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Portraits
Geschäftskunden

Kreieren statt lamentieren

Walter Trösch ist der wohl optimistischste Tourismus-Unternehmer des Landes. Dem Gegenwind in der Branche trotzt der Betreiber des grössten Ferien- und Freizeitparks der Schweiz laufend mit neuen Ideen. Und punktet mit Swissness.

30. April 2015, Text: Fabian Weidmann, Fotos: Jorma Müller

Dass Walter Trösch in der Tourismus-Branche landete, kommt nicht von ungefähr. Bereits seine Eltern führten einen Hotellerie-Betrieb. Dass ihm eines Tages ein Unternehmen mit 280 Mitarbeitenden gehören würde, hätte er sich aber nicht träumen lassen. Nach der Hotelfachschule arbeitete er sich in verschiedenen Betrieben hoch – bis hin zum Direktor. Im Jahr 1982 erwarb er ein renommiertes Hotel in Valbella, das er knapp zwanzig Jahre erfolgreich führte. Der Wechsel zum Swiss Holiday Park folgte im Jahr 2001. Damals kaufte die Schwyzer Kantonalbank den wirtschaftlich angeschlagenen Betrieb und holte Walter Trösch ins Boot. Es gelang ihm innert kurzer Zeit, mit dem Swiss Holiday Park wieder schwarze Zahlen zu schreiben. 2010 wurden die Immobilien der Hotelanlage weiterverkauft; Walter Trösch sicherte sich die Betriebsrechte.

Der grösste in seiner Art

Das Ferien- und Freizeitresort liegt in Morschach im Kanton Schwyz direkt oberhalb des Vierwaldstättersees, umgeben von einem atemberaubenden Bergpanorama. Mit Wellness, Familienangeboten und Konferenzräumen verfügt der Park über drei grosse Pfeiler. Ein beeindruckendes Freizeitangebot – darunter Outdoor-Kartbahn, Bowling, Tennis, Mini-Golf, Kletterhalle, Fitness-Center und römisch-irische Bäder – macht den Swiss Holiday Park schweizweit zur grössten Anlage seiner Art.

«Kein Stein bleibt auf dem anderen»

Angesprochen darauf, ob die Aufhebung des Franken-Mindestkurses dem Swiss Holiday Park Mühe bereite, sagt Walter Trösch, man habe zwar Einbussen, diese seien aber verkraftbar. Die Umsatzstärksten Jahre liegen zwar bereits eine ganze Weile zurück, aber Walter Trösch behagt das Lamentieren nicht: «Wer seine Hausaufgaben in den letzten Jahren gemacht hat, der wird auch die aktuellen Herausforderungen gut überstehen.» Dennoch sieht Trösch grosse Herausforderungen auf den Tourismus zukommen. «Gäste verreisen nicht mehr für mehrere Wochen, sondern buchen Kurzaufenthalte», sagt er. Die Menschen schätzten die Vielfalt und besuchten seltener mehrmals denselben Ort. Der Swiss Holiday Park zählt gleichwohl über einen Drittel der Gäste zu seinen Stammkunden. An Spitzentagen begrüsst Walter Trösch gegen 900 Gäste. Jährlich verzeichnet das Resort um die 180 000 Logiernächte und über 600 000 Tagesbesucher.

Mit Swissness punkten

Die Konkurrenz aus dem Ausland ist stärker geworden. «Auch unsere Nachbarstaaten bieten Qualität», weiss Walter Trösch. «Ausländische Gäste kommen weniger in die teure Schweiz – stattdessen gehen Einheimische vermehrt ins günstigere Ausland», sagt er. Womit sich die Schweiz abheben könne, sei die unglaubliche Vielfalt ihrer schönen Landschaft. Auch typisch schweizerische Attribute wie Zuverlässigkeit, Sicherheit, Sauberkeit oder Pünktlichkeit dürften künftig eine noch wichtigere Rolle spielen, wenn es darum geht, sich im Tourismus erfolgreich zu positionieren.

Vorreiterrolle in Innovation und Nachhaltigkeit

Um für seine Gäste interessant zu bleiben, investiert der Swiss Holiday Park jährlich zwei bis drei Millionen Franken in neue Attraktionen und die Modernisierung der Infrastruktur. Auch Investitionen in die ökologische Nachhaltigkeit sieht Walter Trösch künftig als Trumpf. Der Swiss Holiday Park wird dieses Jahr mit dem Anschluss an die Agro Energie Schwyz CO2-neutral und möchte in Sachen Ökobilanz eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies widerspiegelt sich zum Beispiel im Kauf elektronischer Geräte, der Verwendung von LED-Lampen oder im Angebot von Ladestationen für Elektroautos.

Eine Innovation ist auch der Erlebnishof Fronalp, den der Swiss Holiday Park seit kurzem führt. Dort werden Kühe, Pferde, Geissen, Hühner und Hasen als Nutztiere gehalten. Kinder können auf Ponys reiten oder zuschauen, wie die Kühe gemolken werden. Die Milch wird im hofeigenen Milchzimmer zu Butter, Joghurt, Rahm und Frischkäse verarbeitet – und den Gästen in den Restaurants serviert. «Man muss sich immer wieder etwas Neues ausdenken, nur so bleibt man attraktiv.»

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