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Wohnen
Privathaftpflicht

Schäden an der Mietwohnung – wer zahlt wann?

Es ist so schnell passiert: Die Tasse landet am Boden und hinterlässt einen tiefen Hick und einen unschönen Flecken im anfälligen Parkett. Diese Situation ist sehr unangenehm. Trotzdem: Nicht in jedem Fall müssen Sie als Mieter die Reparatur bezahlen. Hier erfahren Sie, wann wer zahlt.

29. Mai 2019, Text: Alexandra Muheim, Foto: Helvetia

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl, hat die Füsse auf dem Schreibtisch und arbeitet am Computer.
Schäden an der Mietwohnung sind immer unangenehm – aber nicht immer müssen Sie die Kosten übernehmen.

Als Mieter einer Wohnung gibt es einige Dinge, die Sie unbedingt wissen sollten im Falle eines Schadens. Denn wenn der Schaden noch so gross scheint, kann es sein, dass die Kosten am Ende doch der Vermieter bezahlt. Dafür muss man vor allem wissen, wie alt das beschädigte Teil der Wohnung ist und ob der Schaden unter normale oder übermässige Abnutzung läuft. 

Je älter die Wohnungsteile, desto weniger müssen Sie zahlen

In Mietwohnungen haben viele Dinge ein «Verfallsdatum». So geht man bei Parkett normalerweise von einer Lebensdauer von zehn Jahren aus, danach muss er wieder abgeschliffen werden. Den vollen Schaden für den oben erwähnten Hick im Boden zahlen Sie deshalb nur gleich nach dem Abschleifen oder dem Neuverlegen des Bodens. Mit jedem weiteren Jahr das vergeht, betragen die Kosten für den Mieter 10% weniger in einem Schadenfall. Passiert das Malheure acht Jahre nachdem der Boden neu verlegt wurde, zahlen Sie nur noch 20% der Kosten.

Und wenn der Hick im Parkett nur klein ist? Wenn es unverhältnismässig wäre, den ganzen Boden für einen kleinen Schaden abzuschleifen, kann der Vermieter einen fixen Teilbetrag verlangen, ohne das eine Reparatur vorgenommen wird. In dem Fall spricht man vom Festlegen eines Minderwertes.

Was müssen Sie zahlen?

Es gibt zwei mögliche Fälle, in denen Sie die Kosten für Schäden tragen müssen. Diese sind übermässige Abnutzung und Instandhaltungsmassnahmen. Aber was versteht man darunter?

Übermässige Abnutzung bedeutet einerseits, dass Teile der Wohnung stärker beansprucht sind, als man das nach einer gewissen Zeit erwarten dürfte. Die Grenze zwischen normaler und übermässiger Abnutzung ist dabei nicht immer klar. Von einer übermässigen Abnutzung ist beispielsweise im Falle von Raucherschäden, zerrissenen Tapeten, Brandspuren auf dem Teppich, Kratzspuren von Haustieren, Sprüngen in Lavabo oder Badewanne etc. auszugehen. Trotzdem zahlen Sie auch in diesen Fällen grundsätzlich nur den Zeitwert. Es kann aber sein, dass der Schaden den Sie verursacht haben einen grösseren Aufwand für die Wiederinstandsetzung benötigt, als beispielsweise das übliche Streichen einer Wand oder Abschleifen eines Bodens nach zehn Jahren. Diese Zusatzkosten werden ebenfalls Ihnen zu Lasten gelegt.

Zu den natürlichen Abnutzungen gehören hingegen Schatten, welche Bilder an den Wänden hinterlassen; Löcher von Nägeln und Schrauben in den Wänden, die sachgerecht verschlossen wurden vor der Wohnungsübergabe; abgenützte Teppiche und ähnliche Spuren. Alle diese Kosten übernimmt der Vermieter.

Es gibt unter anderem auch Instandhaltungsmassnahmen für die jeder Mieter verantwortlich ist und dafür aufkommen muss. Dazu gehören in den meisten Fällen das Auswechseln von defekten Sicherungen, das Entstopfen eines verstopften Syphons bis zur Hauptleitung, der Ersatz von Kuchenblechen und ähnliches.

Wie verhalten, wenn etwas passiert ist?

Wichtig ist, dass Sie die Schäden immer dem Vermieter melden und nicht selber einen Handwerker engagieren. Im schlimmsten Fall kann es sein, dass Sie die Kosten für die Reparatur plus weitere Kosten für Handwerker zahlen, welche vom Vermieter im Nachhinein engagiert werden. Rechnungen, die Sie von Ihrem Vermieter für Reparaturen erhalten, sollten Sie immer direkt an Ihre Versicherung senden. Schäden von übermässiger Abnutzung übernimmt meistens die Privathaftpflicht. Im Falle eines bestrittenen Schadens, sollte ebenfalls die Versicherung benachrichtigt werden.

Bei verhärteten Fronten

Mieterschäden können bei guter Abwicklung ganz unkompliziert gelöst werden. Leider gibt es aber auch immer wieder Situationen bei denen es zwischen Vermieter und Mieter zu Streitigkeiten kommt. In solchen Fällen lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung.

Für Schäden in der Wohnung

Boden verkratzt? Wand verschmiert? Lavabo kaputt? Dann hilft Ihnen die Helvetia Privathaftpflichtversicherung.

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