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Pos Bridge, Stör-Coiffeur: Haar­schnitt auf Abruf

Carréeschnitt mit Ponyfransen oder lieber einen Millimeterschnitt blondiert? – So what! Sich von Pos Bridge die Haare schneiden zu lassen, ist anyway ein Ereignis. Und das manchmal erst noch in den eigenen vier Wänden. Unterwegs mit dem «craziest hairdresser alive».

30. November 2013, Text: Isabella Awad, Fotos: Dan Cermak

Er lädt ein Schubladengestell, den Coiffeurstuhl und die Cuvette inklusive Schlauch aus dem Auto. «Hi Girls», ruft er vom Parkplatz hinüber zum Balkon, wo Louise und ihre Nachbarin winken. Pos Bridge wird Louise Tidd die Haare schneiden. Hollywood, kurz vor Filmdreh? Nein, Zollikon an einem stinknormalen Freitagnachmittag. Wenn Pos Bridge nicht in seinem Coiffeursalon «Products of Desire» in Zürich sitzt, besucht er seine Kunden in den eigenen vier Wänden.

Wer ist Pos?

Oh, Dear! Pos Bridge ist 37, Australier und Coiffeur. Er ist an den Beinen und Armen tätowiert, trägt Brillen in allen Farben, gerne auch mehrere gleichzeitig. Seine Frisur, wenn man das so nennen darf, ist ein Irokesen- Schnitt. In seinen grosslöchrigen Ohrläppchen prangen heute zwei Chanel-Abschmink-Gütterli-Deckel. Und lachen kann er … Bei aller «Crazyness»: Im Umgang mit Haarschöpfen ist Pos Bridge ein Künstler.

Falling in Love

«Meine Frau war damals Au-pair bei einer meiner Kundinnen in Perth», erzählt Pos Bridge. «Ich wusste sofort, dieser Frau folge ich überallhin – und so kam ich 2008 in die kalte Schweiz.» Sein Handwerk hat er in seiner Heimat Australien gelernt. Optisch gäbe er auch einen Kite-Surflehrer her. Warum bist du Coiffeur geworden, Pos? «Das ist ganz einfach: Schon in der Ausbildung hast du immer mit Frauen zu tun, das gefällt mir.» Why not. «Und ich bin gerne mein eigener Chef.»

Haare lassen

Schon damals in Australien war er ein «Störcoiffeur», der zu den Leuten nach Hause geht. Heute schwärmt er von seinem Wohnort Zürich aus, wohin immer ihn seine Kunden bestellen. «Du denkst sicher, den Coiffeur zu Hause, das gibt eine Riesensauerei», sagt Pos Bridge. «Ist aber nicht so. Ich bringe alles mit: Stuhl, Handtücher, Kamm, Föhn. Die Kundin muss sich nur hinsetzen und den Rest erledige ich, easy.» Schneiden, färben, hochstecken. Der Service sei genau gleich wie in einem Coiffeur-Salon.

Do you speak English?

Pos Bridges Dienste nutzen zu 90 Prozent englischsprachige Kundinnen; er spricht aber sehr gut Deutsch und so buchen ihn vermehrt auch «Einheimische». Viele Frauen mit kleinen Kindern, die keinen Babysitter haben. Oder ein paar Freundinnen, die zusammen einen fidelen Coiffeur-Nachmittag oder -abend organisieren. Ein Haarschnitt, mit Färben und allem Drum und Dran, kostet 225 Franken. Sind es aber zwei oder mehr Frauen, zahlt jede bloss noch 175 Franken. Welche Frisur er am liebsten schneidet? «Ich mache alles gerne – am besten gefallen mir aber kurze, blondierte Haare», sagt Pos.

Und wer ist Louise?

Heute besucht er Louise Tidd. Louise, warum bestellst du den Coiffeur zu dir nach Hause? «Oh, I don't like hair salons; Pos speaks English, he is funny – and we can drink something!», lacht Louise. Gesagt, getan, der Korken knallt, und der Champagner sprudelt. Louise ist auch Australierin, Künstlerin – arbeitet aber mit Leinwand und Farbe, nicht mit Haaren. Viele Jahre lebte sie mit ihrer Familie in Peking. Ihr Haus ist voller Kunst und asiatischer Trouvaillen. Eigentlich viel exquisiter als jeder Salon.

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