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Vorsorge & Gesundheit

Die Schweizer Alters­vorsorge wirksam sichern

In meinem Blog «Politik im Fokus» greife ich regelmässig aktuelle Themen aus Politik und Wirtschaft auf. Heute im Fokus: die sichere Altersvorsorge.

2. September 2016, Text: Samuel Wernli, Foto: Helvetia

Samuel Wernli, Leiter Public Affairs von Helvetia, vor dem Bundeshaus in Bern.
Samuel Wernli, Leiter Public Affairs von Helvetia, schreibt auf dem Helvetia Blog zu aktuellen politischen Themen.

Eine sichere Altersvorsorge liegt mir am Herzen. Wie alle Arbeitnehmenden vertraue ich darauf, dass mir die monatlich abgezogenen Lohnprozente eines Tages wieder zufliessen: Nämlich in Form einer Rente. Dieses Vertrauen teilen aber nicht alle meiner gleichaltrigen Kolleginnen und Kollegen: «Sag diesen gesetzlichen Abzügen besser auf Nimmerwiedersehen!» höre ich oft, wenn das Gespräch auf das Schweizer System der Altersvorsorge kommt.

Ein Körnchen Wahrheit steckt in dieser doch sehr pessimistischen Aussage tatsächlich: Unsere Gesellschaft verändert sich messbar. Laufend weniger Arbeitnehmende finanzieren im Umlageverfahren der 1. Säule einer steigende Anzahl Rentenbeziehende, die zu ihrem Glück auch immer länger leben. Für die Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) ein alarmierender demografischer Parameter. So schrieb auch 2015 die AHV ein riesiges Defizit. In der 2. Säule, wo im Prinzip jeder für sich selbst spart (sog. Kapitaldeckungsverfahren) ist dasselbe Problem längst angekommen: Mit völlig anderen Vorzeichen als heute – wie kürzerer Lebenserwartung und höheren Renditeerwartungen – wurden Rentenversprechen abgegeben, die natürlich einzuhalten sind. Finanziert werden müssen diese Versprechungen jedoch mittlerweile mit Beiträgen der aktiven Arbeitnehmenden wie mir. Angesichts dieser systemwidrigen Umverteilung ist meinen Kolleginnen und Kollegen der Hang zur Schwarzmalerei nicht übel zu nehmen.

Grund zur Resignation gibt es jedoch nicht, im Gegenteil: Die Reform der Altersvorsorge, wie sie kommenden Herbst und Winter im Parlament debattiert wird, gibt – zumindest kurz- bis mittelfristig – Aussicht auf weiterhin sichere Renten und ein gleichbleibendes Leistungsniveau. Wichtige Ansatzpunkte und sogar Ideen über die aktuellen Reformbemühungen hinaus beleuchtet aus Sicht der Wissenschaft Monika Bütler, Professorin für Wirtschaftspolitik an der Universität St. Gallen, im Interview.

Parlament und Souverän muss es gelingen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Leistungsversprechen der 1. und 2. Säule auch unter aktuellen wirtschaftlichen und demografischen Vorzeichen eingehalten werden können. Daran führt kein Weg vorbei. Denn nur so kehrt vielleicht auch in meinem Kollegenkreis das zurück, was mich und wohl alle Arbeitnehmenden monatlich motiviert, unseren Beitrag an die Sozialversicherungen zu leisten: das Vertrauen, eines Tages ebenfalls den wohlverdienten Ruhestand geniessen zu können.

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