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Vom Pisten­rowdy angefahren

Ein Paar Ski in voller Fahrt.
Von einem Pistenrowdy umgefahren: Wie ist man beim Skifahren versichert? Zahlt bei Unfällen die Privathaftpflicht? Die Helvetia-Experten wissen Rat.
Letzen Sonntag waren wir mit unseren Kindern Ski fahren. Nur waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee, die Piste war übervoll und einige Fahrer verhielten sich ziemlich rücksichtslos. Wie sind wir eigentlich versichert, falls eines unserer Kinder von so einem Pistenrowdy angefahren würde?
Gefragt von Claudia M. aus R. 28.02.2014

Roland Bösch
Roland Bösch, Leiter Privatkunden, Helvetia Versicherungen
St. Gallen 05.03.2014

Liebe Frau M.

An einem Sonntag mit besten Schnee- und Wetterverhältnissen herrscht auf den Skipisten oft ein Gewusel wie in einem Bienenstock. Da kann es vorkommen, dass sich die Wintersportler in die Quere kommen und der gemütliche Carver vom rassigen Pistenflitzer angefahren wird.

Auf der Skipiste gilt es, genauso wie im Strassenverkehr, auf die anderen Teilnehmer Rücksicht zu nehmen und sich an Regeln zu halten. Eine gute Empfehlung sind die zehn Verhaltensregeln des internationalen Ski-Verband FIS.

Generell gilt: Wer sich gefährlich verhält und dabei anderen Schaden zufügt, kann zivil- und strafrechtlich belangt werden. Falls also ein Pistenrowdy Ihre Kinder anfährt, können sie ihn anzeigen. Für eine Strafverfolgung braucht es zwingend eine Anzeige des Geschädigten. Ausser es handelt sich um schwere Körperverletzung, dann schreiten die Behörden von sich aus ein – sofern sie über den Unfall informiert wurden.

Die Heilungskosten einer Verletzung sowie ein allfällige Verdienstausfall werden von der Unfall- oder Krankenversicherung übernommen. Diese können einen Teil der Kosten vom Unfallverursacher beziehungsweise von seiner Privathaftpflichtversicherung zurückfordern, wenn ihm grobfahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden kann.

Wer selbst einen Unfall auf der Piste verursacht, ist durch seine Privathaftpflichtversicherung für Forderungen des Geschädigten versichert. Falls der Unfall jedoch durch grobfahrlässiges Verhalten verursacht wurde, also der Verursacher beispielsweise alkoholisiert unterwegs war oder elementare Vorsichtspflichten verletzt hat, kann die Privathaftpflichtversicherung ihre Leistungen drastisch kürzen, so dass der Verursacher schlussendlich den Grossteil des Schadens selbst berappen muss.

Wichtig ist, dass bei einem Unfall auf der Skipiste sofort die Personalien der Beteiligten sowie allfälliger Zeugen festgestellt werden und der Pistendienst sowie bei Personenschaden die Polizei informiert werden.

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