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Vorbezug der 3. Säule: Was gilt es zu beachten?

Sich selbständig machen oder selbstbewohntes Wohneigentum kaufen – das sind nur zwei Fälle, in denen das angesparte Kapital der Säule 3a frühzeitig bezogen werden darf. Welche anderen Möglichkeiten bestehen und was es dabei zu beachten gilt, erläutert Helvetia-Experte Reto Kleiner.

21. Januar 2016, Interview: Jan Söntgerath, Foto: kallejipp / photocase.com

Eine hellblaue Tür mit schwarzem Türklopfer steht einen Spalt breit offen.
Der Traum vom eigenen Haus lässt sich unter anderem mit den Ersparnissen der 3. Säule verwirklichen. Doch was gilt es bei einem Vorbezug zu beachten?

Herr Kleiner, die Ersparnisse der 3. Säule sind grundsätzlich für die Zeit nach der Pensionierung gedacht. In welchen Ausnahmefällen ist ein Vorbezug des Kapitals aus der Säule 3a möglich?

Ein Vorbezug ist möglich für den Erwerb oder die Erstellung von Wohneigentum zum Eigenbedarf, für die Rückzahlung von Hypothekardarlehen oder die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Zudem kann das angesparte Kapital für einen Einkauf in eine steuerbefreite Vorsorgeeinrichtung genutzt werden. Möglich ist zum Beispiel ein Transfer in eine andere Säule 3a oder in die 2. Säule. Zudem kann das Kapital frühzeitig bezogen werden, falls der Vorsorgenehmer eine ganze IV-Rente bezieht und das Invaliditätsrisiko nicht versichert ist.

Was gilt es dabei zu beachten, damit ich steuerlich nicht benachteiligt werde?

Bei jeglicher Kapitalauszahlung aus der Säule 3a wird eine Steuer fällig, jedoch zu einem reduzierten Satz.

Wie oft darf ein Vorbezug geltend gemacht werden?

In den ersten drei oben genannten Fällen alle fünf Jahre. In allen anderen Fällen muss das gesamte Kapital bezogen werden.

Kann ich im Folgejahr nach einem Vorbezug wiederum den Maximalbetrag einbezahlen?

Ja, das ist möglich und auch zu empfehlen.

Muss das frühzeitig bezogene Kapital zurückbezahlt werden, falls beispielsweise die selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben oder Wohneigentum nicht mehr selbst bewohnt wird?

Nein. Diese Regelung greift nur in der 2. Säule, sprich dem BVG, und nur beim Themengebiet Wohneigentum.

Wie sieht es im umgekehrten Fall aus: Können die 3a-Gelder auch erst nach dem regulären Pensionsalter bezogen werden?

Falls jemand weiterhin erwerbstätig ist, kann er bis im Alter von maximal 70 Jahren (bei Frauen liegt die Grenze bei 69 Jahren) steuerwirksam in die Säule 3a einbezahlen und damit die Vorsorge optimieren.

Kann man die 3a-Gelder auch als Selbständiger noch zu einem späteren Zeitpunkt beziehen?

Das benötigte Kapital aus der Säule 3a muss innerhalb eines Jahres nach der Aufnahme der Selbstständigkeit bezogen werden.

Reto Kleiner

Reto Kleiner

Reto Kleiner ist Leiter Key Account Management für den Bereich Private Vorsorge. Er arbeitet am Hauptsitz der Helvetia Schweiz in Basel.

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