeitsunfall die Zahlung verweigern?

Ein Kunde der Coop Rechtsschutz verätzte sich bei einem Arbeitsunfall das rechte Auge. Der Verunfallte berichtete, dass seitdem seine Sehstärke beeinträchtigt sei. Er sehe oft verschwommen und habe ein störendes Blenden. Daraufhin liess er in einer Augenklinik abklären, ob das Auge mittels Laserbehandlung behandelt werden könne. Dabei stellten die Ärzte fest, dass die verschwommene Sicht zum grössten Teil auf das Alter zurückzuführen sei. Wegen der grossen Risiken rieten sie von einer Laserbehandlung ab und empfahlen dem Geschädigten stattdessen eine spezielle Gleitsichtbrille.

Direkter Zusammenhang zum Unfallereignis?

Der Kunde meldete den Fall seiner Unfallversicherung. Diese lehnte die Kostenübernahme für die Brille jedoch ab, da kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zum Unfallereignis gegeben sei.

Coop Rechtsschutz liess die Akten durch ihren beratenden Arzt prüfen. Der Arzt kam ebenfalls zum Schluss, dass die Fehlsichtigkeit Folge des Alterungsprozesses ist. Die Therapie dieses Leidens muss als Krankheit abgerechnet werden und kann nicht der Unfallversicherung in Rechnung gestellt werden. Die Blend-Empfindlichkeit dagegen führte er klar auf die unfallbedingte Verätzung zurück. Sollte eine verdunkelte Brille für den Kunden notwendig sein, so müsse die Unfallversicherung für die Tönung der Gläser aufkommen.

In Absprache mit Coop Rechtsschutz liess sich der Kunde von seinem Optiker schriftlich bestätigen, wie hoch der Kostenanteil für eine Tönung der Gläser ist. Dann liess er sich von der Unfallversicherung eine Kostengutsprache ausstellen, und zwar mit der Begründung, dass die Blend-Empfindlichkeit mit «überwiegender Wahrscheinlichkeit» eine direkte Folge des Arbeitsunfalls sei.

Eine Intervention seitens Coop Rechtsschutz war nicht mehr notwendig. Die Unfallversicherung hat den Teilbetrag zu ihren Lasten übernommen.

Markus Ganzke

Markus Ganzke ist seit 1996 bei der Coop Rechtsschutz AG im Rechtsdienst tätig. Er ist lic. iur., Advokat und Mitglied Kader. Als Experte im Kompetenzzentrum Sozial- und Haftpflichtrecht arbeitet er eng mit dem Case Manager und dem beratenden Arzt zusammen.

In der Serie «Alles, was Recht ist!» bloggen die Juristen von Coop Rechtsschutz über aktuelle Fälle und geben nützliche Tipps rund um Rechtsfragen im Alltag. Helvetia arbeitet seit rund zwanzig Jahren mit Coop Rechtsschutz als eigenständige Partnerin zusammen.

www.cooprecht.ch  

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