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Schwinger Peter Imfeld: «Am Sonntag will ich Säge­mehl schmecken»

Im Sägemehlring sind sie die «Bösen», ausserhalb sanfte Riesen: so stellt man sich echte Schwinger vor. Wir wollten es genau wissen und haben einen von ihnen ans Urner Kantonale begleitet: Imfeld Peter aus Lungern, 1.87 Meter gross, 110 Kilo schwer. Sein Geheimrezept: Älplermagronen und ein Glas Wein.

25. Juni 2013, Katrin Meier, Video: Valerie Gudenus / ipmedia

68 Kränze besitzt er bereits, der Hüne mit den stahlblauen Augen. 2006 hat er in Sachseln sein erstes Kranzfest gewonnen, ein Jahr darauf das Zuger Kantonale. Dann folgte das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2007 in Aarau – der Höhepunkt einer guten Saison. «Am Eidgenössischen 2010 in Frauenfeld ist es dann leider nicht so gelaufen wie gewünscht», sagt Peter Imfeld. Umso mehr Hoffnungen ruhen nun auf Burdorf 2013. Das Ziel ist klar: Imfeld will den zweiten eidgenössischen Kranz erschwingen, «danach nehm ich's, wie's kommt.» Der gelernte Maurer arbeitet heute als Polier. Mit seiner Frau und den beiden Kindern wohnt er im malerischen Lungern (OW), gleich unterhalb des Brünigpasses.

Mit 19 den ersten Kranz erkämpft

Imfelds Schwingerkarriere begann im Alter von zehn Jahren. «Mein älterer Bruder war Schwinger, viele Kollegen ebenfalls – da rutscht man automatisch rein», sagt Peter Imfeld. Im ersten Jahr habe er dann gleich das Bubenschwinget gewonnen. Und in den Jugendjahren alle Auszeichnungen geholt. «Mit 19 habe ich dann meinen ersten Kranz erkämpf», seine Augen leuchten. Das Kampfgewicht von 110 Kilogramm und hünenhafte 1.87 Meter Körpergrösse helfen da sicher. Aber ohne Training nützt das wenig: «Zweimal die Woche draussen, einmal in der Turnhalle, dazu Krafttraining – das ist Standard.» In jungen Jahren war Imfeld oft sieben Tage die Woche unterwegs. Von einem Schwingfest zum andern: «Wenn dich das Fieber mal gepackt hat, dann braucht man's richtig am Sonntag, das frische Sägemehl zu schmecken.»

Von Haus aus Verständnis

Für das Hobby geht viel Zeit drauf. «Die Familie muss das akzeptieren», Imfeld zuckt mit den Schultern. «Es ist natürlich schön, wenn sie einem im Hintergrund den Rücken freihält.» Da ist es praktisch, wenn die Frau von Haus aus ein gewisses Verständnis mitbringt: Ihr Vater war ebenfalls Schwinger. Klar, dass auch Sohn Laurin quasi im Sägemehl aufwächst und mit neun Jahren bereits in die Hosen steigt: «Er hat schon angefangen mit Schwingen, und es macht ihm Spass», bestätigt Peter Imfeld.

Wenn das Kribbeln anhält

Mit 34 Jahren ist Imfeld gleich alt wie Schwingerkönig-Legende Jörg Abderhalden. «Solange ich gesund bin und Freude am Schwingen habe, mache ich weiter», sagt er. «Wenn das Kribbeln anhält und das Training weiterhin Spass macht, kann ich gut noch ein paar Jahre schwingen.»

Seine Spezialität: verschiedene Varianten des «Kurz» aus dem Stand. «Wenn er einen guten Tag hat und die Spritzigkeit da ist, geht's kurz und bündig», erzählt Patrik Zünd. Der Verkaufsleiter der Helvetia Hauptagentur Sarnen begleitet seinen Freund an fast jedes Schwingfest und ist mittlerweile Experte für den Sport im Sägemehlring. «Am Boden war Peter früher nicht so stark, er ist immer gleich wieder aufgestanden. In den letzten zwei Jahren hat er aber intensiv an der Vielseitigkeit gearbeitet.» Bei einer Sache bleibt Peter Imfeld aber den Traditionen treu: Steht ein wichtiger Wettkampf an, gönnt er sich am Vorabend Älplermagronen und ein Glas Wein. Das hat schon beim ersten Kantonalen 2006 Glück gebracht.

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