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Player Escort Kids: Grosser Auftritt der Kleinen

Bei Spielen des Helvetia Schweizer Cups werden die Spieler und Schiedsrichter jeweils von den Player Escort Kids aufs Feld begleitet. Damit alles reibungslos funktioniert, bereiten sich die Kinder kurz, aber intensiv auf den grossen Moment vor.

24. April 2017, Text: Jonas Grossniklaus, Fotos: Keystone

Mittwoch, 5. April 2017, 18.40 Uhr. Im engen Innenraum der Tribünen der Winterthurer Schützenwiese riecht es nach Sportsalbe. 22 Spieler machen sich bereit für das Einlaufen ins Stadion. Die Stimmung lässt nicht vermuten, was auf dem Spiel steht – viele Spieler kennen sich und begrüssen sich herzlich. Draussen, am Ende des kurzen Spielertunnels, warten 9'400 Fans auf das Auflaufen ihrer Helden. Halbfinal im Helvetia Schweizer Cup. Winterthur gegen Basel. David gegen Goliath.

Die Spieler werden nicht alleine aufs Spielfeld schreiten. Begleitet werden sie von den sogenannten «Player Escort Kids» – sechs- bis zehnjährige Kinder, die Hand in Hand mit den Spielern sowie mit dem Schiedsrichter und seinen zwei Assistenten aufs Feld laufen. Nun, kurz vor Spielbeginn, stehen auch die Kinder bereit und warten auf das Zeichen loszulaufen.

Umfassende Vorbereitung

Obwohl die Kinder die Spieler nur wenige Meter begleiten und anschliessend warten, bis das Shakehands stattgefunden hat, und dann das Spielfeld wieder verlassen, ist eine umfassende Vorbereitung nötig. Diese beginnt kurz nach 17 Uhr vor dem Stadion. Die Buben, weibliche Escort Kids sind in Winterthur keine auszumachen, treffen zusammen mit ihren Eltern ein. Jeder Bub erhält ein Eintrittsticket für sich und für zwei erwachsene Begleiter. Damit nach dem Einlaufen niemand verloren geht, werden auf den Kinder-Tickets die Handy-Nummern der Eltern notiert. Bei 25 Kindern dauert es etwas, bis alle mit Tickets ausgerüstet sind.

Endlich geht es los

Gross ist die Begeisterung, als es endlich los geht. Blitzartig folgen die Buben dem Kommando «In Zweierkolonne einstehen». So geht es in die Umkleidekabine im Stadion, wo jedes Kind ein angeschriebener Platz mit Trikot, Hose, Stulpen und Helvetia Kappe erwartet.

Ruhig ziehen die Buben sich um. Von Nervosität oder Aufregung ist nichts zu spüren. Er sei schon einmal mit dem FCZ aufs Feld gelaufen, erklärt Michael. Die Frage, mit welchem Spieler sie aufs Feld laufen, beschäftigt die Kinder kaum. Auf Nachfragen meint Benjamin, dass er am liebsten den Winterthurer Goalie begleitet würde.

Fast wie ein Fussballtraining

Nach 18 Uhr sind alle umgezogen und die eigentliche Vorbereitung beginnt. Bei Daniela D'emelio, die die Buben betreut, darf jeder ein Los ziehen. Dieses entscheidet, mit welchem Spieler er ins Stadion laufen darf. Anschliessend wird das Einstehen geübt: Zuvorderst die drei Buben, die ein Schiedsrichter-Los gezogen haben, dann in zwei Reihen die Escort Kids für die beiden Mannschaften. Anschliessend erklärt Daniela D'emelio, wie die Buben sich zu verhalten haben: «Den Spieler nichts fragen!», «Nicht in der Nase bohren! », «Auf dem Feld den Nachbarn die Hand geben!», «Beim Einlaufen nach vorne schauen!» Wie im Fussballtraining gilt auch hier: Übung macht den Meister. So werden Einstehen und Verhaltensregeln denn auch mehrmals repetiert. Daniela D'emelio wäre auch ein Job als Juniorentrainerin zuzutrauen. Junioren hat sie aber noch nie trainiert. Wenn sie nicht Escort Kids für den Schweizerischen Fussballverband betreut, arbeitet auf einer Bank.

Ehemaliger Winterthur Junior als grosses Los

Nach einem letzten Check – alle Trikots über den Hosen? Sitzen die Stulpen schön? – geht es in den Spielertunnel. Daniela D'emelio und ihre Buben sind frühzeitig da: Die Spieler sind sich noch auf dem Feld am Aufwärmen. Einzeln kommen sie in die Garderobe zurück, machen sich dort für das Spiel bereit und stehen dann mit den Escort Kids ein. Dann kommt er, der grosse Moment: Gemeinsam schreiten die Spieler, die Schiedsrichter und die 25 Knaben aufs Feld. Die kurze, aber intensive Vorbereitung hat sich gelohnt: Alles klappt wie gewünscht.

Zurück in der Garderobe ziehen sich die Kinder wieder um. Nun ist es etwas lauter und es wird diskutiert, wer mit wem einlaufen konnte. Benjamin hat zwar nicht den Winterthurer Goalie gezogen, aber Basels Luca Zuffi, einen ehemaligen Winterthur-Junior. Dessen Vater Dario ist Assistenztrainer von Winterthur und hat vor über 20 Jahren das entscheidende Goal zum Aufstieg für Basel geschossen. Aufgrund dieser speziellen Geschichte ist Luca Zuffi einer der bekanntesten Spieler unter den Escort Kids. Entsprechend zufrieden ist Benjamin mit seinem Los und seinem Einsatz als Player Escort Kid.

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