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Expertentipps
Haftung & Recht
Jugend

Rechtsschutz-​Tipp #16: Wie wehrt man sich gegen Cyber­mobbing?

Cybermobbing an sich ist kein Straftatbestand – einzelne Bestandteile davon aber sehr wohl. Gezielte Beleidigungen, Drohungen oder Blossstellungen im Internet können ernsthafte Folgen für die Opfer, aber auch die Täter haben. Wann genau von Mobbing gesprochen wird und wie sich Betroffene wehren können, zeigen die Experten von Coop Rechtsschutz auf.

15. Juni 2016, Text: Ioannis Martinis, Foto: iStock

Eine junge Frau sitzt mit ihrem Laptop auf dem Bett und schaut nachdenklich ins Leere.
Cyber-Mobbing hat gravierende Folgen für die Betroffenen. Aber wie kann man rechtlich dagegen vorgehen? Der Experte von Coop Rechtsschutz weiss Rat.

Bei Coop Rechtsschutz melden sich vermehrt Personen, die über Online-Plattformen wie Facebook oder Twitter gemobbt werden. Sei es mit Fotos, Drohungen, Beschimpfungen oder der Verbreitung falscher Behauptungen. Eine perfide Mobbing-Methode ist auch der virtuelle Identitätsdiebstahl. Dabei werden unter dem Namen der betroffenen Person Geschäfte getätigt oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen begangen. Studien berichten von einer jährlichen Zunahme solcher Delikte um 40 Prozent. Die Folgen von Mobbing sind für die Gesundheit und die private sowie berufliche Situation der betroffenen Person gravierend – und sich zu wehren ist nicht immer einfach.

Hilfe auf dem steinigen Rechtsweg

Während es für betroffene Jugendliche Unterstützung von der Schule oder spezialisierten Fachstellen gibt, bleibt Erwachsenen meist nur der Rechtsweg. Dieser ist bisweilen steinig. Ein «Cybermobbing-Gesetz» gibt es nicht. Trotzdem bewegen wir uns nicht im rechtsfreien Raum. Sowohl Strafrecht als auch Zivilrecht schützen vor Persönlichkeitsrechtsverletzungen. Bei anonymen Angriffen ist eine Rechtsschutzversicherung jedoch auf die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, damit der Täter überhaupt identifiziert werden kann.

Coop Rechtsschutz unterstützt Cybermobbing-Opfer bei der Strafanzeige und prüft vorab deren Erfolgsaussichten. Ist etwa der Tatbestand der Beschimpfung (Art. 177 StGB) oder der üblen Nachrede erfüllt (Art. 173 StGB)? Hat sich der Täter des Hackings (Art. 143bis StGB) strafbar gemacht oder liegt ein Fall von unbefugter Datenbeschaffung (Art. 143 StGB) vor? Sofern einer oder mehrere Tatbestände erfüllt sein könnten, empfiehlt sich eine Strafanzeige. Wenn der Täter bekannt aber kein strafrechtlicher Tatbestand erfüllt ist, besteht auch die Möglichkeit, stattdessen eine zivilrechtliche Klage wegen Persönlichkeitsrechtverletzung einzureichen.

Bevor es jedoch so weit kommt, reicht es oft, wenn die Rechtsschutzversicherung den Täter abmahnt und rechtliche Schritte androht. Darüber hinaus sollten derartige Social-Media-Einträge oder -Profile bei der entsprechenden Plattform als missbräuchlich «gemeldet» werden. Die Erfahrung von Coop Rechtsschutz zeigt, dass Missbrauchsmeldungen ernst genommen und die persönlichkeitsverletzenden Einträge oder gar ganze Profile meist gelöscht werden.

Autor Ioannis Martinis

Der Experte

Ioannis Martinis ist seit 2009 als Jurist bei der Coop Rechtsschutz im Rechtsdienst tätig und seit 2015 Mitglied des Kaders. Er ist Experte des Kompetenzzentrums für Konsumentenrecht. Zu seinen Spezialgebieten gehören Fälle im Zusammenhang mit Informations- und Kommunikationstechnik sowie Vertrags- und Immaterialgüterrecht.

In der Serie «Alles, was Recht ist!» bloggen die Juristen von Coop Rechtsschutz über aktuelle Fälle und geben nützliche Tipps rund um Rechtsfragen im Alltag. Helvetia arbeitet seit rund zwanzig Jahren mit Coop Rechtsschutz als eigenständige Partnerin zusammen.

www.cooprecht.ch

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