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Risiko­sport­arten: Wie versichern?

Wer beim Sport zu viel riskiert, muss mit Leistungskürzungen der Versicherung rechnen. Was sollten Risiko-Sportler bezüglich Versicherung beachten bei Unfall, Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall?

28. Juli 2015, Text: Jan Söntgerath, Foto: Flickr

Basejumper bereitet sich auf den Absprung vor.
Was gilt es bei Risikosportarten und Extremsportarten bezüglich Versicherung bei Unfall, Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall zu beachten?

Wer eine Risiko- oder Extremsportart betreibt, sollte sich stets bewusst sein, ob und inwieweit mögliche Folgen des gefährlichen Hobbys versichert sind. Was viele nicht wissen: Versicherer können die Leistungen im Leistungsfall um bis zu 50 Prozent kürzen, wenn ein sogenanntes Wagnis vorliegt. Darunter fallen gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG) «alle Handlungen, mit denen sich der Versicherte überdurchschnittlich grossen Gefahren aussetzt, ohne Vorkehrungen zu treffen oder treffen zu können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschränken». In besonders schwerwiegenden Fällen kann die Versicherungsleistung sogar vollständig abgelehnt werden.

Versicherungsleistung bis zur Hälfte gekürzt

Die Unfallversicherer unterscheiden im Zusammenhang mit Nichtberufsunfällen zwischen relativen und absoluten Wagnissen. Ersteres umfasst beispielsweise Canyoning oder Schneesport-Aktivitäten abseits markierter Pisten. Zu den absoluten Wagnissen zählen unter anderem Base-Jumping, Motocross-Rennen oder Tauchen in einer Tiefe von mehr als 40 Metern. Da stetig neue risikoreiche Aktivitäten aufkommen, wird die Liste der als Wagnis betrachteten Sportarten und Hobbys regelmässig ergänzt. Helvetia orientiert sich bei der Beurteilung eines konkreten Falls an der gängigen Rechtsprechung. «Ob es tatsächlich zu einer Reduktion der Versicherungsleistung kommt, hängt im Einzelfall auch von den jeweiligen Umständen ab, wie zum Beispiel Wetter, Ausrüstung oder Erfahrung», erklärt Michael Von Wartburg, Produktentwickler Unfall-/Krankenversicherung bei Helvetia.

Ehrlichkeit und Rückfragen beim Versicherer lohnen sich

Häufig klären Versicherungen bereits beim Antrag einer Unfall-, Kranken- oder Lebensversicherung für Einzelpersonen ab, ob der Versicherte Risikosportarten oder riskante Hobbys betreibt. Die persönlichen Angaben werden entsprechend in die Prämienkalkulation einbezogen. «Wichtig ist, die Antragsfragen wahrheitsgetreu auszufüllen und nicht zu verschweigen, dass man eine Risikosportart ausübt. Sonst riskiert der Versicherte, dass der gewünschte Versicherungsschutz nicht besteht», so Von Wartburg. In gewissen Fällen kann es vorkommen, dass ein Risiko von der Versicherung gar völlig ausgeschlossen wird. Für Versicherte lohnt es sich daher abzuklären, ob eine geplante Risikosportart in der bestehenden Unfall- oder Krankenversicherungspolice (Unfallzusatzdeckungen) mitversichert ist. So lässt sich vermeiden, nach einem Unfall von einer ungenügenden Versicherungsdeckung überrascht zu werden.

Gegen alle Eventualitäten gut abgesichert

Wer trotz erhöhtem Risiko den «Kick» sucht, kann sich selbst und seine Familienangehörigen mit verschiedenen Versicherungslösungen gegen die finanziellen Folgen von Unfall, Erwerbsunfähigkeit oder Todesfall absichern:

  • Mit einer privaten Unfallversicherung lassen sich Lücken zur gesetzlichen Kranken- oder Unfallversicherung schliessen. Sie ergänzt nach einem Sportunfall beispielsweise die Kosten für Rettungs- oder Bergungsmassnahmen oder die Heilungskostendeckung.
  • Verletzt sich ein Sportler so schwer, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, gewährleistet eine Erwerbsunfähigkeitsrente durch ein entsprechendes Ersatzeinkommen die Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstandards. Darüber hinaus bietet diese Versicherungslösung Steuervorteile – sowohl in der gebundenen als auch in der freien Vorsorge.
  • Eine Todesfallversicherung ermöglicht Sportlern, ihre Familie, ihren Lebenspartner oder ihre Geschäftspartner im Falle eines tödlichen Unfalls beim Sport finanziell abzusichern. Die vertraglich vereinbarte Summe wird im Todesfall rasch an die Begünstigten ausbezahlt. Auch mit dieser Variante lassen sich Steuern sparen.

Was, wenn es andere erwischt?

Ein Zusammenstoss mit dem Mountainbike oder ein Gleitschirmflieger, der unkontrolliert in ein abgestelltes Fahrzeug kracht – bei Risikosportarten kann es schnell passieren, dass andere Personen oder Gegenstände zu Schaden kommen. Eine Privathaftpflichtversicherung ist daher für Risikosportler unabdingbar. Sie übernimmt nicht nur die unmittelbaren Kosten der geschädigten Drittperson, sondern zahlt beispielsweise auch deren allfälligen Verdienstausfall infolge des Unfalls.

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