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«Wenn ich laufe, dann richtig»

101 km, 6’700 Höhenmeter und Eiger, Mönch und Jungfrau: Lea Degen, Regionenleiterin Deutschschweiz und Tessin im Portfoliomanagement Hypotheken, nimmt Sie mit auf den 5. Eiger Ultratrail und erzählt, wie sie von der Hobbyläuferin zur Extremsportlerin wurde.

03. April 2018,  Autor: Lea Degen, Foto: Lea Degen

Lea Degen lächelt bei einem Berglauf in die Kamera.
Lea Degen: von der Hobbyläuferin zur Extremsportlerin.

«Samstag, 18. Juli 2015, 4.45 Uhr. Zusammen mit knapp 500 weiteren Läuferinnen und Läufern stehe ich im Zentrum von Grindelwald. Den Startschuss zum international gut besetzten 5. Eiger Ultratrail kann ich kaum erwarten. In wenigen Minuten geht es los, der Countdown läuft. Vor mir liegen 101 km und knackige 6’700 Höhenmeter. Das Zeitlimit beträgt 26 Stunden. Für die nächsten zwei Tage werden Sonne und warme Temperaturen vorhergesagt. Ein Traum für jeden Ultraläufer. Ich bin extrem nervös, kann meinen Gedanken kaum folgen: Schaffe ich es innerhalb der Zeitlimite? Habe ich genügend Trainingskilometer in den Beinen? Ist die Pflichtausrüstung komplett in meinem Laufrucksack? Reichen meine Riegel, Gels, Gummibärli und Wasser für die Verpflegung unterwegs? Habe ich mir die Anstiege mit den Kilometerangaben richtig gemerkt? Wann kommt schon wieder der erste Verpflegungsposten? Habe ich die richtige Laufbekleidung und die passenden Trail-Schuhe gewählt?

Und dann geht es endlich los! Im Pulk laufe ich die ersten Kilometer und beeile mich gar nicht. Wieso auch? Ich habe ja auf den kommenden 100 km genügend Zeit zum Überholen. Ich kämpfe nur für mich und für das Erreichen meiner ganz persönlichen Ziele. Der Wettkampf wird für mich ein Erlebnis der Superlative. Die grandiose Bergwelt ist vom Feinsten, die Anstiege schaffe ich problemlos, und auf dem Gipfel geniesse ich jeweils für kurze Momente die fantastische Aussicht. Der von allen Läufern gefürchtete Hammermann meldet sich nicht, körperlich bin ich in einer super Verfassung. Der Wettkampf läuft für mich perfekt. Ich geniesse jeden Kilometer. Schliesslich erreiche ich nach weniger als 19 Stunden wieder Grindelwald, wo ich mit einem riesengrossen Lächeln die Ziellinie überquere.

Vom Laufvirus befallen

Angefangen hat alles mit einem Inserat in der Zeitung: in zehn Wochen an den Basler Stadtlauf. Das war 1992, und seither bin ich vom Laufvirus befallen. Anfangs habe ich meine damalige Trainerin belächelt, wenn sie uns im Training von stundenlangen Waldläufen vorschwärmte, mittlerweile gehöre ich auch zu diesen ‹Spinnern›. Die Distanzen sind langsam gewachsen: vom damaligen Stadtlauf von 5.7 km zu einem Zehn-Kilometer-Lauf, dann der erste Halbmarathon und schliesslich die volle Marathondistanz von 42.2 km. Doch damit war noch nicht Schluss. Inzwischen gehören Ultraläufe über Distanzen von mehr als 42 Kilometern zu meinen Lieblingsläufen. Wenn schon laufen, dann richtig. Während des Laufens kann ich meinen Gedanken nachgehen, lasse meinen Arbeitsalltag nochmals Revue passieren. Ich entwerfe in Gedanken unkonventionelle Lösungen, denke an laufende Projekte, die Weiterentwicklung meines Teams und vieles mehr. Beim Sport kann ich abschalten und meine Seele baumeln lassen.

«The Iron Lady of Switzerland» auf dem Bike

Da mir die flachen Marathons mit der Zeit gesundheitliche Probleme bereiteten, versuchte ich es mit den Bergläufen. Und schon bald gehörten der Jungfrau-Marathon, der Zermatt Marathon und der 78 km lange Swissalpine zu meinen Lieblingsläufen. Den Jungfrau-Marathon habe ich mittlerweile zehnmal erfolgreich absolviert. Es lief mir aber trotzdem jedes Mal kalt den Rücken hinunter, wenn ich bei Kilometer 40 die berüchtigte Moräne hochstieg, vorbei am traditionellen Dudelsackspieler, und dann auf den letzten zwei Kilometern nochmals Gas geben konnte. Dieses Bergpanorama – einfach gewaltig. Die eindrückliche Bergwelt entschädigt mich jeweils für sämtliche Strapazen. Mental schätze ich mich sehr stark ein. Und ohne unwiderstehlichen Durchhaltewillen geht es eh nicht. Bei Ultraläufen leiden alle Teilnehmer. Deshalb ist eine positive Einstellung eine Grundvoraussetzung für den Erfolg. Die Gewissheit, dank optimaler Vorbereitung das Ziel erreichen zu können, macht mich stark. Und das Glücksgefühl beim Überqueren der Ziellinie ist nicht zu beschreiben.

Das Verrückteste, was ich je unternommen habe? 2010 habe ich am längsten Velorennen der Welt teilgenommen: The Andes Trail. Zwischen dem Start in Quito (Ecuador) und dem Ziel in Ushuaia (Argentinien) liegen 11’000 km und 100’000 Höhenmeter. Wir benötigten für diese Biketour viereinhalb Monate. Nur zwei von 25 Bikern gelang es, die ganze Strecke alleine mit dem Bike zu bewältigen. Einer davon war ich. Sie nannten mich deshalb respektvoll ‹The Iron Lady of Switzerland›. Und da ich eine richtige ‹Iron Lady› werden wollte, habe ich 2016 entschieden, am ‹Swiss Irontrail› mitzulaufen. Dies ist ein Ultratrail im Bündnerland über 201 km und mehr als 12’000 Höhenmeter. Seit dem Zieleinlauf darf ich mich als wirkliche ‹Iron Lady of Switzerland› bezeichnen. Wer meint, mein Durst nach grossen Herausforderungen sei nun langsam gestillt, der täuscht sich. Es gibt noch viele Ultratrails oder Radtouren, die mich reizen würden.

Begeisterung, Ausdauer, Kraft und Leistung auch im Job

Mit meinen täglichen Velofahrten von 54 km zur Arbeit und zurück hole ich mir die nötigen Trainingsgrundlagen. Dazu kommen ein bis zwei Lauftrainings pro Woche. So bringe ich meinen anspruchsvollen Job und mein Hobby gut unter einen Hut. Ich bin fest davon überzeugt: Wer in seiner Freizeit Sport treibt, ist für sein Unternehmen doppelt wertvoll. Meine Erfahrungen aus dem Sport wirken sich auch auf meine Leistungen im Job aus: Wie in einem Wettkampf benötigt ein erfolgreiches Team den Einsatz, die Unterstützung und das Wissen eines jeden Teammitglieds. Ich weiss, dass ich mich auf mein Team verlassen kann. Zudem verfüge ich über Ausdauer und Durchsetzungsvermögen. Nach jeder Passhöhe kommt eine herrliche Abfahrt. Und ich habe gelernt, auch nach Niederlagen wieder aufzustehen und vorwärtszuschauen. Um erfolgreich zu sein, braucht es Begeisterung, Ausdauer, Kraft und Leistung – bei Helvetia wie auch beim Sport!»

Lea Degen liebt ihr grosses Aufgabengebiet im Portfoliomanagement Hypotheken und schätzt, dass sie sich aktiv einbringen und eigene Ideen umsetzen kann. So war Lea auch aktiv an unserem ersten Live-Recruiting Stream dabei, für welchen wir den HR Innovation Award verliehen bekommen haben.

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