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Swiss Media Forum: CEO-Runde zu den Folgen der Digitalisierung

Digitalisierung ist ein grosses Thema in der Medienbranche – aber nicht nur: Dass sich auch andere Branchen – zum Beispiel Versicherungen – den Herausforderungen stellen müssen, zeigte die Podiumsdiskussion am Swiss Media Forum. Vier CEOs stellten sich den Fragen von Susanne Wille, darunter Philipp Gmür von Helvetia.

28. September 2016, Text: Christina Wahlstrand-Hartmann / Jonas Grossniklaus, Fotos: SwissMediaForum / Jean-Pierre Ritler

Unter der Moderation von Susanne Wille (Mitte) diskutierten Marcel Stalder (EY), Susanne Ruoff  (Die Post), Urs Schaeppi (Swisscom) und Philipp Gmür (Helvetia) am Swiss Media Forum.
CEO-Runde am Swiss Media Forum: Unter der Moderation von Susanne Wille diskutieren sie über die Auswirkungen der Digitalisierung auf ihre Branche.

Am Beispiel der deutschen «BILD»-Zeitung wird der digitale Wandel in der Medienbranche sichtbar: Die BILD verdiene zwar mit Print-Erzeugnissen weiterhin gutes Geld, sagte Kai Diekmann, ehemaliger Chefredaktor und heutiger Herausgeber der BILD-Zeitung, am Swiss Media Forum. Heute habe sie aber über 300'000 digitale Abonnenten: «Würde sich die BILD nicht selber online kannibalisieren, frässen sie andere vermutlich auf.»

Vier CEOs äussern sich zur Digitalisierung

Dass sich mit der Digitalisierung eine disruptive Wirkung entfaltet, trifft nicht nur für die Medienbranche zu. Besonders stark spürten zum Beispiel Amazon diese Auswirkungen im Buchhandel, Facebook und Google im Werbemarkt und die Taxi-Anbieter mit dem Einstieg von Uber. Über die disruptive Kraft der Digitalisierung diskutierten in der anschliessenden Podiumsdiskussion auch die CEOs Susanne Ruoff von der Post, Urs Schaeppi von Swisscom, Marcel Stalder von EY sowie Philipp Gmür von Helvetia.

Chancen jenseits der traditionellen Kundenbesuche

Philipp Gmür verdeutlichte, dass sich Disruptoren oft dort zeigen, wo man sie nicht erwartet: «Deshalb muss Helvetia die eigenen Geschäftsmodelle auf Einfallstore prüfen und sich neue Möglichkeiten von Interaktionen mit den Kunden eröffnen.» Heute seien die Marktplätze auch für Versicherungen vielfältiger und die Wertschöpfungsketten integraler. So zeigten sich vermehrt Chancen jenseits der traditionellen Kundenbesuche durch den Versicherungsberater. Anbieter könnten zum Beispiel online ein Konsumgut verkaufen und dazu als Teil des Pakets auch eine Garantie mitliefern. «Eine solche Garantie ist letztlich nichts anderes als eine Versicherung, auch wenn sie der Käufer nicht als solche wahrnimmt.»

Agil sein und etwas wagen

Um als ein Unternehmen wie Helvetia für den digitalen Wandel gerüstet zu sein, brauche es unter anderem Agilität, erklärte Gmür weiter. Es gelte zudem, vermehrt über Hierarchiestufen hinweg zu agieren und eine «Outside-In»-Perspektive einzunehmen. Zudem dürften bzw. müssten Mitarbeitende Dinge ausprobieren und dabei auch scheitern können. «Das gilt zwar nicht für ganz alle Geschäftsbereiche, insbesondere nicht für die langfristig ausgelegten Vorsorgeprodukte, aber gerade in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und in der Verbesserung der Kunden-Interaktion muss man auch mal etwas wagen», ist der Helvetia CEO überzeugt. Der «hybride» Kunde habe unterschiedliche Bedürfnisse; mal suche er die Online-Dienstleistung, mal den persönlichen Kontakt mit dem Berater. Der Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung bedeute auch einen Kulturwandel in einer sonst eher behäbigen Branche.

Sowohl-als-auch für die Post

Ganz ähnlich äusserte sich Susanne Ruoff von der Post: So rechnet sie nicht damit, dass die Post zukünftig nur noch digital agieren wird. Vielmehr werde sich ein Sowohl-als-auch durchsetzen; für die Post werde der physische Transport auch in Zukunft eine Rolle spielen. Einhergehend mit dem Wandel im Einkaufsverhalten – Stichwort E-Commerce – müsse die Post sogar bereits heute solche Dienstleistungen in gewissen Bereichen ausbauen.

Führungskräfte als Vorbilder

Insgesamt zeigte die Runde eindrücklich auf, dass aufgrund der Digitalisierung auf alle Branchen Umwälzungen zukommen. Dabei geht es nicht nur um technische Neuerungen, sondern auch um den Umgang mit diesen. Für Unternehmen stellt sich auch die Herausforderung, die eigene Kultur an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Urs Schaeppi von Swisscom sieht hier vor allem die Führungskräfte in der Pflicht: Sie müssten mit gutem Beispiel vorangehen.

Am Swiss Media Forum treffen sich jedes Jahr die Spitzenvertreter der Medienbranche. Dieses Jahr fand das Treffen am 22. und 23. September im Kultur- und Kongresszentrum KKL in Luzern statt.

Der Schweizer Medienkongress

Am Swiss Media Forum treffen sich jedes Jahr die Spitzenvertreter der Medienbranche. Herausgeber, Chefredaktoren und Journalisten aller wichtigen Medientitel des Landes und darüber hinaus diskutieren in Luzern die Trends und Entwicklungen der eigenen Branche – dieses Jahr zum Schwerpunkt Digitalisierung. Das Swiss Media Forum fand dieses Jahr am 22. und 23. September im Kultur- und Kongresszentrum KKL in Luzern statt.

www.swissmediaforum.ch

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