Cookie Disclaimer

Helvetia verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service bieten, sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz und über Cookies

  • Mich interessieren
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Leider haben wir keine passenden Einträge gefunden.
    Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular










Schadenfälle
Videos
Geschäftskunden

Über­schwemmungen im Rheintal

Vor knapp einem Jahr trat der Altstätter Stadtbach als reissender Fluss über die Ufer und flutete innert Minuten Büros, Werkstatt, Keller- und Lagerräume der Schreinerei Popp. Dank kühlem Kopf, Freunden und einer guten Versicherung ist drei Monate danach von der Katastrophe fast nichts mehr zu sehen.

29. September 2014, Text: Isabella Awad, Video: Gallus Media

Die Unwetter vom 28. Juli trafen die Stadt Altstätten im Rheintal hart. Explosionsartig trat der Stadtbach über die Ufer und riss Geröll und Holz mit sich. Innert Minuten überschwemmten die Wassermassen Strassen und Häuser. «Als ich am Montagabend von der Schule auf dem Nachhauseweg war, ahnte ich schon, was das Unwetter angerichtet hatte», erinnert sich Christian Popp, Juniorchef der Schreinerei Popp. «Der Bach versperrte den Zugang zu unserem Grundstück. Von Gegenüber musste ich zusehen, wie das Wasser die Eingangstüre aufdrückte und den Innenraum überflutete. Das Wasser riss alles mit: Stühle, Tische, Regale.»

«Danke für die grosse Solidarität»

Marc Schwarber, Verkaufsleiter der Helvetia Generalagentur Rheintal, war sofort auf Platz und leitete erste Massnahmen ein. «Auch Freunde und Mitarbeitende packten sofort mit an und halfen, Schutt und Schlamm aus den Räumen zu schaufeln. Es war toll, eine solche Solidarität zu erleben», sagt Popp Junior. Zusammen mit Schadenexpertin Rita Calzavara unterstützte Marc Schwarber seinen Kunden, wo er konnte. Vater Popp, der auf seiner Russlandreise gerade in St. Petersburg Station machte, erfuhr die Hiobsbotschaft per Telefon: «Christian hat die Situation super gemeistert und zusammen mit der Helvetia alles Nötige in die Wege geleitet», sagt er.

Ein paar Tage nach dem Unglück konnten die Mitarbeiter ihre Arbeit teilweise in einem Provisorium wieder aufnehmen. Arbeit gab und gibt es genug, denn viel Altstätter sind von Wasserschäden betroffen. Heute, drei Monate später, sind die Arbeiten schon sehr weit fortgeschritten. «Ich sage allen, die uns in dieser Situation unterstützt haben, herzlich Danke», sagt der Senior-Chef. An Weihnachten sollen die Popps ihre Schreinerei wieder ganz zurückhaben.

Drei Fragen an Stephan Bader, Klimatologe MeteoSchweiz

Weshalb war Altstätten im Rheintal dieses Jahr so stark von Überschwemmungen betroffen?

Die Ursache liegt in einer sehr kräftigen Gewitterentwicklung über Altstätten. Am 28. Juli 2014 fielen hohe Niederschlagsmengen in kurzer Zeit, welche in diesem regnerischen Juli zudem auf einen bereits weitgehend wassergesättigten Boden fielen. Der Boden konnte also kaum Wasser zurückhalten. In kurzer Zeit war enorm viel talwärts fliessendes Wasser vorhanden.

Wie sehen die Prognosen aus: Werden Überschwemmungen in den kommenden Jahren zunehmen?

Nach den jüngsten Berechnungen aus dem Jahr 2011 besteht für die Zukunft in der Schweiz eine schwache Tendenz zu intensiveren Niederschlägen im Herbst. Eine potenzielle Intensivierung ist auch für den Sommer und für den Winter ersichtlich. Trotz dieser eher schwachen Signale schliesst man aber auch grosse Änderungen im Regime der intensiveren Niederschläge nicht aus. Das bedeutet, dass die zukünftige Entwicklung der intensiveren Niederschläge ziemlich unsicher ist.

Müssen wir auch nächstes Jahr mit einem stabil-nassen Sommer rechnen?

Der letztjährige Sommer 2013 war sehr warm, trocken und sonnig. Der diesjährige war kühl und vor allem zur Mitte extrem nass und trüb. Damit zeigt sich die grosse Spannweite des möglichen Sommerverlaufs in der Schweiz. Was der nächste Sommer im Detail für uns bereit hält, kann niemand sagen. Eindeutig feststellbar ist seit den 1980er-Jahren eine ausgeprägte Tendenz zu wärmeren Sommern in der Schweiz. Beim Niederschlag zeigt sich jedoch in den letzten Jahrzehnten keine langfristige Tendenz zu trockeneren oder zu nasseren Sommern.

Diese Seite weiterempfehlen
Bitte überprüfen Sie Ihre Verbindung