Auf dieser Seite sind Cookies, sowie Cookies von Dritten aktiviert, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung der Internetseiten von Helvetia erklären Sie sich damit einverstanden und stimmen der Datenverarbeitung durch Helvetia zu. Weitere Informationen - auch dazu wie man Cookies deaktiviert - finden sie in den Hinweisen zum Datenschutz.

  • Mich interessieren
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Leider haben wir keine passenden Einträge gefunden.
    Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular










Kunst
Privatkunden

Basler Künstlerpaar im Gespräch

Das Basler Künstlerpaar Studer/van den Berg ist bereits mit einigen Arbeiten in der Kunstsammlung von Helvetia vertreten. Nun hat es eigens für das Helvetia Art Foyer eine interaktive Installation konzipiert. Im Interview erzählen die Künstler über die Entstehung ihrer Werke.

24. Juni 2016, Text: Margrith Mermet

Monica Studer und Christoph van den Berg
Das Künstlerpaar Christoph van den Berg und Monica Studer lebt und arbeitet in Basel.

Was bedeutet Ihnen die Ausstellung im Helvetia Art Foyer?

Die Anfrage von Helvetia hat uns sehr gefreut. Die Installation bietet uns die Möglichkeit, für die Zeit der Ausstellung die Prints aus der Sammlung um wichtige Aspekte unserer Arbeit zu erweitern: installative räumliche und interaktive Werke.

Was zeigen Sie im Helvetia Art Foyer?

Die Hütte von «A Hotspot Shack» ist als räumliches Objekt in Form, Dimensionen und Platzierung für den Raum des Art Foyers konzipiert. Wir wollten einen begehbaren Raum im Raum bauen, der mit seiner Innen-/Aussen-Situation spielt. Aber dies gilt nicht nur für den Shack: Während seine bedruckte Hülle digital Entstandenes in die analoge Welt bringt, übertragen wir für die interaktive Projektion «Passage Park» im Innern Objekte dieser Realität, indem wir sie mit 3D-Programmen nachbauen.

Wird die Installation später auch an einem anderen Ort ausgestellt?

Die Konstruktion der Hütte erlaubt es, sie mehrmals zu zeigen – es würde uns freuen, wenn sich dazu eine passende Gelegenheit ergibt. Natürlich muss die Installation in einem anderen Raum unter Umständen komplett anders inszeniert werden.

Wie entstehen Ihre computergenerierten Bilder?

Am Anfang eines Bildes stehen immer Gespräche und Skizzen über den Charakter des Objektes. Dabei beschreiben wir uns gegenseitig das Was und Wie und die Details. Bei der Hütte haben wir besprochen, dass sie nicht homogen sein darf. Es soll unklar bleiben, ob sie von Anfang an aus gebrauchten Bauteilen gezimmert worden ist, oder ob sie eine Geschichte von ökonomisch motivierten Ausbesserungen hat. Haben wir das passende Bild über den Dialog gefunden, setzten wir unsere Vorstellungen weitgehend ohne Vorlagen digital um. Fotografien dienen uns im Entwurf als Erinnerungsstücke und bei einigen Objekten als Muster für die Texturen.

Sie fotografieren auf Reisen und verwenden diese Fotos in Ihren Werken. Wie wichtig ist Ihre Reisetätigkeit für Ihre Arbeit?

Viele der Fotos, die in der Projektion zu sehen sind, haben wir zwar auf unseren Reisen gemacht, doch das Reisen soll hier durchaus metaphorisch als «Unterwegssein» verstanden werden. Unterwegs gibt es Themen, die uns schon lange interessieren und denen wir fotografisch nachgehen. Bei «Passage Park» sind es Wege, Über- und Unterführungen, Hütten am Wegrand, Baustellen und Stadtmöblierungen. Aus diesem Fundus suchen wir passende Aufnahmen aus, die zusammen mit den 3D-Objekten neue und überraschende imaginative Räume bilden.

Sie sind häufig unterwegs. Wann trifft man Sie in Ihrem Atelier in Basel?

Wir sind oft für Ausstellungen, Installationen und zu Talks unterwegs. Oder wir arbeiten aufgrund eines Atelierstipendiums einige Monate in einer interessanten Stadt. Daneben ist das Arbeiten im Atelier in Basel sehr wichtig für uns. Es gibt uns die Ruhe, konzentriert unsere Projekte voranzutreiben und bei der Umsetzung können wir mit Menschen zusammenarbeiten, die wir schon lange kennen und sehr schätzen.

Wie viel Zeit braucht die Entstehung eins Werks wie der aktuell im Helvetia Art Foyer gezeigten Installation?

Wir haben mehrere Monate teils intensiv daran gearbeitet. Der grösste Teil davon entfällt auf die Hütte, die von A bis Z neu entstanden ist. Zudem hatten wir die jetzige Leichtbau-Konstruktion vorher noch nie realisiert. Die Software für die interaktive Installation ist eine Weiterentwicklung aus Vorgänger-Installationen, die eine stetige Pflege und Verbesserung verlangt.

Neben der Hütte sind in der Ausstellung auch Drucke von Ihnen zu sehen.

Genau. Technisch sind diese vergleichbar mit Film Stills von der laufenden Projektion. Da diese sich konstant zufallsgesteuert verändert, zeigt jeder Druck eine Konstellation, die statistisch kaum je wieder vorkommen wird.

Eigens für eine Ausstellung im Helvetia Art Foyer haben sie die Installation «Passage Park #4: A Hotspot Shack» konzipiert und aufgebaut.

Die Künstler

Monica Studer und Christoph van den Berg entwickeln seit 1991 gemeinsam computergenerierte Arbeiten. Der Dialog zwischen den in Basel lebenden Künstlern ist die essenzielle Grundlage für alle ihre Arbeiten. Sie verstehen sich als Einheit: Ihre Kunstwerke entwickeln und realisieren sie in engster Zusammenarbeit. Welche Inspiration wessen Idee beflügelte spielt keine Rolle und bleibt ihr Geheimnis. Das Internet-Projekt Hotel Vue des Alpes (www.vuedesalpes.com) gehört zu ihren bekanntesten Werken

www.studervandenberg.ch  

Diese Seite weiterempfehlen
Bitte überprüfen Sie Ihre Verbindung

Weitere Stories