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Gucklochfahren: erhöhte Unfallgefahr und teure Bussen

Handschuhe vergessen, zu wenig Zeit oder einfach keine Lust – alles bekannte Ausreden, weshalb man an einem verschneiten Morgen nur das Allernötigste an Eis von der Frontscheibe wegkratzt. Doch aufgepasst, Gucklochfahren ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch teuer werden.

12. Dezember 2019, Text: Mirjam Arnold, Foto: Unsplash

Auf dem Bild sieht man eine Person mit rotem Schirm zwischen zwei farbigen, schneebedeckten Autos durchgehen.
Es lohnt sich, an einem kalten Morgen genügend Zeit fürs Eiskratzen einzuplanen.

Am besten starten Sie Ihr Fahrzeug im Winter erst, wenn es komplett von Eis und Schnee befreit ist. Schon allein wegen der Sicherheit sollten Sie am Morgen genügend Zeit fürs Eiskratzen einplanen. Wenn Sie nur die Fahrerseite der Scheibe vom Eis befreien oder sich mit einem kleinen Guckloch zufriedengeben, kann dies teuer werden. Sie müssen mit einer Strafe von mehreren hundert Franken rechnen und möglicherweise auch den Führerausweis abgeben.

Nicht nur die Frontscheibe muss eisfrei sein

Vor dem Losfahren sollten Sie nicht nur darauf achten, dass die Frontscheibe komplett schnee- und eisfrei ist. Diese Regel gilt nämlich auch für

  • die vorderen Seitenscheiben,
  • die Seitenspiegel,
  • die Lichter,
  • die Kontrollschilder,
  • das Autodach,
  • die Motorhaube
  • und den Kofferraumdeckel.

Motor beim Eiskratzen ausgeschaltet lassen

Starten Sie den Motor erst nach dem Eiskratzen. Er verursacht sonst nur unnötig Lärm und Abgase. Zudem können Sie für den laufenden Motor im Stand ebenfalls eine Busse erhalten.

Sich gegen Leistungskürzungen bei einem Unfall absichern

Fahren mit noch zugefrorener Scheibe oder schneebedecktem Fahrzeug ist grobfahrlässig. Es ist nicht nur für alle Strassenteilnehmer gefährlich, sondern führt oft auch zu schwerwiegenden Folgen. Die Zusatzversicherung «Grobfahrlässigkeitsverzicht» schützt Sie im Schadenfall vor Leistungskürzungen durch grobfahrlässiges Handeln. Nicht eingeschlossen sind weitere Konsequenzen wie die Busse, der Führerausweisentzug oder resultierende Kosten aus einem Verkehrsunfall mit Sach- und oder Personenschaden.

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