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«Chiara, Mama muss jetzt arbeiten»

COVID-19 verlangt Eltern einiges ab. Die meisten kümmern sich gerade selbst um den Nachwuchs – während der Arbeitszeit. Wie sieht der Alltag einer Mutter mit Kleinkind aus, die zum ersten Mal aus dem Homeoffice fürs Helvetia Service Center arbeitet? Das erzählt uns Michela Montesano.

30. April 2020, Text: Senada Kadic, Foto: Michela Montesano

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Mitarbeiterin mit Tochter im Homeoffice
Michela Montesano arbeitet fürs Helvetia Service Center aktuell von zu Hause aus. Immer mit dabei: ihre kleine Tochter Chiara.

Es war ein mulmiges Gefühl, als bekannt wurde, dass wegen des neuen Coronavirus möglichst alle ins Homeoffice sollen. Für mein Team besonders, denn ich gehöre seit rund sieben Jahren zum Service Center in Basel, und wir konnten bis zu diesem Tag noch nicht von zu Hause aus arbeiten. Das Homeoffice war schon in Planung, aber wegen Corona musste dann alles etwas schneller gehen. Vom Technischen her klappte auch alles tipptopp – trotzdem blieb die Sorge: Wie sollen wir den Weisungen des BAG folgen und gleichzeitig unsere Kinder und die Kunden am Telefon betreuen?

Der Vater bei der Arbeit, die Grosseltern in der Risikogruppe

Heute – nach mehreren Wochen im Homeoffice – weiss ich, dass das zu schaffen ist. Ich richte meinen Arbeitsplatz meistens dort ein, wo meine dreijährige Tochter Chiara viele Spielmöglichkeiten oder auch den Zugang zum Garten hat. Denn ich kümmere mich während den zwei Tagen, in denen ich arbeite, allein um sie. Mein Mann ist Polizist und arbeitet normal wie vorher. Die Grosseltern, die sonst auf Chiara während meiner Arbeitszeit aufpassen, werden altershalber zu den «besonders gefährdeten Personen» gezählt in der Risikogruppe, weshalb ich ohne zu zögern entschied, die Kleine nicht mehr zu ihnen zu schicken.

Natürlich ist es derzeit nicht immer leicht. Einmal zog meine Tochter das Kabel meines Headsets aus dem Laptop. Ich erkläre ihr dann «Chiara, Mama muss jetzt arbeiten» aber ein dreijähriges Kind versteht das nicht immer. Gerade vor den Osterferien empfand ich alles als sehr stressig, weil sich auch die Anrufe zu den Reiseversicherungen häuften, und die Kleine mir immer mehr abverlangte. Nach einer Verschnaufpause in den Osterferien, neuen Spielmöglichkeiten und Beschäftigungs-Tricks für Chiara, funktioniert es nun viel besser. Sie spielt beispielsweise sehr gerne mit Knete, und beim Malen verbringt sie auch einige Zeit mit sich selbst. Mittlerweile kann ich sogar ab und zu im Bürozimmer arbeiten, welches sich im Dachstock unseres Hauses befindet. Chiara spielt dann unten auch mal alleine. Natürlich ist alles kindersicher eingerichtet, und ich gehe immer wieder herunter, um nach ihr zu schauen. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass das ganze Treppensteigen meiner Fitness zu Gute kommt.

Viel Verständnis von allen Seiten

Rückblickend hat sich für mich alles gut entwickelt: Als ich nach der Mutterschaftspause mit einem 60-Prozent-Pensum ins Arbeitsleben zurückgekehrt war, wurde mir das bald zu viel. Vor allem der Stress am Morgen – die Kleine wecken, anziehen, zu den Grosseltern bringen, Stau, Hektik – das zehrte an mir. Ich habe dann mein Pensum reduziert, hatte mir aber seither gewünscht einen Tag von zu Hause aus arbeiten zu können. Dass das nun so gut klappt, hätte ich vor wenigen Monaten noch nicht gedacht. Ich finde es toll, wie schnell IT und Vorgesetze reagiert haben, um das zu ermöglichen – zum Schutz der Mitarbeitenden. Ich muss auch sagen, dass sowohl von den Kunden als auch vom Team sehr viel Verständnis entgegengebracht wird. Wenn ich mal wegen der Kleinen nicht die volle Leistung erbringen kann, versteht das jeder, und keiner ist sauer.

Das alles nahm mir in den letzten Wochen enorm die Last von den Schultern, und ich bin entspannter geworden. Und wenn ich entspannter bin, ist es meine Tochter auch. Mittlerweile arbeite ich richtig gern im Homeoffice. Ich würde nach Corona am liebsten fix einen Tag zu Hause arbeiten und so vielleicht auch mein Pensum wieder erhöhen. Die Mama im Homeoffice – das würde Chiara sicherlich auch sehr freuen. Jetzt, wo wir uns so daran gewöhnt haben.
 

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