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Der Säntis ist zurück

Vor eineinhalb Jahren beschädigten zwei Lawinen einen Teil des Restaurant Schwägalp und eine Stütze der Säntis Schwebebahn AG. Dieses Jahr hatten die Gastronomie und der Bahnbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem weiteren Betriebsunterbruch zu kämpfen. Marketing- und Verkaufsleiter Andreas Marty erzählt im Interview, wie sich die Vorfälle bei der Säntis Schwebebahn auswirkten.

5. Juni 2020, Text: Natascha Fabian und Olena Faes, Foto: Helvetia

Herr Marty, was ist genau beim Lawinenunglück passiert?

Es ereigneten sich gleich zwei Unglücksfälle hintereinander: Eine erste Lawine traf einen Teil des Gebäudes der Schwägalp – einen Sitzungsraum und zwei Restaurant-Bereiche. Bei einer zweiten Lawine wurde eine Stütze der Säntis Schwebebahn beschädigt.

Wie haben Sie das Unglück erlebt?

Als ich nach Arbeitsschluss losgefahren bin, ging die Lawine nieder und eine Mitarbeiterin kontaktierte mich kurz darauf. Ich kehrte natürlich sofort um. Die Rettungseinheiten waren bereits vor Ort im Einsatz. Ich war froh, dass es keine verletzten Personen gab.

Was war der Plan nach dem Vorfall?

Unsere Partner, die Lieferanten, Helvetia als unsere Versicherung und wir hatten stets das gleiche Ziel: den Betrieb so schnell wie möglich wiederaufzunehmen. Im Gastronomiebereich konnten wir unsere Arbeit dann zum Glück einige Tage später fortsetzen. Am meisten Zeit kosteten uns die Lieferdauer der speziellen Fenster und die Restaurationsarbeiten. Der Prozess war aber klar: Wir wollten – mit Ausnahme von ein paar wenigen Optimierungen – den gleichen Zustand wie vor dem Unglück erreichen.

Die Reparaturarbeiten der Stütze dauerten natürlich etwas länger. Die Herstellerfirma war sehr schnell vor Ort und regelte anfangs die nötigen Massnahmen und Vorkehrungen für die Reparaturen. Dadurch, dass unsere Fachleute von Anfang an im Dauereinsatz standen, konnte der Betrieb pünktlich zur Hauptsaison im Sommer wiederaufgenommen werden. Die Stütze konnte vorübergehend wieder Instand gestellt werden und ist genau so sicher wie vorher.

Wie haben Sie die Zeit während dem Betriebsunterbruch genutzt?

Wir führten die Umbauarbeiten auf dem Gipfel weiter. Es erreichten uns zahlreiche Nachrichten von Gästen, dass sie den Säntis vermissen. Wir haben uns deshalb umso mehr gefreut, dass wir unseren Gästen pünktlich zur Hauptsaison und Wiederaufnahme des Betriebs ein neues Restaurant sowie die erste Etappe der Erlebniswelt «Säntis - der Wetterberg» auf dem Gipfel präsentieren konnten.

Nachdem Sie letztes Jahr ein Lawinen-Unglück erlebten, schenkt Ihnen dieses Jahr das Coronavirus ein. Was hat sich in den letzten Monaten bei Ihnen verändert?

Es ist eine ganz spezielle Zeit, ein unvergleichlicher Ausnahmezustand. Es herrscht eine unwirkliche Atmosphäre, auch in der Schwägalp und auf dem Säntis. Seit dem 11. Mai konnten wir den Betrieb in der Schwägalp unter gewissen Einschränkungen wiederaufnehmen und freuen uns, wenn es auch auf dem Gipfel des Säntis wieder losgeht.

Am 6. Juni wird die Bahn erstmals wieder Gäste auf den Säntis befördern. Wie sind Sie vorbereitet?

Das Wichtigste bleibt natürlich die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeitenden. Dafür haben wir ein Schutzkonzept entwickelt. Und auch dank der flexiblen Fahrzeiten der Schwebebahn ist es kein Problem, eine reduzierte Anzahl Gäste zu befördern.
Es ist uns eine besondere Freude, unseren Gästen bei der Öffnung der Säntis Schwebebahn ein neues Highlight vorstellen zu dürfen. Denn auch dieses Mal haben wir die Zeit genutzt und die zweite Etappe der Erlebniswelt gebaut. Die Gäste dürfen sich also beim nächsten Besuch auf das neue Highlight «Säntis - die Eiswelt» freuen.

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