Auf dieser Seite sind Cookies, sowie Cookies von Dritten aktiviert, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung der Internetseiten von Helvetia erklären Sie sich damit einverstanden und stimmen der Datenverarbeitung durch Helvetia zu. Weitere Informationen - auch dazu wie man Cookies deaktiviert - finden sie in den Hinweisen zum Datenschutz.

  • Mich interessieren
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Leider haben wir keine passenden Einträge gefunden.
    Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular
Portraits
Sport
Geschäftskunden

Lawinen­schaden in Anzère: trügerische weisse Pracht

Der Walliser Bergort Anzère lockt im Winter mit seinem wunderschönen Bergpanorama, steilen Hängen und meterhohem Pulverschnee. Die Idylle birgt aber Tücken: 2011 löste ein Orkan mehrere Lawinen aus, die zwei tonnenschwere Stahlmasten des Sessellifts mitrissen. Ein Millionenschaden, der beinahe den Start der Skisaison gefährdete.

22. Februar 2017, Text: Isabella Awad, Fotos: Damian Poffet

Die Kabinenbahn bringt die Gäste hinauf auf fast 2400 Meter. Die 58 Kilometer Pisten sind präpariert, das Panorama fantastisch. Bevor aber die ersten Skifahrer und Snowboarder aus der Kabine stürmen und kurz darauf ihre Schwünge ziehen, analysiert Philippe Fardel die Schneesituation im Skigebiet der Bergbahnen Télé Anzère.

Wie wichtig seine Arbeit ist, zeigt sich immer wieder: Zwischen dem 15. und dem 17. Dezember 2011 tobte der Orkan Joachim, mit Spitzenböen von 240 km/h, häufte an den exponierten Hängen grosse Schneemengen an. «Nach dem Sturm überflogen wir das Gebiet und sahen, dass eine riesige Lawine zwei mehrere Tonnen schwere Stahlmasten des Sessellifts umgerissen hatte», erinnert sich Philippe Fardel, Sicherheitschef der Bergbahnen Télé Anzère. Der Grossschaden kostete die damalige Nationale Suisse über eine Million Franken. «Dank der effizienten Zusammenarbeit schafften wir es, den Lift bereits am 12. Februar wieder in Betrieb zu nehmen – just vor dem Start der Skiferien», sagt Georg Feyer, Helvetia Schadeninspektor Technische Versicherungen.

Sicherheit ist das A und O

Für Télé Anzère steht die Sicherheit an erster Stelle. «In jedem Jahr benötigen wir fünf Tonnen Sprengstoff, um Lawinen zu sprengen», sagt Philippe Fardel. Seit 1990 seien 7700 Lawinen von selbst hinunter gedonnert oder ausgelöst worden. Investiert werde laufend in die Sicherheit, beispielsweise durch innovative Lawinenverbauungen. «Auf der markierten Piste ist man immer sicher», sagt Philippe Fardel. Gefährdet seien jene, die über die Markierung hinausfahren: «Von 100 Skifahrern und Snowboardern, die frühmorgens mit der ersten Kabine auf den Berg kommen, fahren 80 zunächst neben der Piste», weiss der Sicherheitschef.

65 im Winter, 13 im Sommer

«Anzère ist ein wunderschönes Gebiet – insbesondere wegen seines Panoramas», sagt Albert Betrisey, Helvetia Generalagent Bas-Valais-Chablais. Die Region sei reich gesegnet mit Schnee, jedoch durch ihre steile Hanglage auch lawinengefährdet. Albert Betrisey betreut Télé Anzère schon viele Jahre – früher bei Nationale Suisse, heute bei Helvetia. Vier Jahre war er dort auch Verwaltungsratspräsident. Die AG wurde 1964 gegründet; die ersten Installationen entstanden 1965/66. Zum Skigebiet mit seinen 58 Kilometern Pisten, die zu einem Drittel künstlich beschneit werden, gehören eine Seilbahn, drei Sessellifte, drei 'Zauberteppiche', sieben Schlepplifte, ein Boardercross und ein Flypark. Im Winter sind 65 Mitarbeitende im Einsatz: vom Direktor über den Chef Technik bis hin zum Pistenfahrer und dem Helfer am Skilift. Im Sommer schrumpft die Crew auf 13 Personen.

Diese Seite weiterempfehlen
Bitte überprüfen Sie Ihre Verbindung

Weitere Stories