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Ein Grotto im Ausnahmezustand

In den vergangenen 17 Jahren steckte Pierluigi Olgiati viel Schweiss und Herzblut in sein Grotto Morchino. In der Sturmnacht vom 28. Juni rutschte im wahrsten Sinne des Wortes alles den Hang hinunter. Der zuständige Schadeninspektor setzte alles daran, das über 300-jährige Restaurant zu retten und das Juwel wieder herzurichten.

7. November 2017, Text: Isabella Awad, Fotos: Till Forrer, Video: Focus Format

Als ob er einen nahen Verwandten verloren hätte – so fühlte sich Pierluigi Olgiati, als er am Morgen des 29. Juni vor seinem Grotto stand. Das Haus, die Terrasse sowie die ganze Anlage, alles lag begraben unter tonnenschweren Bäumen, die der Sturm über Nacht umgerissen hatte. Dass es stürmte, hatte er mitbekommen, und er erwartete auch den einen oder anderen abgerissenen Ast auf seinem Grundstück. «Das Ausmass der Zerstörung war jedoch ein Schock», gesteht er.

Terrasse komplett zerstört

«Im ersten Moment war ich ratlos, dann rief ich bei Helvetia an», erinnert sich Pierluigi Olgiati. Auch Schadenexperte Maurizio Spagnol ist die Situation noch präsent: «Er war total von der Rolle. Bevor wir über den Schaden sprechen konnten, brauchte er moralischen Support.» Um das Ausmass des Schadens zu erkennen, galt es zuerst einmal das Gelände und vor allem die Treppe zum Haus freizuräumen. Während mehrerer Tage zersägten Arbeiter die vier riesigen Bäume, die der Sturm vom Hang hinuntergerissen hatte. Die Terrasse – das Juwel des Grottos – war komplett zerstört. Der Aufprall der Bäume hatte zudem einen Teil des Dachs zertrümmert.

Eine Tradition fortsetzen

Das Grotto Morchino in Lugano Paradiso ist für Pierluigi Olgiati eine Herzensangelegenheit. Es wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. «Anfang des 19. Jahrhunderts arbeiteten meine Urururgrosseltern für die damaligen Inhaber, und 1842 ging das Grotto dann in den Besitz unserer Familie über», erklärt der Tessiner Wirt ein wenig stolz. Bis in die 1970er-Jahre führte sein Onkel das Restaurant. Pierluigi Olgiati erinnert sich: «Nach dem Tod meines Onkels blieb es lange Zeit geschlossen; manchmal habe ich es privat genutzt.» Dann entschied sich Pierluigi Olgiati, der damals beim Tessiner Fernsehen arbeitete, das Grotto Morchino am 1. April 2000 wieder zu eröffnen und selber zu führen.

Überlebt das Restaurant?

«Ich konnte Pierluigi Olgiati rasch bestätigen, dass der Schaden versichert ist», sagt Maurizio Spagnol. Ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen, ergänzt Pierluigi Olgiati. Da der Juli für ein Grotto die lukrativste Zeit ist, war rasches Handeln an-gesagt. Maurizio Spagnol schlug vor, ein Zelt vor dem Grotto aufzustellen, damit die Gäste trotz Bau-stelle draussen speisen konnten. «Zwei Wochen nach dem Desaster empfingen wir bereits wieder Gäste – Helvetia sei Dank», lobt Pierluigi Olgiati den Einsatz des Schadeninspektors.

Solidarität tut gut

«Die Solidarität und die tröstenden Worte von Freunden und Kunden – persönlich, aber auch über Facebook – berührten mich sehr», sagt Pierluigi Olgiati, der inzwischen wieder lachen kann. Touristen seien auf die Terrasse zugesteuert und hätten konsterniert gefragt, ob sie renovierten. – «Ich freue mich bereits auf die kommende Saison, wenn mein Grotto Morchino wieder heil ist», wünscht er sich. Die Arbeiten am Dach, am Hang und an der Terrasse kommen voran. Maurizio Spagnol ist zuversichtlich: «Ich denke, im Juli 2018 werden die Gäste wieder Polenta und Boccalino auf der neuen Terrasse geniessen können.»

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