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Schadenfälle
Wohnen & Eigentum

Wenn 450'000 Liter Wasser im Boden versickern

Unbemerkt sind im Schulhaus Inwil in Baar (ZG) über Nacht rund 450'000 Liter Wasser ausgelaufen. Die Hälfte davon ist im Unterlagsboden und in der Isolation versickert. Mit Spezialgeräten, Extrastrom und viel Einfühlungsvermögen hat Helvetia Schadenexperte Walter Strickler die Herausforderung bewältigt.

13. September 2017, Autor: Linda Zampieri, Photos: zVg

Als Schulleiter Philippe Lau während den Herbstferien kurz die Anzeigentafeln im Schulhaus kontrollieren wollte, war die Überraschung gross: Das gesamte Sockelgeschoss stand knöchelhoch unter Wasser. «Ich dachte zuerst, beim Putzen sei etwas Wasser ausgelaufen. Erst nach ein paar Sekunden habe ich begriffen, dass das ganze Geschoss unter Wasser stand.» Zu den ersten Personen vor Ort gehörte auch Silvio Speri, der für die Gemeinde Baar für den Unterhalt der Liegenschaften zuständig ist: «Ich habe als Erstes die Wasserzuleitung abgedreht und die Feuerwehr alarmiert. Danach ging es vor allem darum, so viel wie möglich ins Trockene zu bringen.» Im Sockelgeschoss sind zwei Kindergärten und mehrere Werk- und Bastelräume untergebracht.

Schrecken auf den zweiten Blick

Nachdem die Feuerwehr weg war, konnten sich Helvetia Schadenexperte Walter Strickler und der externe Gebäudeexperte Roger von Euw umsehen. «Wir wussten, dass gut 450'000 Liter Wasser ausgelaufen waren und dass die Feuerwehr nur einen Bruchteil davon ausgepumpt hatte. Uns war schnell klar, dass die Differenz von rund 200'000 Litern Wasser in die Bodenkonstruktion eingedrungen sein musste», erklärt Walter Strickler. Ebenfalls war schnell klar, dass das Trocknen bei dieser Grössenordnung nicht einfach werden würde. «Zum guten Glück konnten wir Bauleiter Daniel Widmer verpflichten. Alleine hätte ich das niemals geschafft», ist sich Silvio Speri sicher. Die Widmer Partner Baurealisation AG hat vor sieben Jahren die Totalsanierung des Schulhauses übernommen und war deshalb bestens vertraut mit der Substanz des Gebäudes.

Mit Vakuum Wasser entfernen

Die Experten konnten jedoch nicht sofort loslegen. «Bei uns gehen 300 Kinder ein und aus. Mir war deshalb wichtig, dass der Schulbetrieb trotz der anstehenden Arbeiten reibungslos weiterging», erzählt Schulleiter Lau. In den oberen Etagen wurden deshalb mittels Trennwänden neue Räume für die Kindergärtler geschaffen. Den Werkunterricht mussten die Schüler in einem anderen Schulhaus besuchen. In den Weihnachtsferien startete dann die grosse Trocknungsaktion. An verschiedenen Orten wurden Löcher in den Boden gebohrt, in die dann Schläuche gesteckt wurden. Mittels Vakuum konnte dann das Wasser aus dem Boden entfernt werden. «Diese Geräte haben unglaublich viel Strom gebraucht. Aus diesem Grund musste von der 200 Meter entfernten Trafostation eine separate Stromleitung ins Schulhaus gezogen werden», führt Silvio Speri aus.

Zahlen ohne Diskussionen

Doch was hat den ganzen Schaden angerichtet? Übeltäter war ein Feuerlöschposten, der bei der Totalsanierung eingebaut wurde. «Wir konnten feststellen, dass zwei Rohrteile, die eigentlich fest zusammengepresst sein sollten, sich auseinandergeschoben haben. Über die Ursache dafür lässt sich nur spekulieren», erklärt Roger von Euw. «Obwohl ein Mangel an der Löschanlage nicht komplett ausgeschlossen werden kann, kommt Helvetia für den Schaden auf», sagt Walter Strickler. Insgesamt beläuft sich die Schadensumme auf rund 600'000 Franken. Schulleiter Lau und Silvio Speri sind sehr zufrieden: «Da wir das Schulhaus erst vor kurzer Zeit auf Vordermann gebracht haben, wollten wir kein ‹Flickwerk›. Das hat Walter Strickler sofort akzeptiert und alles veranlasst, damit die Kinder wieder in ein tadellos in Stand gesetztes Schulhaus gehen können.»

Walter Strickler

Walter Strickler

Walter Strickler arbeitet bereits seit April 1999 als Schadenexperte bei Helvetia Versicherungen. Im Fall «Schulhaus Inwil» übernahm er die Fallführung. Diese beinhaltet das Aufbieten von Experten, die Beurteilung von Versicherungsdeckungen und Entschädigungsleistungen.

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