Auf dieser Seite sind Cookies, sowie Cookies von Dritten aktiviert, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung der Internetseiten von Helvetia erklären Sie sich damit einverstanden und stimmen der Datenverarbeitung durch Helvetia zu. Weitere Informationen - auch dazu wie man Cookies deaktiviert - finden sie in den Hinweisen zum Datenschutz.

  • Mich interessieren
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular
Gewinnspiel - Helvetia wird 160

Feiern Sie mit uns und gewinnen Sie tolle Preise.

Jetzt mitmachen
Leserfragen
Privatkunden
Vorsorge & Gesundheit

2. Säule oder Säule 3a – worauf kommt es an?

Ein Mann und eine Frau informieren sich über ihre Vorsorgemöglichkeiten.
Vorsorgen über die zweite Säule oder mit einem 3a-Konto? Helvetia-Experte Reto Kleiner gibt Tipps dazu, welche Möglichkeiten für Junge Sinn machen.
Ich stehe immer noch am Anfang meiner Karriere und möchte wissen, worauf ich bei der Einzahlung in eine 2. Säule oder in die Säule 3a achten muss. Soll ich zuerst in die Säule 3a einzahlen, bevor ich die 2. Säule ausgleiche? Stimmt es, dass durch den demographischen Wandel die PK-Gelder in Gefahr sind und die Umwandlungssätze stark sinken?
Gefragt von Andre T. 16.11.2016

Reto Kleiner
Reto Kleiner, Leiter Key Account Management, Private Vorsorge, Helvetia Versicherungen
Basel 21.11.2016

Lieber Herr T.

Sie möchten gerne wissen, ob Sie eher Einkäufe in das BVG tätigen oder in eine Säule 3a investieren sollen. Zu beiden Varianten gibt es verschiedene Punkte zu berücksichtigen.

Ein guter Ratgeber für Investitionsfragen ist das «Finanzdreieck», auch «Magisches Dreieck der Vermögensanlage» genannt. Sicherheit, Rentabilität und Liquidität einer Anlage stehen einander im Dreieck gegenüber. Wichtig ist die Sicherheit unserer Investition, die Bonität. Auch interessiert uns, wie hoch die zu erwartete Rendite ist. Die Säulen 2 und 3a dienen der langfristigen Vorsorge für das Alter, die Frage nach der Liquidität steht hier also nicht im Vordergrund. Dennoch kann es sein, dass Sie einen Vorbezug tätigen wollen, wenn Sie beispielsweise Wohneigentum erwerben möchten.

Es gibt keine Anlage, die alle drei Punkte des Finanzdreiecks perfekt erfüllt, eine solche wäre unseriös. Möchten Sie in eine 2. Säule oder in die Säule 3a investieren, so müssen Sie bei mindestens einem der drei Punkte einen Kompromiss eingehen.

Hierzu ein Beispiel: Das Sparkonto einer Grossbank ist sehr liquide. Sie können jederzeit Geld beziehen und die Anlage ist als sicher einzustufen (Stichwort systemrelevante Banken und Einlegerschutz). Dafür ist die zu erwartende Rendite aber sehr tief. Zurzeit liegt sie zwischen 0 und 0.06 Prozent.

2. Säule: Lücken decken

Grundsätzlich ist zu beachten, dass Sie in die 2. Säule nur Lücken im Vorsorgeschutz decken können. Wie gross diese Lücken sind, erfahren Sie von Ihrer Pensionskasse. Einkäufe unterliegen gewissen Beschränkungen und müssen in der Regel speziell beantragt werden. Wichtig ist auch der Blick in die Reglemente Ihrer Pensionskasse. Hier erfahren Sie unter anderem, welche Leistungen konkret vereinbart sind.

Das Finanzdreieck:

1) Sicherheit

Bei einer Pensionskasse geniessen Vorsorgegelder bis zu einer gewissen Grenze (Lohnobergrenze von 126'900 Franken) den Schutz des Sicherheitsfonds BVG. Die Gelder in einer Vollversicherungslösung oder einer Säule 3a sind bei einer Versicherungsgesellschaft als sehr sicher einzustufen. Das Versicherungsunternehmen muss die Ansprüche aus Versicherungsverträgen mittels eines gebundenen Vermögens jederzeit sicherstellen können. Ebenfalls sind Säule-3a-Gelder mittels einer Kontovariante als sicher einzustufen. Ihre Vorsorgegelder werden bei einem allfälligen Konkurs einer Bank als privilegierte Einlage qualifiziert: Pro Einleger und pro Bank gilt ein Privileg von 100'000 Franken (Einlagensicherungssystem).

2) Wertentwicklung

Die grosse Differenz zwischen Säule 3a oder BVG-Einkauf liegt bei der Einflussnahme auf die Wertentwicklung. Bei der Säule 3a können Sie als Kunde die Anlageform wählen. Sie können in ein festverzinsliches Produkt oder in ein fondsgebundenes Anlageprodukt investieren. Letzteres kann mit einem unterschiedlich hohen Aktienanteil gefahren werden. Dies hat einen Einfluss auf die Wertschwankungen, aber auch auf die Wertentwicklung.

Tendenziell empfehle ich jüngeren Personen eine Säule-3a-Fondsvariante. Über die Jahre hinweg liefert diese Anlagekategorie mehr Rendite als klassische Produkte. Am Ende der Ansparphase steht das angesparte Kapital. Sie müssen entscheiden, ob später eher ein Kapitalbezug gewünscht ist oder eine Rente ausgezahlt werden soll. In der 2. Säule steht die Rentenauszahlung im Vordergrund, bei der Säule 3a der Kapitalbezug. Für die Rentenauszahlung ist der Umwandlungssatz wichtig. Es ist richtig, dass bei den Pensionskassen die Umwandlungssätze reduziert werden. Deswegen ist eine Pensionskasse aber keine schlechte Anlage. Wichtig ist, wie lange die Gelder ausbezahlt werden. Und weil die Menschen immer älter werden, müssen die Rentenzahlungen länger reichen, das heisst die jeweiligen periodischen Auszahlungen werden tiefer sein, in der Tendenz aber auch länger.

3) Liquidität

Die Liquidität ist bei einem BVG-Einkauf wie auch bei der Säule 3a gesetzlich quasi gleich geregelt.

Es empfiehlt sich, sich fundiert bei einem Spezialisten beraten zu lassen.

Diese Seite weiterempfehlen
Bitte überprüfen Sie Ihre Verbindung

Weitere Stories