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Mit 53 Jahren vom Personalwesen in die Kundenberatung

Sie wagte im August 2020 den Quereinstieg in den Aussendienst – und das mit 53 Jahren. Wie Ildiko Carisch-Borda trotz grosser Bedenken diese Chance genutzt hat, und warum es sich manchmal lohnt, Extrameilen zu gehen, erzählt sie im Beitrag.

19. Januar 2021, Text: Michèle Schaub, Foto: Ildiko Carisch-Borda

Frau draussen vor der Agentur
Nachdem sie 25 Jahre lang im Personalwesen tätig war, hat Ildiko Carisch-Borda einen Quereinstieg gewagt: Als Kundenberaterin bei Helvetia.

Ildiko Carisch-Borda hat Wirtschaftspsychologie studiert. Nach dem Studium in Wien ist sie in der österreichischen Hauptstadt geblieben und hat dort viele Jahre im Personalwesen gearbeitet. 2011 erhielt sie die Chance für einen Standortwechsel in die Schweiz. «Das Leben in Zürich war anfangs sehr schwer für mich. Ich hatte Mühe mit der Sprache. Zudem war ich sehr einsam, meine Freunde waren alle in Österreich, meine Eltern weit weg in Ungarn. Ich wollte nach Wien zurück und war kurz vor der Abreise», erinnert sich Ildiko. Sie erzählt, dass sie wenig später den Auftrag erhielt, eine Stelle in der Kundenberatung zu besetzen. Im Zuge ihrer Recherche habe sie ihren heutigen Mann kennengelernt und sei dank ihm in der Schweiz geblieben. Vor acht Jahren habe sie eine Stelle bei Helvetia im Personalwesen gefunden: «Ich liebe die Arbeit mit Menschen und war sehr glücklich in diesem Bereich.» Sie verrät, dass wenig später auch ihr Mann als Aussendienst-Mitarbeiter zu Helvetia gekommen sei.

Bewerbung auf die Stelle des Ehemanns

Trotz der grossen Freude an ihrem Job seien Ildikos Arbeitstage nicht immer leicht gewesen. «Unser Wohnort im Kanton Graubünden ist ziemlich abgelegen und schränkte meine Lebensqualität aufgrund der enormen Reisetätigkeit des Recruiterjobs sehr ein. Ich wusste, dass ich beruflich etwas verändern musste.» Etwa zur gleichen Zeit habe ihr Mann ein externes Jobangebot erhalten. Ildiko habe dann als Recruiterin einen Nachfolger für ihn als Kundenberater in der Generalagentur Chur gesucht. «Mein Mann hatte grosse Bedenken, dass seine ehemalige Stelle optimal hätte besetzt werden können. Er pflegte gute Kundenbeziehungen», so Ildiko. Je intensiver sie sich mit dem Gedanken eines möglichen Jobwechsels befasst habe, desto mehr habe ihr die Idee gefallen, sich selber auf diese Stelle zu bewerben. «Ich kannte den Job ja nicht nur aus Recruitersicht. Wir haben uns zu Hause viel ausgetauscht. Ich wusste, dass ich es als 53-jährige Quereinsteigerin nicht leicht haben würde. Aber nach 25 Jahren im gleichen Bereich war ich durstig nach etwas Neuem und wollte die Möglichkeit einer beruflichen Veränderung unbedingt nutzen», erzählt sie.

«Ich hatte grossen Respekt vor diesem Job.»

«Der Bewerbungsprozess war dann eine richtige Challenge für mich. Ich musste natürlich die selben Rekrutierungsschritte absolvieren wie alle anderen Kandidaten auch. Ich hatte grossen Respekt vor diesem Job. Zudem kamen mir Zweifel, ob für die Kunden mein Alter, mein Geschlecht, meine Herkunft und die Tatsache, dass ich kein Rätoromanisch spreche, ein Problem sein könnten.» Von diesen aufkeimenden Selbstzweifeln habe sich Ildiko jedoch nicht abhalten lassen: «Ich war schon immer optimistisch eingestellt und eine Kämpfernatur. Es gibt sehr wohl Faktoren, die unveränderbar sind. Andere kann man mit viel Fleiss und einer positiven Einstellung selber beeinflussen.», sagt sie.

Ildikos Tipp: mutig sein und Vollgas geben

Ildikos Vorgesetzte hätten gesehen, dass sie den Job wirklich wolle und sich mit dem Gebiet und der Agentur auseinandergesetzt habe. «Quereinsteiger sollten an sich selbst glauben, erfolgsorientiert unterwegs sein und Vollgas geben», meint Ildiko mit voller Überzeugung. Über den positiven Bescheid habe sie sich natürlich unheimlich gefreut: «Ich bereue nicht, dass ich die Chance für einen Quereinstieg genutzt habe.» Und mit 53 Jahren brauche es natürlich trotzdem noch ein bisschen mehr Mut als in jüngeren Jahren, verrät sie lächelnd. «Aber wer nicht wagt, der kann nicht gewinnen, oder?!»

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