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Kunst
Privatkunden

«Have a Seat» und geniessen Sie Kunst

Lassen Sie sich von den Sitzen reissen: Die aktuelle Ausstellung «Have a Seat» im Helvetia Art Foyer dreht sich rund ums Thema Sitzen. Mit dabei eine Frau in gefährlicher Schräglage und Kunstwerke aus der Helvetia Sammlung.

16. April 2018, Autor: Margrith Mermet, Fotos: Viktor Kolibàl

Das Sitzen hat eine spannende Entwicklung hinter sich: Früher war das Platz nehmen auf einem Stuhl den Herrschern vorbehalten, es symbolisierte Macht. Erst ab dem 18./19. Jahrhundert entwickelte sich der Stuhl zum Alltagsobjekt, auf den sich auch Normalsterbliche setzen durften. Mit seinem Entwurf des Caféhaus-Stuhls brachte der Tischlermeister Michael Thonet 1859 das erste Massensitzmöbel in Umlauf. Heute ist Sitzen eine der häufigsten Körperhaltungen im Alltag, bei der Arbeit und in der Freizeit.

Werke unterschiedlicher Stilrichtungen

Die Kunstwerke der Ausstellung «Have a Seat» stilisieren die Themen Stuhl und Sitzen in unterschiedlichen Formen. Nathalie Loch von der Fachstelle Kunst von Helvetia hat die Ausstellung kuratiert. «Bei der Arbeit mit unserer Sammlung ist mir aufgefallen, dass wir einige Werke besitzen, deren Künstler sich mit dem Thema Sitzen befasst haben», erklärt sie die Idee für die Ausstellung. «Ich fand das Thema passend zur alltäglichen, sitzenden Haltung der Mitarbeitenden von Helvetia.» Schnell hatte sie mehr als doppelt so viele Werke beisammen, als sie schliesslich ausstellen konnte. «Have a Seat» zeigt Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Installationen unterschiedlicher Stilrichtungen aus den Jahren 1915 bis 2016, ergänzt mit zwei Leihgaben von Zilla Leutenegger. Die Installation «rock the chair» der Zürcher Künstlerin zeigt eine Frau, die auf ihrem Stuhl hin und her schaukelt und sich in eine gefährliche Schräglage bringt. Auch die zweite Installation der Künstlerin bringt einen Stuhl zum Schaukeln: Diesmal ist es ein kleiner, schwarzer, auf einem Sockel installierter Schaukelstuhl, dessen Bewegung in Endlosschlaufe auf die dahinterliegende Wand projiziert wird.

Geschichten ausdenken

Bei der Auswahl der Exponate war für Nathalie Loch wichtig, dass jedes Werk eine Geschichte erzählt. Und dass sie innerhalb der Gruppierungen zusammenpassen. So hat sie an einer grossen Wand acht stattlich gerahmte Gemälde platziert, die einer Ahnengalerie ähneln. Sie zeigen Einzelporträts von Männern und Frauen, die sitzend für den Maler oder die Malerin posieren. Die Bilder aus den Jahren 1915 bis Anfang der 70er Jahre spiegeln grösstenteils ein traditionelles Rollenbild wieder: das schöne Model, der starke Soldat, Männer in ihren Berufen und Frauen in ihrer Freizeit. «Welche Geschichte ein Werk erzählt, oder sich dessen Betrachter ausdenkt, ist jedem selber überlassen.» Dabei seien schon manche interessante Diskussionen unter den Besucherinnen und Besuchern entstanden.

 

«Have a Seat» zeigt Werke von:
Coghuf, Alexandre Blanchet, Charles (Karl) Hindenlang, Ernst Morgenthaler, Karl Dick, Werner Hartmann, Irène Zurkinden, Zilla Leutenegger, Vincent Kriste, Rudolf Maeglin, Elisa Larvego, Christoph Hänsli, Olaf Breuning, Gustav Stettler, Robert Indermaur, Studer/van den Berg, Jürg Kreienbühl, Kurt Fahrner, Eva Aeppli, Camillo Paravicini

Die Ausstellung dauert bis am 24. Mai 2018.
Öffnungszeiten: donnerstags 16 – 20 Uhr (ausser 10. Mai)
Eintritt kostenlos
Helvetia Art Foyer
Steinengraben 25
4051 Basel

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