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Vorsorge & Gesundheit

Sind mit 65 noch Einkäufe in die Pensions­kasse möglich?

Ein Mann steht am Werkbank einer Schreinerei und arbeitet mit Holzplatten.
Was müssen Erwerbstätige im Rentenalter beim Einkauf in die Pensionskasse alles beachten? Helvetia Vorsorgeexperte Reto Kleiner weiss es (Foto: iStock).
Ich bin 65 und werde voraussichtlich bis 70 arbeiten. Angenommen, ich leiste weiterhin Altersgutschriften – kann ich dann trotzdem noch Einkäufe in die Pensionskasse tätigen? Ein Arbeitskollege hat mir ausserdem von einer «überobligatorischen BVG» erzählt. Was ist das? Und werden meine Einkäufe in die obligatorische oder in diese überobligatorische Vorsorge gebucht?
Gefragt von Hans P., Balterswil 03.05.2017

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Reto Kleiner, Leiter Key Account Management, Private Vorsorge, Helvetia Versicherungen
Basel 08.05.2017

Sehr geehrter Herr P.

Ob Sie auch noch nach 65 in der Pensionskasse versichert sind beziehungsweise Altersgutschriften leisten können, hängt von Ihrer Pensionskasse ab. Falls Ihre Vorsorgeeinrichtung eine Weiterversicherung zulässt und Einkaufslücken vorhanden sind, können Sie grundsätzlich Einkäufe tätigen und diese auch steuerlich absetzen. Damit Sie den Steuerabzug geltend machen können, müssen Sie den Betrag jedoch zwingend vor dem 30. Dezember Ihrer Vorsorgeeinrichtung überweisen.

Sollten Sie nach 65 noch Einkäufe in die Pensionskasse tätigen, gilt es zu beachten, dass Ihr Einkaufspotenzial, welches Sie mit Alter 65 – bei ordentlicher Pensionierung – hatten, «eingefroren» wird. Das Einkaufspotenzial wird bei einem allfälligen späteren Einkauf um die zwischenzeitlichen Altersgutschriften reduziert. Ein Beispiel: Mit 65 hatten Sie ein Einkaufspotenzial von 100'000 Franken. Mit 67 möchten Sie einen Einkauf in die Pensionskasse tätigen. Zwischen 65 und 67 betrugen die Altersgutschriften 10'000 Franken. In dieser Konstellation dürften Sie also maximal 90'000 Franken einkaufen. Bitte beachten Sie, dass nach einem ersten Teilpensionierungsschritt keine freiwilligen steuerwirksamen Einkäufe mehr getätigt werden können.

Zum Zeitpunkt der Pensionierung – in Ihrem Fall mit 70 – rechnen so genannte Umwandlungssätze das angesparte Altersguthaben (inklusive Ihrer getätigten Einkäufe) in eine jährliche Altersrente um. Da das Altersguthaben mittlerweile für eine längere Lebenszeit reichen muss, werden die monatlichen beziehungsweise jährlichen Zahlungen immer kleiner. Durch Einkäufe in die Pensionskasse können Sie Ihr Altersguthaben bedeutend erhöhen.

Zum zweiten Teil Ihrer Frage: In der Pensionskasse kennt man ein Obligatorium und ein Überobligatorium. Von überobligatorischen Leistungen spricht man, wenn die Leistungen über die Minimalanforderungen hinausgehen (im Jahr 2017 lag die Obergrenze bei einem Jahreseinkommen von 84'600 Franken). Ob Ihre Einkäufe ins Obligatorium oder ins Überobligatorium eingezahlt werden, ist von Pensionskasse zu Pensionskasse und von Fall zu Fall unterschiedlich. Auskunft über Rahmenbedingungen und Möglichkeiten gibt Ihnen das Vorsorgereglement Ihrer Pensionskasse. Die meisten Vorsorgeeinrichtungen verbuchen die Gelder jedoch im überobligatorischen Teil der Pensionskasse.

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