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Jobs und Karriere
Human Resources

Individuelle Benefitsysteme und Vielfalt sind für Helvetia klare Wettbewerbsvorteile

Roland Bentele, Leiter Corporate Center & HR, und Hamiyet Dogan, Leiterin HR Business Partner CH & Recruiting, sprechen im Interview über Frauen in Führungspositionen, Individualisierung und die Entwicklung von Helvetia als Arbeitgeberin.

9. Juli 2019, Interview: Martin Maas, Foto: Helvetia

Zwei Männer und eine Frau sitzen an einem Schreibtisch und diskutieren.
Mitarbeitende suchen ihre Benefits bei Helvetia selber aus.

Herr Bentele, Frauen in Führungspositionen und Vielfalt sind Themen, die seit vielen Jahren heiss diskutiert werden. Wo steht Helvetia hier aktuell?

Bentele: In der Tat sind diese Themen bereits Evergreens im HR Tagesgeschäft. Das beweist, dass eine Umsetzung nicht so trivial ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Als Helvetia waren wir in den letzten Jahrzehnten kein Vorreiter, was bspw. die Thematik "Frauen in Führungspositionen" angeht – hier war in der Vergangenheit eher "der Mann" als Führungskraft gesetzt – Jobsharing von weiblichen Führungskräften, wie wir es heute bei uns erleben – undenkbar. Zum Glück hat sich dieses Denken und Handeln in den letzten Jahren spürbar verändert und wir sehen auf vielen Ebenen deutliche Verschiebungen. Hierbei helfen uns unter anderem unsere KPI-Systeme und die Fähigkeit, konkrete und zeitnahe Anpassungen auf Grund dieser Ergebnisse vornehmen zu können. Was mich in Bezug auf die Gender-Thematik auch positiv stimmt, ist die kontinuierliche Zunahme von Männern in Teilzeittätigkeiten in allen Bereichen bei Helvetia.

Wie möchte Helvetia für Frauen noch attraktiver werden, gerade in elementaren Bereichen, wie dem Aussendienst? 

Bentele: Die Herausforderungen, die wir heute in Bezug auf die Attraktivität der Versicherungsbranche für Frauen speziell im Aussendienst haben, sind hausgemacht. Wer sprach in den letzten 50 Jahren von "Versicherungsvertreterinnen" – keiner – auch wir nicht. Das klassische Rollenbild war der seriöse Mann im Anzug mittleren Alters, der vor Ort beim Kunden zu Versicherungsleistungen beriet. Kein Wunder, dass für die meisten Frauen, dieses Berufsbild nie in die engere Auswahl kam – weil es an Vorbildern fehlte. Wir investieren viel, um diese Klischees aus den Köpfen potenzieller, zukünftiger Mitarbeiterinnen zu bekommen. Wohlwissend, dass die Reise eine lange sein wird – und deswegen fangen wir eher früher als später damit an. Intern haben wir ein paar Hausaufgaben zu erledigen, da es durchaus am heutigen Aussendienstmodell Themen gibt, die wenig attraktiv auf Frauen wirken. Wenn wir diese gelöst haben, bin ich mir sicher, dass wir ein spannendes Gesamtpaket für zukünftige Aussendienstmitarbeiterinnen anbieten können.  

Frau Dogan, das richtige Paket anbieten zu können – was bedeutet das ganz konkret bei Helvetia?

Dogan: Zusammengefasst bedeutet das für uns: Du kannst als Mitarbeitender die Benefits auswählen, die zu deiner individuellen Lebenssituation passen – und nicht wir als Arbeitgeberin sagen dir, was gut für dich ist.

Wie hart ist bereits heute der Kampf der Arbeitgeber untereinander, sich mit noch attraktiveren Benefits überbieten zu wollen und stellt sich Helvetia diesem Wettrüsten?

Dogan: Klar ist, es gibt diesen Wettbewerb um immer bessere Benefits und immer tollere Arbeitswelten mit Tischkicker, Gratis-Essen und sonstigen Angeboten, da sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft. Grossunternehmen sind hier oftmals Vorreiter bei den vermeintlich notwendigen Benefits und der Arbeitsplatzgestaltung. Zugegeben, Vieles davon klingt auf den ersten Blick verlockend. Aus unserer Sicht kommt es jedoch auf die richtige Mischung und das Gesamtpaket an. Wir setzen uns regelmässig mit unserem breiten Angebot an Arbeitgeberleistungen auseinander und holen hierfür auch immer wieder die Meinungen unserer Mitarbeitenden ab, die in unsere Entscheidungen miteinfliessen. Wir möchten gezielte und sinnvolle Leistungspakete anbieten, die unseren Mitarbeitenden auch etwas bringen und uns nicht mit Einzelmassnahmen ins Rampenlicht stellen. Daher laufen diese Massnahmen auch unter dem Slogan WorkReallySmart@helvetia.

Wenn es auf den Tischkicker nicht ankommt, was sind dann die Leistungen, mit denen Sie vor Allem die jüngeren Mitarbeitenden in Zukunft begeistern wollen? 

Dogan: Individualisierung ist aus unserer Sicht ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Lebenssituationen unserer Mitarbeitenden und die daraus entstehenden Bedürfnisse an die Gestaltung des Arbeitslebens sind sehr verschieden. Wir wollen jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter die höchstmögliche Flexibilität gewährleisten. Wer vorübergehend oder langfristig sein Pensum reduzieren möchte, um mehr Zeit für private Themen zu haben, kann das bei uns ebenso realisieren, wie jemand, der die Welt bereisen und mehrere Monate Auszeit nehmen möchte. Gleiches gilt selbstverständlich auch für die individuelle Arbeitszeitgestaltung im Sinne von Gleitzeit, Home Office oder Mobile Office. Zudem fördert Helvetia die individuelle Entwicklung und die Freiheit in der Gestaltung von Karrierewegen. Wir bieten nicht nur die Leiter nach oben – genauso spannend sind auch Entwicklungen auf gleicher Ebene im Sinne einer Fachexpertenlaufbahn oder durch einen Perspektivenwechsel in andere Bereiche. 

Herr Bentele, was glauben Sie, welchen Stellenwert wird das Thema Vielfalt zukünftig haben? Wird Vielfalt zum Wettbewerbsvorteil?

Bentele: Ganz klare Antwort: Ja! Vielfalt wird nicht nur zum Wettbewerbsvorteil, es ist es heute schon. Schauen Sie sich die erfolgreichen Weltkonzerne an – hier wird nach Mindset und Erfahrung eingestellt und nicht nach Herkunft, Geschlecht oder Militärkarriere. Auch deswegen sind diese Unternehmen so erfolgreich, weil sie sich bewusst die Vielfalt ihrer Mitarbeitenden zum Vorteil machen. Wer sich der Vielfalt verschliesst, wird auf lange Sicht verlieren.

Podcast

Erfahren Sie, wie Roland Bentele und Hamiyet Dogan über die Zukunft von Helvetia als Arbeitgeberin denken.

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