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Typisch Start-up – typisch etabliertes Unternehmen?

Der diesjährige KMU-Spiegel der FHS St. Gallen befasst sich mit der Frage, wie etablierte Unternehmen und junge Start-ups Märkte erschliessen. Die Stärken der beiden Unternehmensformen können sich dabei gleichzeitig als Schwächen entpuppen. Im Idealfall lernen sie voneinander.

29. Juni 2020, Text: Leo Wehrli, Foto: FHS St.Gallen

Ein Mann und eine Frau lächelnd vor einem Laptop

Was macht welche Art von Unternehmen erfolgreich? Wie können Start-ups und etablierte KMU voneinander profitieren? Anhand von 12 Thesen wurde unter anderem diesen Fragen nachgegangen. Eine der Thesen, mit denen sich die Studie befasst, lautet: «Die Stärken von Start-ups liegen in der Entwicklung von innovativen Ideen und Prototypen. Etablierten Unternehmen fällt es schwer, radikal neue Ideen selbst zu entwickeln und umzusetzen.» Die Resultate bestärken einige Klischees - andere hinterfragen sie.

«Start-ups sind Erfinderfirmen»

Wenn die rund 120 Teilnehmenden der Studie an Start-ups denken, haben sie vor allem ein Attribut im Kopf: «innovativ». Neues anpacken, innovative Lösungen entwickeln und mit Ideen punkten, darin sehen sie die grössten Stärken von Start-ups. Ein Teilnehmer der Umfrage bringt es auf den Punkt: «Start-ups sind Erfinderfirmen.» Gleichzeitig testen junge Firmen permanent Strukturen, Prozesse und Managementmethoden. Ein weiterer Innovationstreiber. Denn ihre grosse Schwäche ist der Mangel an Ressourcen, Routine und einem bestehenden Netzwerk.

Effizient, aber «gefangen»

Mit etablierten Unternehmen bringen die Umfrageteilnehmer nicht nur hohe Renditen und Cashflows in Verbindung, sondern vor allem Bekanntheit. Wer lange erfolgreich am Markt ist, baut sich einen Ruf auf - ein wertvolles Asset. Auch Qualität, Verlässlichkeit und strategische Nachhaltigkeit werden ihnen zugeschrieben. Das Thema Ideen-Entwicklung erhält hingegen zu wenig Beachtung. Zu gross ist der Fokus auf das operative Geschäft, mit dem Profit erwirtschaftet wird und um das ein reichhaltiger Erfahrungsschatz aufgebaut wurde. Routine, Denk- und Verhaltensmuster können zu einer Art Betriebsblindheit führen, da man keine Anreize verspürt, vom Bewährten abzuweichen.

Weiterkommen durch Zusammenarbeit

Sollen nun etablierte Unternehmen versuchen, plötzlich wie Start-ups zu agieren, wagemutiger zu sein und ihre Prozesse auf den Kopf zu stellen? Das wäre falsch. Start-ups sind erfolgreich, gerade weil sie gewisse Risiken eingehen und sich neu erfinden müssen. Gleichzeitig begründet der Erfolg von etablierten Unternehmen auf ihrer Erfahrung. Die Stärken der anderen Kategorie umzusetzen, ist also nicht so einfach, denn man läuft Gefahr, die eigene DNA zu verlieren. Trotzdem gibt es Wege, von beiden Seiten zu profitieren. Mittels Kooperationen zwischen jungen und reifen Unternehmen lassen sich gezielte Lernprozesse anstossen oder die vorhandenen Stärken nutzen.

Adrian Kolleger

Voneinander lernen: Start-ups und Helvetia

«Bei Helvetia arbeiten wir mit verschiedenen Start-ups intensiv zusammen. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Zusammenarbeit für beide Seiten sehr wertvoll ist und wir uns oftmals gut ergänzen. Voraussetzung dafür ist, dass beide Seiten offen sind und voneinander lernen möchten.»
Adrian Kollegger, Leiter Nicht-Leben, Helvetia Schweiz

 

KMU-Spiegel 2020

Der KMU-Spiegel wird vom Institut für Unternehmensführung IFU-FHS der Fachhochschule St.Gallen verfasst. Seit nun sechs Jahren ist es das Ziel des KMU-Spiegels, die aktuelle Situation Schweizer KMU zu beleuchten.

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