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Kai-Peer Diener: «Vorsorge­produkte müssen flexibler werden»

Anstatt sein Geld unters Kopfkissen zu legen und auf bessere Zeiten zu warten, kann man aktiv etwas für seine Vorsorge tun. Helvetia Experte Kai-Peer Diener, Leiter Produktentwicklung Private Vorsorge, nimmt Stellung zu aktuellen Fragen.

7. März 2016, Text: Hansjörg Ryser, Foto: Sergey Nivens, fotolia

Ein Mann zeichnet ein Kurvendiagramm an die Wand.

Können Sie noch gut schlafen?

Kai-Peer Diener: Doch, doch, wieso meinen Sie?

Angesichts der anhaltend rekordtiefen Zinsen sinken die Renditen immer weiter. Damit sinkt auch die Attraktivität von Lebensversicherungen.

Man muss zwischen der nominalen und der realen Verzinsung unterscheiden. Nach Abzug der Teuerung ist das reale Zinsniveau immer noch zumindest positiv.

Dann braucht man sich also keine Sorgen zu machen?

Ökonomisch betrachtet ist die Situation sicher nicht einfach. Trotzdem besteht ein Vorsorgebedarf. Es hilft nicht, sein Geld unters Kopfkissen zu legen. Wir haben mit unseren modernen Produkten, etwa dem Garantieplan, auf diese Situation reagiert und ermöglichen attraktive Renditechancen am Kapitalmarkt, gepaart mit Garantien. Helvetia-Kunden können daher beruhigt schlafen.

Wenn mir aber bei einer Prämie von 100 Franken nach zehn Jahren bloss noch eine Rückzahlung von 93 Franken oder weniger garantiert wird, lege ich mein Geld lieber unter das Kopfkissen.

Gemischte Lebensversicherungen haben noch immer einen unschlagbaren Vorteil gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten. Sie kombinieren in einer Lösung finanzielle Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit oder Tod und einen Sparprozess mit Kapitalgarantien und der Chance auf Überrendite.

Wozu ein anteilgebundenes Produkt; reicht eine konventionelle Lebensversicherung nicht auch?

Möglicherweise. Nur haben Sie mit den traditionellen Produkten nicht so unmittelbar die Möglichkeit, an einer Veränderung der Marktverhältnisse zu partizipieren, etwa bei einem Zinsanstieg.

Bei den anteilgebundenen Lösungen kommt die Garantie aber nicht mehr von der Versicherung, sondern von einer Bank. Da kann ich ja gleich zur Bank.

Eine Versicherung trägt dem Bedürfnis ihrer Kunden nach Sicherheit Rechnung wie niemand sonst im Anlagebereich. Nur die Versicherung kann Sparen und Risikoschutz kombinieren. Wer führt beispielsweise den Sparprozess bei einer reinen Banklösung weiter, wenn Sie invalid werden? Ausserdem bietet keine Bank im Retailgeschäft Garantien über 30 bis 40 Jahre an. Und wenn Sie Depotgebühren, Gebühren für Transaktionen oder Vermögensverwaltung einer Banklösung bedenken, dann sind Versicherungslösungen auch von den Kosten her durchaus konkurrenzfähig.

Auch die Renditeprognosen dürften ins Gewicht fallen. Viele Kunden mit fondsgebundenen Lösungen wurden arg enttäuscht. Besteht nicht das gleiche Risiko bei den modernen, anteilgebundenen Produkten?

Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen sind die Kunden den Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt, was am Ende der Laufzeit problematisch sein kann. Dieses Problem wurde in den modernen, anteilgebundenen Produkten von Helvetia mit der Ablaufgarantie entschärft. Ich bin aber überzeugt, dass auch Lebensversicherungen mit Fondsanteilen ohne Garantie für Kunden mit einem langen Anlagehorizont ein sehr gutes Vorsorgeprodukt sind. Die Flexibilität dieser Produkte bietet die Möglichkeit, die Schwankungen am Ende der Laufzeit aktiv zu reduzieren, etwa durch Beimischen konservativerer Fonds.

Falsche Erwartungen durch Renditeprognosen sind damit aber noch nicht vom Tisch.

Wir möchten auch nicht von Prognosen, sondern von Beispielrechnungen sprechen. Sie illustrieren, wie sich der Wert einer solchen Lebensversicherung unter bestimmten Voraussetzungen entwickelt. Als einer der ersten Anbieter haben wir diese Berechnungen durch das Institut für Versicherungswirtschaft der Uni St.Gallen zertifizieren lassen. Durch diesen Best-practice-Ansatz konnten wir die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Beispielrechnungen deutlich verbessern.

Wohin geht die Reise, wie wird sich die Welt der Lebensversicherungsprodukte von Helvetia weiter entwickeln?

Lebensversicherungsprodukte werden noch modularer und flexibler aufgebaut sein als heute. Aus verschiedenen Anlagebausteinen und Absicherungsinstrumenten lassen sich auf die persönlichen Bedürfnisse der Kunden abgestimmte Lösungen zusammenstellen. Unsere Produkte werden auch in der Verwaltung und Begleitung durch die Kunden selbst über App-Lösungen im Self-Service jederzeit verfügbar sein. Und sie werden jederzeit auf veränderte Lebensumstände angepasst werden können.

Das klingt nach Zauberei. Sind Sie ein Hexenmeister?

(lacht) Keineswegs …

… sondern?

Die Herausforderung liegt neben der Technologie unter anderem darin, die Produkte einfach darstellen zu können und unseren Kunden das Vertrauen zu geben, dass in den Produkten die Qualität steckt, die sie von Helvetia erwarten dürfen. Wir müssen bei einem BMW auch darauf vertrauen, dass Sicherheit und Leistung dem entsprechen, was uns beim Verkauf versprochen wird, ohne dass wir Motor und Konstruktion im Detail kennen und verstehen.

Sie sind auch Pilot. Werden, in der Fliegersprache ausgedrückt, also die Kunden zu Piloten?

Sie sitzen jedenfalls weniger wie typische Passagiere in einem Jumbo. Sie sind individueller unterwegs und können abseits der grossen Routen und Drehkreuze fliegen.

Kai-Peer Diener

Kai-Peer Diener

Kai-Peer Diener (44) ist Leiter Produktentwicklung und -Marketing der Privaten Vorsorge bei Helvetia. Er hat eine Berufspilotenlizenz für ein- und mehrmotorige Flugzeuge und sitzt in seiner Freizeit gerne und regelmässig am Steuerknüppel von Sportflugzeugen. Mit seiner Frau und den beiden Kindern fliegt er unter anderem jeweils zu Verwandten nach Norddeutschland. Der gelernte Physiker und ausgebildete Aktuar ist seit 2005 im Bereich Private Vorsorge bei Helvetia tätig.

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