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Oracle Schweiz: der Arbeits­platz im Roll­koffer

Jeden Tag einen anderen Arbeitsplatz – mal am Stehtisch, mal im Liegesessel: Das ist bei Oracle Software am Schweizer Hauptsitz in Baden-Dättwil Konzept. Mit neuen Büroformen möchte der IT-Riese die Kommunikation und Inspiration seiner Mitarbeitenden fördern.

17. Januar 2013, Text: Margrith Mermet, Fotos: Derek Li Wan Po

In der Schweiz hat man 2010 nicht zum ersten Mal, aber dafür besonders oft von Oracle gehört, als ihr Chef Larry Ellison mit seinem BMW-Oracle-Team den 33. America's Cup vor der Alinghi von Ernesto Bertarelli für sich entschied. Oracle ist einer der weltweit grössten Geschäftssoftware- und Hardwareherstellermit Sitz im Silicon Valley und beschäftigt mehr als 100'000 Mitarbeitende in 145 Ländern. Seit über 20 Jahren ist der IT-Riese auch in der Schweiz tätig, heute mit rund 500 Mitarbeitenden an vier Standorten.

Das Büro im Schliessfach

Die Internationalität von Oracle zeigt sich beim Besuch am Schweizer Hauptsitz in Baden-Dättwil. Wer hier zur Arbeit erscheint, wird als Erstes am Empfang freundlich begrüsst. Vielleicht fischt er oder sie sich eine frische Frucht aus der grossen Schale, die auf der Empfangstheke steht. So weit nicht anders als in vielen Firmen. Was danach folgt, ist in der Schweiz nicht alltäglich, aber auf jeden Fall zukunftsweisend.

Links vom Empfang befindet sich der sogenannte «Locker Room» mit 260 Schliessfächern. Jeder Mitarbeiter hat sein eigenes. Da werden nicht nur die Motorradstiefel oder die Yogamatte verstaut – hier wartet der gesamte «Arbeitsplatz» auf seinen «Besitzer». Die persönlichen Arbeitsutensilien, inklusive Laptop, werden am Feierabend in einem Rollkoffer verpackt und im Schliessfach sicher versorgt. «Wir haben bei Oracle ein neues Arbeitsplatzkonzept eingeführt», erklärt Mirjam Brucker, Senior Finance Director EMEA Hardware. «Jeder Mitarbeiter kann frei wählen, wo er arbeiten möchte.» Bis auf die HR- und Finanzteams oder die Rechtsabteilung hat niemand mehr einen fixen Arbeitsplatz.

Moderner Zeitgeist

Das Konzept gilt als Büro der Zukunft. In den sogenannten «Flexible Offices» sollen die Kommunikation und gegenseitige Inspiration gefördert werden. Es gibt kein grosses Nebeneinander mehr, wo jeder in seinem geschlossenen Büro sitzt, sondern ein Miteinander. Die Produktivität wird gesteigert, was sicher daran liegt, dass die Mitarbeitenden die Arbeitsumgebung wählen können, die gerade am besten zu ihrer Tätigkeit passt.

Rund 200 reichen für über 350

Die Organisationsform benötigt weniger Arbeitsplätze, als die Firma Mitarbeitende beschäftigt. Die Rechnung geht auf, wie Mirjam Brucker bestätigt: «Es sind nie alle Mitarbeitenden gleichzeitig anwesend. Die meisten sind oft unterwegs oder arbeiten zwischendurch von zu Hause aus.» Die rund 200 Arbeitsplätze reichen für mehr als 350 Angestellte völlig aus. Das Bürokonzept wird weltweit eingesetzt, sobald eine Sanierung ansteht. In Baden-Dättwil war der Ausschlag die Übernahme von Sun Microsystems mit 200 neuen Mitarbeitenden. «Dank den Flexible Offices kann man überall und sofort arbeiten. Egal in welchem Land man ist – man bringt seine Sachen mit, setzt sich an einen freien Platz und beginnt zu arbeiten», erklärt Brucker. Wie die temporäre Schreibtischnachbarin heisst, finde man über das Intranet oder beimgemeinsamen Pausenkaffee schnell heraus.

Mirjam Brucker betont aber, dass Oracle trotz dieser Flexibilität grossen Wert darauf lege, dass beispielsweise unnötige Geschäftsreisen vermieden werden. «Besprechungen führen wir häufig per Video oder Telefon.» Das spare nicht nur Kosten, sondern sei Teil des Umwelt-Engagements von Oracle.

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