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Milizpolitik wieder auf Touren bringen

Die Schweiz hat mit der Staatsidee des sich aktiv einbringenden Bürgers ein Erfolgsmodell geschaffen, das seinesgleichen sucht. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Politik ist aber nicht immer einfach. Gerade in Gemeinden sind viele Ämter vakant oder schwierig zu besetzen. Dank neuen Ideen soll sich dies wieder ändern.

9. März 2019, Text: Samuel Wernli, Foto: Swiss Re, Deniz Kenber

«Gemeinderat verzweifelt gesucht» und ähnliche Schlagzeilen sind in der Schweiz leider Realität geworden. Steht das Schweizer Milizsystem vor seinem Ende? Bei Helvetia sind wir davon überzeugt, dass politische Milizarbeit als fester Bestandteil der direkten Demokratie zu den grossen Erfolgsfaktoren der Schweiz gehört. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gemeindeverband haben wir deshalb anlässlich des Jahrs der Milizarbeit den Ideenwettbewerb «Zukunftsfähiges Milizsystem 2030» mitlanciert. Neunzehn neue Ideen für ein lebendiges und modernes Milizsystem kamen zusammen und drei davon wurden in einer Pitchsession vom Publikum ausgezeichnet.

Die positiven Wechselwirkungen werden unterschätzt

Die Pitchsession begleitete ein Diskussionspanel mit Gemeinde-, Kantons- und Bundespolitikern. Dort nahm auch Michaela Huser teil. Sie ist Aargauer Grossrätin, Einwohnerrätin in Wettingen und leitet bei Helvetia die Bereichsentwicklung der Beruflichen Vorsorge Schweiz, ausserdem kandidiert sie im Herbst 2019 für den Nationalrat. Die Herausforderung, Beruf und politisches Engagement zu verbinden, kennt sie aus eigener Erfahrung. «Es ist eine Frage der Planung und Organisation meinerseits sowie des Vertrauens seitens Arbeitgeber», meint sie. Die Offenheit und Flexibilität von Helvetia als Arbeitgeberin, um ihre Mandate wahrzunehmen, schätze sie, «doch am Ende des Tages werde auch ich an meiner beruflichen Leistung gemessen».

Michaela Huser ist überzeugt, dass ihre politischen Erfahrungen ihr im beruflichen Umfeld nützlich sind und umgekehrt. So fördere das Milizsystem das gegenseitige Verständnis zwischen Politik, Gesellschaft und Unternehmen. Dies werde heute häufig unterschätzt: Für ein zukunftsfähiges Milizsystem müsse darauf wieder grösseren Wert gelegt werden. Dafür sei der Dialog und somit die Sensibilisierung zum Stellenwert unseres Milizsystems von grösster Bedeutung. Ebenfalls zentral sei es, zugängliche Vorbilder auf allen politischen Ebenen zu haben: Menschen, die ihr Amt mit Freude und Stolz ausüben und Job und Politik gut unter einen Hut bringen – und von positiven Wechselwirkungen profitieren. 

Interesse wecken, Ämter attraktiver machen, Digitalisierung nutzen

Vom Publikum der Pitchsession prämiert wurden drei spannende Ideen: Regelmässig stattfindende Polit-Treffs an Schulen, als Weiterbildung anrechenbare ECTS-Punkte für den Aufwand im politischen Milizamt sowie einfach zugängliche elektronische Hilfsmittel, z. B. eine digitale Signatur für die Gemeindeexekutive. Auf der Website des Ideenwettbewerbs  sind alle eingereichten Ideen mit Kommentarfunktion zur Diskussion aufgeschaltet. An neuen Impulsen für ein zukunftsfähiges Milizsystem mangelt es nicht – nun gilt es, diese zu diskutieren, zu verfeinern und rasch möglichst umzusetzen. So können wir ein einzigartiges Schweizer Erfolgsmodell für alle gewinnbringend weiterentwickeln.

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