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Sendung «Geld»: Vorsorge für Frauen

Viele Frauen können bis zum Pensionsalter deutlich weniger Altersguthaben ansparen als Männer. Grund dafür sind Familienpause, Teilzeitarbeit sowie die durchschnittlich höhere Lebenserwartung. Wie sie allfällige Vorsorgelücken schliessen können, zeigen die Experten von Helvetia in der Sendung Geld.

01. Mai 2020, Text: Hansjörg Ryser, Foto: Unsplash, Videos: TVO, Tele M1, Tele 1

Studien belegen: Viele Frauen haben bis zum Pensionsalter oft deutlich weniger Geld in der zweiten und dritten Säule angespart als Männer. Dies liegt einerseits daran, dass sie grundsätzlich weniger Jahre Zeit haben, in ihre Vorsorge einzuzahlen. Sie haben statistisch eine längere Lebenserwartung und werden früher pensioniert. Andererseits entstehen Beitragslücken durch Familienpause und Teilzeitarbeit. Nur in der ersten Säule sind die Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht so gross, so lange keine Beitragslücken entstehen: Diese werden vermieden, indem die Mutter während der Familienzeit den jährlichen AHV-Mindestbeitrag von derzeit 496 Franken zahlt oder der Ehepartner den doppelten Jahresbeitrag entrichtet.

Vorsorgelücken durch Teilzeitarbeit

Wenn eine Mutter einige Jahre Teilzeit arbeitet oder eine Familienzeit nimmt, entstehen aber oft erhebliche Lücken in der Pensionskasse. Erreicht ihr Jahreseinkommen die Eintrittsschwelle von 21'330 Franken nicht, fällt die zweite Säule ganz weg. Um die Vorsorgesituation zu verbessern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können beide Elternteile Beiträge in die Säule 3a bis zum jeweiligen Maximum einzahlen (maximal 6826 Franken, bzw. 20 Prozent des Nettoeinkommens). Und zwar solange ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wird - auch wenn dies nur für ein paar Monate im Jahr ist. Dazu zählt unter anderem auch die gesetzliche Mutterschaftsentschädigung. Viele Pensionskassen ermöglichen zudem, während einer gewissen Zeit des Erwerbsunterbruchs zumindest die Risikobeiträge weiter zu zahlen. So bleibt der Vorsorgeschutz bei Erwerbsunfähigkeit erhalten.

Finanzielle Aspekte bei Scheidung

Ein weiterer Grund für Vorsorgelücken bei Frauen kann eine Scheidung sein. Bei der AHV sollte das Splitting beantragt werden. So werden die während der Ehejahren erzielten Einkommen zwischen den geschiedenen Ehepartnern geteilt. Für die oft nicht oder weniger erwerbstätigen Frauen ist das für die Berechnung der künftigen AHV-Rente besonders wichtig. In der AHV können zwar Beitragslücken der letzten fünf Jahre nachgezahlt werden, um so Rentenkürzungen zu vermeiden. Doch aufbessern lässt sich die künftige Rente nur durch einen Aufschub der Pensionierung.

Bei der Pensionskasse werden die Guthaben bei der Scheidung und die Differenzen ausgeglichen. Während hier Vorsorgelücken durch Einkäufe geschlossen werden können, um die Rente aufzubessern, sind in der Säule 3a keine Nachzahlungen möglich. Im Unterschied zur Pensionskasse werden die Guthaben hier wie andere gemeinsame Vermögenswerte bei der Scheidung nach Güterrecht geteilt.

Mitverantwortung tragen

Die Experten raten Frauen, möglichst früh und regelmässig in die verfügbaren Vorsorgeeinrichtungen einzuzahlen. Beide Partner sollten zudem immer Dokumente zum Eigengut aufbewahren. Das sind die Vermögenswerte, welche in die Ehe eingebracht wurden oder während der Ehe, beispielsweise durch Erbschaften, zugeflossen sind. Bei einer allfälligen Scheidung werden diese ausgeschieden und nicht geteilt, auch wenn sie etwa für Einkäufe in die Pensionskasse des Partners oder für den Kauf von gemeinsamem Wohneigentum verwendet wurden. Generell sollten beide Partner über die finanziellen Verhältnisse der Familie informiert sein und Mitverantwortung tragen. Dazu gehören auch ein Vorsorgeauftrag und ein Erbvertrag.

Als Experten treten auf:

• Christof Schwarber, Generalagent Helvetia Rheintal (TVO)
• Daniel Wyss, Generalagent Helvetia Olten (Tele M1)
• Stefan Kälin, Hauptagent Helvetia Einsiedeln (Tele 1)

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